Abgesehen von Displaygröße, Videokamera und einem deutlich glänzenderen Finish hat sich am Äußeren des Nano nichts verändert. Er ist ebenso einfach zu bedienen und federleicht wie seine Vorgänger. Das Click Wheel macht das Browsen durch große Musikbibliotheken deutlich komfortabler als es bei den meisten Konkurrenten ist.

Attraktive und einfache Oberfläche

Kein konkurrierender MP3-Player macht das Blättern durch die gespeicherte Musik zu so einem optischen Erlebnis wie der iPod Nano. Überall in den Menüs tauchen die Albencover auf und lassen das Feeling aufkommen, das Musikfreaks beim Stöbern in ihrer ausufernden CD-Sammlung haben. Das Highlight stellt der Cover-Flow-Modus dar. Er aktiviert sich automatisch, wenn der Anwender den Player ins Querformat dreht und ist eine intuitive und visuell ansprechende Möglichkeit, sich für die nächsten Lieder zu entscheiden. Apple bietet in iTunes übrigens kostenlos hochauflösende Albencover an.

Endlich gibt es auch ein UKW-Radio – der Nano G5 ist übrigens der erste iPod überhaupt, der einen Tuner mitbringt. Es ist nicht nur möglich, Antenne Bayern, FM4 & Co. live mitzuverfolgen, sondern auch bis zu 15 Minuten in den Radiosendungen zurückzuspulen. Das Interface sieht genauso schick aus, wie man es seit eh und je von Apple kennt. Nach dem Drücken der Pause-Taste zeichnet der Nano die aktuelle Station weiterhin auf. Ein weitere Betätigung des Pause-Knopfes setzt die Wiedergabe an exakt dieser Stelle fort. Auch ein Spulen durch die Aufnahme ist möglich. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten gibt es beim iPod Nano G5 jedoch keine Möglichkeit, die Aufzeichnungen als Datei zu speichern.


Den neuen iPod Nano bietet Apple in neun verschiedenen Farben an.

Der Nano unterstützt die Audioformate MP3, AAC, Apple Lossless und WAV. Dazu gesellen sich H.264 und MPEG-4 für Videos. Mit vom iTunes-Store heruntergeladenen Filmen kommt der Player ebenfalls zurecht – sogar samt Untertiteln. Ebenso einfach funktioniert das Abonnieren und Verwalten von Podcasts. Wer sich auf dem Rechner beispielsweise die ersten acht Minuten eines Podcasts anhört und auf dem synchronisierten iPod die Sendung auswählt, hört exakt an dieser Stelle weiter. Das Gleiche gilt für Hörbücher im Audible-Format.

Videomodus

Der iPod Nano speichert jeden aufgezeichneten Clip als einzelne Datei. Auf dem Mac lassen sich die Videos dann entweder mittels iPhoto betrachten oder, wenn der Player im Disk-Modus ist, mit dem Finder. Mac OS X Snow Leopards QuickTime X bringt außerdem eine Upload-Funktion für YouTube mit, die sich ebenfalls für die gedrehten Filmchen nutzen lässt. Mit Windows funktioniert die Übertragung über den Disk-Modus oder eben auch mittels iTunes.

Im Gegensatz zu den Mini-Camcordern, denen Apple nacheifert, schießt die Kamera des iPod Nano keine Fotos. Videos mit 640 mal 480 Pixeln – das ist alles. Vermutlich passt in das winzige Gehäuse einfach kein ordentlicher Sensor für Standbilder. Eine herbe Enttäuschung ist es trotzdem.

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