Hässliches Entlein

Mit der Power der Android-Plattform, dem tollen Marketplace, dem hervorragenden Touchscreen-Display und den coolen Social-Network-Funktionalitäten klingt das Dext nach dem perfekten Smartphone. Es gibt aber noch einen großen Haken: Sexy ist anders. Es überrascht uns, dass sich ausgerechnet Motorola beim Design seines ersten Android-Smartphones mehr am klobigen Nokia N97 orientiert als an seinen eigenen Designstücken wie den anfangs bereits erwähnten Razr- oder Aura-Modellen. Das Dext ist einfach ein Kasten. Das langweilige, schwarze Plastik wird lustlos von einer Chromleiste veredelt, und die weißen Beschriftungen der Tasten auf der Seite sehen aus wie Aufkleber, die man abziehen sollte. Kann man aber nicht.

Außerdem fühlt sich das Gerät irgendwie zu leicht an. Der Slider hinterlässt einen wackeligen Eindruck, und noch dazu hat die offensichtlich miese Fertigungsgenauigkeit einen schlechten Einfluss auf die Sprachqualität unseres Testgerätes: Der Lautsprecher scheint nicht sonderlich gut befestigt zu sein und sorgt so für ein leichtes Brummen beim Telefonieren. Wir wissen nicht, ob das bei allen Dext-Handys der Fall ist – das sollte man also besser ausprobieren.

Im direkten Vergleich zum N97 fällt aber eine Sache auf: Das Dext ist das cleverere der beiden Smartphones. Es erfüllt alle Erwartungen, die wir an das Nokia-Handy gestellt haben – dank seines flotten, attraktiven kapazitiven Touchscreens und eines hervorragenden User-Interface. Dementsprechend höher fällt auch die Wertung aus, obwohl es an der Verarbeitungsqualität des N97 nichts auzusetzen gibt.

Fazit

Wer ohne permanente Updates in Twitter, Facebook, MySpace & Co. nicht mehr leben kann, sollte, nein, muss sich das Dext näher ansehen: Es könnte die Antwort auf alle Fragen sein und die Lösung für Probleme, die man vorher gar nicht hatte. Gerade mit seiner QWERTZ-Tastatur ist es perfekt für jeden, der Kontakt mehr schriftlich als fernmündlich hält. Dazu passt auch die vergleichsweise schlechte Sprachqualität.

Das hochwertige, berührungsempfindliche Display sowie das leistungsfähige und anpassbare Android-Betriebssystem helfen auch, über die optischen und verarbeitungstechnischen Schwächen hinwegzusehen. Unterm Strich bleibt ein gut ausgestattetes Smartphone mit tollen Eigenschaften, dass man sich durchaus näher ansehen sollte. Wenn es denn nach Deutschland kommt – ansonsten bleibt nur der Import.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Schon getestet: Android-Smartphone Motorola Dext

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *