Externe DVD-Brenner für Netbooks und Notebooks im Überblick

von Kai Schwarz am , 17:03 Uhr

Vor allem Netbooks, aber auch kleine Notebooks und sogar so mancher Desktop-Computer kommen ohne optisches Laufwerk. Es mangelt natürlich vor allem am Platz, aber auch Sparmaßnahmen des einen oder anderen Herstellers sind die Gründe dafür. Zum Surfen und Texten ist ein DVD-Laufwerk ja auch nicht nötig, doch gelegentlich kommt man um die optischen Medien nicht herum. Wir zeigen, welche externen Brenner die Mini-Rechner kostengünstig aufrüsten.

Das neue Netbook oder Subnotebook kommt ohne optisches Laufwerk? Oder der Desktop ist so unterm Schreibtisch verstaut, dass jeder Griff nach unten zwangsläufig zum Hexenschuss führt? Üblicherweise ist das kein Problem – denn dank Breitbandinternet oder gar UMTS ist die Datenübertragung jederzeit problemlos möglich. Doch wenn man vorm Urlaub noch schnell die eine oder andere Musik-CD fürs Auto brennen oder nach dem Urlaub die Fotos sichern möchte, sollte man über die Anschaffung eines externen DVD-Brenners nachdenken – denn damit wird selbst das kleinste Netbook zum vollwertigen PC. Optische Laufwerke im externen Gehäuse gibt es bereits ab 40 Euro, der nötige Invest hält sich also in Grenzen. Das Angebot ist groß, und die Ausstattungslisten der einzelnen Hersteller sind lang. Wir haben uns im Markt umgesehen und zeigen, worauf es bei einem externen Laufwerk wirklich ankommt.

Im Programm von Asus, LG [1], Lite-On, Samsung [2] & Co. finden sich Geräte in zwei unterschiedlichen Formfaktoren. Zum Einsatz kommen entweder die klassischen 5,25-Zoll-Laufwerke, die man auch in Desktop-Rechnern findet, oder Modelle, die mit schlanken Notebook [3]-Drives bestückt sind. Beide Varianten haben Vor- bzw. Nachteile, die vor dem Kauf beachtet werden sollten – beispielsweise Größe, Gewicht, Schnittstellen, Stromversorgung und nicht zuletzt der Preis. Die 5,25-Zoll-Modelle sind in der Regel etwas günstiger als vergleichbare Slimline-Varianten.

Features ohne Ende

Bei der Wahl des richtigen Laufwerks ist nicht nur die Größe des Modells entscheidend, sondern auch die Features. Dazu gehört etwa, welche Diskformate das Laufwerk unterstützt. Während einige Geräte nur CDs oder DVDs beschreiben, kann zum Beispiel der externe 5,25-Zoll-Brenner PX-B920UF von Plextor für stolze 260 Euro auch Blu-ray-Scheiben mit Daten füllen. Der schicke Slim-Line-Brenner SBC-04D1S-U von Asus für 170 Euro verzichtet zwar auf die Brennfunktion für Blu-ray-Disks, kann diese aber lesen. Allerdings sind Laufwerke mit Blu-ray-Unterstützung im Vergleich relativ teuer.

Wer ohne Blu-ray-Medien auskommen kann, findet deutlich günstigere Modelle, beispielsweise das schlanke Laufwerke GP08LU10 von LG für 55 Euro, das neben dem Lesen und Brennen von CDs und DVDs auch LightScribe anbietet. Diese Technologie beschriftet spezielle LightScribe-Disks professionell mit Bildern und Texten auf der Oberseite. Eine andere Besonderheit bietet der 65 Euro teure Slimline-Brenner eSAU208 von Lite-On mit seinem Stromspar-Modus. Dieses Feature verringert laut Hersteller die Schreib- und Lesegeschwindigkeit um 40 bis 60 Prozent, um Strom zu sparen und den Notebook-Akku nicht zu sehr zu belasten. Ein Feature, das besonders Besitzer von mobilen Rechnern interessieren dürfte.

Neben der Formatvielfalt und pfiffigen Extras sollte man beim Kauf aber vor allem auf die Schnittstellen achten: Neben USB-Brennern bieten verschiedenen Hersteller beispielsweise auch Geräte mit Firewire an. Beide Anschlussvarianten sind in der Lage, die schlanken Slim-Line-Modelle mit ausreichend Strom zu versorgen, sodass ein separates Netzteil überflüssig ist. Ein Merkmal, das besonders für Notebookbesitzer wichtig ist.

Welches ist das richtige Drive?

Wer mit seinem Netbook viel unterwegs ist und einen externen Brenner braucht, sollte sich für ein schlankes Modell entscheiden. Das passt immer noch irgendwie in die Notebooktasche oder den Rucksack. Um unnötigen Ballast zu vermeiden, empfiehlt sich zudem ein Gerät, das seinen Energiebedarf über die USB-Schnittstelle des Notebooks abdeckt und ohne separates Netzteil auskommt.

