Leistung

Einer der Punkte, mit dem Creative seine Zen-Player bewirbt, ist der klangverbessernde X-Fi-Technologie. Beim X-Fi2 funktioniert das Soundtuning auch bei Videos und UKW-Radio. Der einstellbare X-Fi Crystalizer beispielsweise soll bei der Komprimierung in verlustbehaftete Formate verlorengegangene Feinheiten wiederherstellen. Und tatsächlich: Ist das Feature aktiviert, so wirkt der Ton deutlich klarer und schärfer. Allerdings geht der Player nicht mit allen Stilrichtungen gleich um. Elektronische Titel beispielsweise wirken recht rau, Popmusik hingegen klingt ausgezeichnet.

Um den Fokus auf die Klangqualität zu unterstreichen, legt Creative ein Paar vergleichsweise guter In-Ear-Kopfhörer in den Karton. Die EP-630 klingen sehr klar und hell, lassen aber den gewünschten Druck bei den Bässen vermissen. Bei unserem Sound-Test deaktivieren wir alle Klangverbesserer.


Das Frequenzdiagramm zeigt, dass der Zen X-Fi die Höhen etwas verstärkt und dafür in den Mitten und dem Bass etwas einbricht. Ausgleichend stehen viele Funktionen zur Klangverbesserung zur Verfügung.

Leider reagiert das Touchscreen-Interface ziemlich hakelig. Es ist weit von den schicken Oberflächen entfernt, wie sie Sonys X-Serie oder der iPod Touch bieten. Wie bereits erwähnt, ist ein Durchstöbern der Musiksammlung nach Ordnern nicht möglich. Erfreulicherweise lässt sich der TV-Ausgang dafür auch während der Videowiedergabe aktivieren – ein Druck auf das entsprechende Icon genügt. Während der Player Filme und Fotos an einen Bildschirm schickt, stellt er auf dem Display nur eine Reihe Bedienelementen dar.

Nachdem Creative den Kopfhörer- und den Videoausgang miteinander kombiniert, ist es nicht möglich, während dem Betrachten von Clips auf dem Fernseher Klangschalen für den Sound zu nutzen. Das dürfte allerdings nur sehr wenige potenzielle Käufer stören. Gravierender ist die Tatsache, dass im Lieferumfang kein Videokabel enthalten ist.

Der winzige integrierte Lautsprecher eignet sich bestenfalls für eine Folge Simpsons im Bett. Für ernsthaften Musikgenuss oder in lauten Umgebungen ist die winzige Box nicht zu gebrauchen.

Der Zen X-Fi2 unterstützt RSS-Feeds. Zum Synchronisieren ist allerdings die mitgelieferte Software Creative Centrale erforderlich. Darüber hinaus bietet der Player Weckfunktion, Kalender, To-Do-Liste und Adressbuch. Das Abgleichen der Daten funktioniert jedoch auch hier nur mit dem beigelegten Creative-Programm.

Immerhin: Die Creative Centrale leistet gute Dienste beim Übertragen und Konvertieren von Audio- und Videodateien. Wir vermissen lediglich ein paar erweiterte Möglichkeiten zum Feintuning von Clips. Die Installationsdateien der Software befinden sich übrigens auf dem internen Speicher des Players.

Fazit

Für Creatives ersten Touchscreen-Player ist der Zen X-Fi2 erstaunlich gut gelungen. Unser größter Kritikpunkt an dem Gerät ist allerdings die etwas zäh reagierende Oberfläche. Jede Eingabe braucht einfach deutlich mehr Zeit als bei der Konkurrenz. Dafür überzeugt das Gerät mit einer ausgezeichneten Audioqualität und einer Vielzahl von unterstützten Formaten. Zudem bietet der Creative Zen X-Fi2 einen microSD-Kartenleser und arbeitet auch mit Macs zusammen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Creative Zen X-Fi2 im Test: guter Klang, hakelige Bedienung

  • Am 2. Januar 2010 um 23:11 von mjb4

    Videofunktion
    Moin,

    ich habe gelesen er kann nur Videos mit 600×480 Pixel abspielen, was ich nur in diesem Testbericht lesen konnte. Bei allen anderen heißt s er könne die restlichen Formate abspielen.
    Außerdem wollt ich wissen wie das mit dem Abspielen der Videos ist wenn man den Player an den Fernseher anschließt, wie ist das mit der Pixelbegrenzung?

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