Außerdem gibt es diverse Bild-Presets. Darunter sind zwei Modi namens Expert1 und Expert2, die mit ISF gekennzeichnet sind. Sie dienen der Justierung durch einen Experten der Image Science Foundation. Wer bereit ist, dafür Geld zu bezahlen, erhält zwei perfekt kalibrierte Modi für Tag- und Nachtbetrieb.

Das letzte wirklich erwähnenswerte Feature ist die 600-Hz-Bildverarbeitung. Wie auch bei Panasonics 600-Hz-Plasmas bedeutet die Funktion nicht, dass das Bild mit einer Wiederholrate von 600 Hz aktualisiert wird. Stattdessen steht diese Zahl für ein System, das haufenweise zusätzliche Bilder mit errechneten Daten zum Ausgangsmaterial hinzufügt. Die eigentliche Bildausgabe läuft dann mit 100 Hz ab. Das Ergebnis sind schärfere und ruckelfreiere Bewegungen. LGs Lösung funktioniert dabei zwar nicht so gut wie das Panasonic-System, dennoch führt es zu merklichen Verbesserungen – besonders was die Ruckelminderung betrifft.

Leistung

Das Bild des 50PS7000 ist außergewöhnlich hell, und die Farben wirken lebendig. In diesen Bereichen sind Plasma-Fernseher für gewöhnlich im Vergleich zu LCD-Modellen schwächer. Umso erstaunlicher ist es, dass gerade dieser günstige Plasma das Bild mit einer Intensität wiedergibt, die selbst viele LCD-Fernseher nicht erreichen. Teilweise sind dafür die für Plasmas üblichen guten Schwarzwerte des LG verantwortlich. Das Gerät kann einzelne Pixel komplett abschalten, ohne dabei – wie ein LCD-TV – den Rest des Bildes dimmen zu müssen.

Der 50PS7000 stellt HD-Material mit beeindruckender Schärfe dar. Allerdings sollten Anwender beim Ansehen von HD-Filmen die Rauschunterdrückung und die Kantenverbesserung ausschalten: Das Reduzieren von Bildrauschen führt zu einem weicheren Bild, während der Versuch einer Kantenverbesserung bei einem ohnehin schon absolut scharfen HD-Bild Fehler erzeugt.

Alles in allem liefert der 50PS7000 bei HD-Material ein wirklich spektakuläres Bild. Allerdings stellen wir einige Probleme fest, die dafür sorgen, dass sich der Fernseher bei der Bewertung hinter anderen Geräte einreihen muss.

Am meisten stört uns das Nachleuchten des Panels: Helle Bildbereiche hinterlassen einen weißen Schatten auf dem Display. Dieser ist teilweise einige Sekunden lang sichtbar. Besonders wenn dunkle Szenen auf helle folgen, fällt das stark und störend auf. Dieses Problem war lange Zeit eine bekannte Schwierigkeit von Plasma-Fernsehern. Allerdings haben es fast alle Hersteller mittlerweile in den Griff bekommen.

Auch das Standard-Definition-Bild des 50PS7000 haut uns nicht vom Hocker. Die Darstellung leidet unter etwas unnatürlichen Farben und relativ viel Bildrauschen. Zwar ist das Ergebnis immer noch ansehnlich, wir haben aber schon deutlich bessere Upscaler gesehen.

Ein Problem, mit dem wir beim Plasma 50PS7000 wirklich nicht gerechnet hätten, sind dunkle Grautöne in Bereichen, die eigentlich schwarz sein sollten. Der Fernseher stellt schwarze Stellen im Bild zwar immer noch deutlich dunkler dar als gewöhnliche LCD-Modelle, andere Plasma-Konkurrenten von Panasonic, Samsung und besonders Pioneer liefern aber alle noch deutlich bessere Schwarzwerte.

Bei der Tonwiedergabe ist die Leistung des 50PS7000 passabel aber dennoch etwas beschränkt. Zwar ist die maximale Lautstärke erfreulich hoch, und besonders die Höhen sind voller Details, dafür überbetont der Fernseher diese Höhen so stark, dass der Soundmix zischig und bassfrei klingt.

Fazit

Wer einen relativ preiswerten Fernseher mit großer Bilddiagonale sucht, der hauptsächlich für HD-Material geeignet ist, ein Extra-Gerät für das HD-Heimkino beispielsweise, sollte sich den LG 50PS7000 definitiv genauer ansehen. Allerdings sorgt seine vergleichsweise schlechte Qualität bei Standard-Definition-Bildern dafür, dass er sich als Haupt-TV für das Wohnzimmer nicht sonderlich eignet. Zudem führt das Nachleuchten dazu, dass einige sogar beim reinen HD-Filmgenuss enttäuscht sein werden.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu LG 50PS7000: günstiger Plasma mit Problemen

  • Am 14. November 2009 um 13:50 von Holger

    Leider wieder nicht der 50PS 8000!?
    Bin etwas entäuscht muß ich sagen!

    Hätte mir als logische Testreihenfolge doch dann den 50 PS8000 vorstellen können, denn der hat ja doch den THX Modus u.s.w. im Vergleich zum 6000er, …hmmm!?!?

    Preislich liegen die ja so eng zusammen das das nicht wirklich ins Gewicht fällt. 6000er bis 8000er je rund 50 bis 80,-€ dazwischen.

    Na ja SCHADE!!

    Gruß
    Holger

  • Am 16. November 2009 um 11:23 von Pascal Poschenrieder

    Re: Leider wieder nicht der 50PS 8000!?
    Hallo Holger,

    derzeit sind wir an den Test der SL-Baureihen von LG. Wann und ob wir den PS8000 testen, steht derzeit noch nicht fest.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

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