Modelle, die ohne eigenes Netzteil arbeiten, haben allerdings einen großen Haken: Sie saugen kräftig an der Kapazität des Notebookakkus. Bei vielen mobilen Rechnern gehen beim Brennvorgang bereits vorm Finalisieren einer CD die Lichter aus – ans Brennen einer DVD ist ohne Netzteil gar nicht zu denken. Darum gilt: Wer sicher brennen will, der sollte sein Netbook vor Beschreiben von Medien ans Stromnetz anschließen.

Edle Optik gegen plumpen Kasten

Neben den schlanken Abmessungen spricht vor allem die edle Optik der meisten Slimeline-Laufwerke für einen Kauf. Das gilt besonders, wenn das Gerät auf dem Schreibtisch stehen soll und quasi ständig im Blick ist. Dezent unter dem Monitor versteckt, lässt es sich deutlich leichter erreichen als so manch eingebautes Drive unterm Tisch.

Alternativ lassen sich für diesen Zweck aber auch große 5,25-Zoll-Laufwerke einsetzen. Die großen Varianten der externen Brenner sind zwar in der Regel günstiger als die edlen Slimline-Drives, haben neben der Größe aber noch weitere Nachteile: Die Laufwerke sind in der Regel mit einem separaten Netzteil versehen, da die Energie der Schnittstelle zum Antreiben nicht ausreicht. Außerdem sind viele Gehäuse für 5,25-Zoll-Brenner mit einem kleinen Lüfter ausgestattet, der für eine unangenehme Lärmentwicklung sorgt. Darum sollten solche Laufwerke im Standby vom Stromnetz getrennt werden, um die Geräuschentwicklung zu minimieren. Slimline-Modelle arbeiten generell ohne Lüfter und sind somit leiser. Wer hingegen auf Geschwindigkeit setzt, der braucht ein großes Laufwerk, da diese deutlich flotter ans Werk gehen als die abgemagerten Design-Modelle.

Selbst gebastelt

Wer kein Laufwerk von der Stange möchte, kann sich seinen externen Brenner auch selber basteln. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn man noch ein funktionstüchtiges Laufwerk in der Schublade liegen hat. Denn mit etwas technischem Verständnis und einem externen Gehäuse ist das eine Sache von wenigen Minuten. Wie einfach das geht, zeigt die Fotogalerie externer Brenner im Eigenbau [6].

Die passenden Gehäuse finden sich ab 15 Euro bei Online-Anbietern wie Alternate oder Amazon. Im Angebot sind Gehäuse sowohl für die großen 5,25-Zoll-Laufwerke als auch für die kleinen optischen Drives, die in Notebooks zum Einsatz kommen. Genau wie bei den fertigen Produkten gibt es hier Modelle mit verschiedenen Schnittstellen und Stromversorgungen.

Fazit

Wer einen externen Brenner kauft, rüstet seinen portablen Begleiter zu einem fast vollwertigen Computer auf. Das Gerät verbindet sich einfach via USB-, Firewire- oder eSATA-Verbindung mit dem Rechner – das war’s. Aktuelle Windows-Versionen erkennen die Laufwerke automatisch und binden diese in das System ein. So klappt der Zugriff auf die Scheiben bereits nach ein paar Handgriffen.

Grundsätzlich gilt: Wer eine hohe Brenngeschwindigkeit will, sollte sich nach einem großen 5,25-Zoll-Laufwerk umsehen. Damit muss er allerdings ein externes Netzteil und häufig einen kleinen Lüfter in Kauf nehmen. Wer es schick oder besonders portabel mag, sollte auf ein edles Slimline-Drive setzten. Diese sind zwar nicht ganz so flott wie ihre großen Brüder, doch dafür klappt der Brennvorgang auch im Biergarten.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41501818/externe-dvd-brenner-fuer-netbooks-und-notebooks-im-ueberblick/

URLs in this post:

[1] LG: http://www.cnet.de/unternehmen/lg/

[2] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[3] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/

[4] Schlanke Brennboliden: die handlichsten CD- und DVD-Beschreiber: https://www.cnet.de/41501822/schlanke-brennboliden-die-handlichsten-cd-und-dvd-beschreiber/?pid=1#sid=41501818

[5] Die Schwergewichte unter den externen Brennern: https://www.cnet.de/41501819/die-schwergewichte-unter-den-externen-brennern/?pid=1#sid=41501818

[6] Fotogalerie externer Brenner im Eigenbau: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/galerie/41501820/externer+brenner+im+eigenbau+so+einfach+geht_s.htm

[7] Externer Brenner im Eigenbau: So einfach geht's: https://www.cnet.de/41501820/externer-brenner-im-eigenbau-so-einfach-geht-s/?pid=1#sid=41501818