Der XL2370 löst Full-HD mit 1920 mal 1080 Pixeln im 16:9-Format nativ auf und folgt damit dem aktuellen Trend weg vom Seitenverhältnis 16:10. Dadurch kommt es bei der Darstellung von HD-Filmen nicht zu schwarzen Balken oder zu Bildverzerrungen.


Die Anschlüsse des XL2370 zeigen nicht nach unten, sondern nach hinten.

Leistung

Für unseren Test schließen wir den XL2370 mittels DVI-Port an. Der Bildschirm erreicht in unserem DisplayMate-basierten Test ein Gesamtergebnis von 96 Punkten. Damit schlägt er seinen Bruder P2370 (93 Punkte) und Dells SP2309W (90 Punkte). Nur den G2410 von Dell (97 Punkte) kann er nicht überflügeln. In unserem Farbtest erreicht der XL2370 ein fast perfektes Ergebnis. Den Color-Tracking-Fehler des P2370 hat er nicht. Allerdings ist bei unserem Test mit einem schwarzen Bild in abgedunkelter Umgebung ein leichtes Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung in den Ecken des Panels sichtbar.

In unserem Helligkeitstest erreicht der XL2370 344 Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Damit ist er deutlich heller als der P2370 mit 239 cd/m². Auch die Dell-Modelle SP2309W mit 297 cd/m² und G2410 mit 234 cd/m² kommen nicht an ihn heran. Als wir die Helligkeit des P2370 auf 100 und die des XL2370 auf 75 Prozent einstellen und das gleiche Bild betrachten, wirken weiße Bereiche beim XL2370 heller, ohne dass dadurch die Details in dunklen Bereichen und die Schwarzwerte in Mitleidenschaft gezogen werden. Das zeigt den höheren Kontrast des neuen Modells, der ihm zu einem natürlicheren Bild verhilft.

Nun schalten wir den XL2370 auf sein Preset Film um und sehen uns die DVD von Kill Bill Volume 1 sowie einige 1080p-Filme aus Microsofts WMV HD Showcase an.

Sowohl bei Kill Bill, als auch bei den 1080p-Filmen liefert der Monitor eine bessere Farbqualität als der P2370 und Dells G2410. Während die Farben beim P2370 leicht verwaschen aussehen, wirken sie beim XL2370 akkurat. Dells G2410 weist einen leichten Blaustich auf. Bei den für die Filmwiedergabe wichtigen Schwarzwerten punktet der flache Samsung ebenfalls – im Gegensatz zum P2370. Auch der G2410 bietet gute Schwarzwerte, allerdings ist das Bild bei ihm oft zu dunkel, wodurch Details verloren gehen.

So gut das Film-Preset auch ist, unserer Meinung nach eignet sich die Voreinstellung Optimalkontrast am besten für den Filmgenuss. Mit eingeschaltetem dynamischen Kontrast dunkelt der Monitor die Hintergrundbeleuchtung ab, sobald mehr als 90 Prozent des Bildes schwarz sind. Das ist beispielsweise beim Abspann der Fall. Insgesamt wirkt das Bild durch die Einstellung tiefer und die Farben etwas lebendiger.

Um die Leistung bei Spielen zu prüfen, bedienen wir uns World of Warcraft und Unreal Tournament 3. Wir stellen weder Verzögerungen noch Nachziehen oder Nachleuchten während schnellen Bewegungen fest. Im Game-Preset sind weiße Bildbereiche heller als auf dem P2370 oder Dells G2410. Trotzdem wirken die Schwarzwerte ausgezeichnet.

Seine gute Gesamtleistung verdankt der XL2370 seiner LED-Hintergrundbeleuchtung. Die meisten Monitore nutzen statt Leuchtdioden Kaltkathodenröhren (CCFL). Sie ordnen mehrere langgezogene Röhren hinter dem LCD-Panel an. Beim XL2370 kommen stattdessen viele LEDs zum Einsatz, die der Hersteller hinter dem Panel montiert. Jede einzelne davon ist unabhängig dimmbar, wodurch der Bildschirm die Helligkeit einzelner Bildbereiche weitaus genauer kontrollieren kann. Generell bieten Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung einen geringeren Energieverbrauch, bessere Farben, ein dünneres Panel und eine höhere Helligkeit. All das trifft auch auf den XL2370 zu.

Der optimale Blickwinkel liegt bei einem Monitor bei 0 Grad, also bei einer Betrachtung direkt von vorne. Dabei sollten die Augen des Betrachters etwa auf drei Viertel der Displayhöhe liegen. Aus diesem Winkel wirken Farben und Gamma so, wie es der Hersteller vorgesehen hat. Bei abweichenden Winkeln variiert die Bildqualität je nach Panel-Technologie stärker oder schwächer. Wie die meisten Monitore nutzt der XL2370 ein TN-Panel. Dadurch ist das Bild bei einer Betrachtung von der Seite oder von unten schnell zu dunkel oder zu hell. Wer seine Augen bei normalem Betrachtungsabstand etwa 15 Zentimeter vom Zentrum zur Seite bewegt, stellt bereits ein deutliches Abdunkeln fest.

Bei unserem Verbrauchstest genehmigt sich der XL2370 anfangs mit 30 Watt mehr Energie als die angegebenen 28 Watt. Das liegt daran, dass Samsung die Helligkeit ab Werk auf 100 Prozent einstellt. Im Standby-Modus gönnt sich der Bildschirm geringe 1,4 Watt. Mit kalibrierter Helligkeit von 200 cd/m² benötigt der XL2370 rund 21 Watt. Der P2370 verbraucht bei gleicher Helligkeit 27,5 Watt, der Dell G2410 19,4 Watt.

Fazit

Der Samsung SyncMaster XL2370 ist ein großartiger Monitor. Dennoch bietet Dells knapp 280 Euro teurer SP2309W unserer Meinung nach mehr für sein Geld. Er verfügt ebenfalls über ein 23 Zoll großes Panel, löst aber 2048 mal 1152 Pixel auf, kommt mit reichlich Ergonomie-Einstellungen, einer Webcam und USB-Ports. Der XL2370 ist also eher etwas für Käufer, die mehr Wert auf schickes Design und eine geringe Bautiefe als auf eine Vollausstattung wie die des Dell legen.

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