Ein Lob verdienen die Koreaner für die Standard-Kopfhörerbuchse auf der Oberseite. Sinnvoll ist darüber hinaus der zweistufige Schalter auf der linken Seite: In der einen Richtung sperrt er die Tasten. Wer ihn über die Entsperren-Stellung hinaus schiebt, startet den MP3-Player. Dedizierte Tasten für die Musikwiedergabe wie Play, Pause, Vor und Zurück gibt es aber nicht. Außerdem wirkt die Oberfläche irgendwie nicht ganz fertig, obwohl sie eigentlich gut gedacht ist. So zieht der Nutzer seine Alben in Form von stilisierten CDs in die Playliste. Aber es ist nicht so leicht, einfach wieder einen Schritt zurück zu gehen, ohne wieder im Hauptmenü anzufangen. Außerdem ist das Spulen innerhalb von Songs nicht gerade einfach. Schade – zumal sich dafür die innovative Touchfläche eignen würde. Das Beat-DJ ist nämlich auch außerhalb seiner Anzeige berührungsempfindlich.

Zum Einsatz kommt dieser Bereich, wenn der Nutzer die DJ-Funktion startet. In der Mitte des Bildschirms setzt er seinen Finger auf, um den Song auf einer virtuellen Scheibe – wie eine Schallplatte – zu scratchen. Zum Blättern durch die Menüs und Effekte steht der berührungssensitive Bereich zur Verfügung, der wie ein Halbkreis aus dem Display „herauswächst“. Das klappt hervorragend und ist innovativ – eine Schande, dass Samsung diese Möglichkeit der Bedienung nicht in allen Applikationen implementiert hat.

Die eigentliche DJ-Funktionalität ist witzig und leicht zu bedienen. Es bedarf jedoch einiger Übung, um damit ansehnliche Ergebnisse zu erzielen. Profi-Equipment sieht natürlich anders aus, aber es ist ein netter Zeitvertreib. Allerdings muss es einem schon wirklich sehr langweilig sein, wenn man versucht, damit echte Songs zu gestalten.

Nur 50 MByte integrierter Speicher? Den hätten sich die Entwickler eigentlich gleich sparen können – denn da passt bei ansehnlicher Qualität nicht einmal ein Album in MP3-Format rein. Immerhin gibt es einen MicroSD-Kartenslot auf der Seite des Handys. Testweise haben wir Bilder, Videos und Musik auf die Speicherkarte kopiert – das Beat DJ hat alles problemlos erkannt.

Menüführung? Leider nur ein Rohdiamant

Wer in der Vergangenheit mit einem Nokia-Handy zu tun hatte, dürfte sich in den grundlegenden Optionen und Möglichkeiten des M7600 zu Hause fühlen. Schließlich setzt Samsung bei diesem Smartphone auf das bewährte Symbian-Betriebssystem. Im direkten Vergleich sieht die Oberfläche von Samsung attraktiver aus, wirkt aber auch verspielter – Geschmackssache.

Der Touchscreen reagiert erfreulich gut und ist angenehm empfindlich. An die Qualität des iPhones kommt er aber nicht heran. Wer SMS-Nachrichten tippt, muss sich mit der virtuellen Zifferntastatur zufrieden geben – ein QWERTZ-Tastenfeld im Querformat gibt es leider nicht. Beim Tippen verschluckt das Handy gerne mal den einen oder anderen Buchstaben und die Texteingabehilfe kostet Zeit: Der Nutzer muss das gewünschte Wort immer aus einer Liste von Möglichkeiten auswählen.

Die TouchWiz-Oberfläche kennen wir schon von anderen Samsung-Handys mit berührungsempfindlichem Display. In einer Leiste am linken Bildschirmrand sitzen Widgets, die der stolze Beat-DJ-Besitzer auf den Homescreen ziehen kann. Wie bei allen Geräten mit diesem Interface gilt auch hier: Nett gemacht, schön bunt, aber teilweise etwas fummelig, und die Auswahl der zur Verfügung stehenden Mini-Programme ist nicht sonderlich groß.

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