Angetestet: neues Billig-MacBook mit Unibody-Gehäuse

von Dan Ackerman und Daniel Schraeder am , 18:44 Uhr

Pro
  • Multitouch-fähiges Touchpad
  • attraktives Design
  • innovatives, schnelles OS-X-Betriebssystem
Con
  • Akku nicht austauschbar
  • Tastaturbeleuchtung auch nicht gegen Aufpreis möglich
Hersteller: Apple Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: NICHT GETESTET 0,0 von 10 Punkte
Fazit:

Das "Billig-MacBook" kommt nun auch im Look der aktuellen MacBook-Pro-Modelle mit Unibody-Gehäuse - und wirkt so, als hätte es eine massive Verjüngung mitgemacht. Die Ausstattung ist zwar nicht ganz so attraktiv wie bei den teureren Brüdern, doch für faires Geld gibt es ein grundsolides Notebook von hoher Qualität. Wichtigstes Kaufargument dürfte jedoch das tolle Betriebssystem sein.

Apple hat sein Einsteigermodell überarbeitet. Das neue MacBook kommt nun im Look seiner teureren Brüder daher, muss aber auf den Alu-Rahmen verzichten: Stattdessen besteht das Unibody-Gehäuse aus Kunststoff. Unsere Kollegen von CNET.com haben das neue Modell bereits vorliegen. Wir wagen einen ersten Blick.

Das Einsteiger-MacBook wird erwachsen. Bislang war die 899-Euro-Variante des Apple [1]-Notebooks schlicht das „alte“ Modell, und somit auf den ersten Blick als „alt“ auszumachen. Selbst, wenn es vielleicht nur wenige Wochen alt ist. Technisch hat der Hersteller das Gerät brav auf der Höhe der Zeit gehalten. Erst im Januar gab es eine Renovierung unter der Haube: Der lahme Grafik-Chip von Intel wurde gegen die aktuellere Nvidia-Variante getauscht – der Preis blieb gleich. Jetzt gibt es nicht nur ein Face-Lift, sondern gleich einen ganzen Modellwechsel. Gestern hat der Hardware-Hersteller das neue Modell vorgestellt, wieder zum gleichen Preis, aber nun in einem neuen Gehäuse. Unibody natürlich – und somit ganz auf der Höhe der Zeit.

Design

Doch wie schafft man es, Grenzen zu den deutlich teureren Modellen mit gleicher Displaygröße zu ziehen? Ganz einfach: Man setzt auf ein anderes Material. Und so ist das 13,3-Zoll-Einsteigernotebook wie gehabt aus weißem Plastik hergestellt, aus Polycarbonat, um genau zu sein. Das sieht attraktiv aus, ist aber schlicht nicht auf dem Niveau des aus einem Alu-Block gefrästen Pro-Modells mit gleicher Displaydiagonale.

Die Bezeichnung „Unibody“ ist dabei allerdings etwas übertrieben. So gibt es eine Ober- und eine Unterschale, die miteinander verschraubt sind. Und selbstverständlich ist auch das Display nicht in dem Gehäuse integriert.

Im Vergleich zur Vorversion des Einsteiger-MacBooks läuft der Displaydeckel jetzt an den Rändern noch flacher zu. Damit wirkt das Gerät deutlich dünner, als es in Wirklichkeit ist – mit einer Bauhöhe von 2,74 cm entspricht es von der Höhe her genau dem alten Modell. Außerdem ist es 33,0 Zentimeter breit und 23,2 Zentimeter tief. Mit 2,13 kg wiegt das neue Unibody-Gehäuse übrigens ein Stück weniger.

Auf der Untereite ist das MacBook etwas dunkler als an den Rändern, im Inneren und auf dem Displaydeckel. Das Material ist hier überzogen von einem matten Finish – und damit auch rutschfester. Die glänzenden Bereiche sind natürlich – wie üblich – bereits nach kurzer Zeit von Fingerabdrücken übersät.

Der große Nachteil des neuen Unibody-Designs ist, dass sich der Akku nun nicht mehr tauschen lässt. Zumindest nicht durch den Anwender – er sitzt wie versiegelt zwischen den beiden Gehäusehälften. Das könnte den einen oder anderen durchaus vom Kauf abhalten. Immerhin sollte der Stromspeicher durchaus ein paar Jahre durchhalten. Wir sind gespannt, was Langzeittests ergeben.

Ausstattung

Endlich gibt es auch beim billigen Modell das große Multitouch-Touchpad aus Glas. Wer es einmal nutzen konnte, ja geradezu: durfte, will nicht mehr darauf verzichten. Zwei Finger Scrollen horizontal und vertikal, drei Finger springen durch Listen und vier Finger ermöglichen das Wechseln zwischen Anwendungen. Wie gehabt lässt sich der komplette, berühungsempfindliche Bereich mechanisch nach unten drücken. Alternativ ersetzt aber auch ein Fingertipp den Mausklick.

Im Gegensatz zu den teureren Modellen mit Alu-Gehäuse steht den Käufern des einfachen MacBooks keine Tastatur mit Beleuchtung zur Verfügung – nicht einmal gegen Aufpreis. Außerdem muss man auf einen SD-Kartenleser verzichten, und das Display ist nicht von einer rahmenlosen Scheibe überzogen. Aber wenn das alles ist…

Apropos Display: Es ist nun mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung versehen. Somit zieht sich die neue Lichttechnik jetzt durch das gesamte Notebook [2]-Produktportfolio von Apple. Die LEDs versprechen im Vergleich zu den bisher verwendeten Kaltlichtkathodenröhren eine bessere Farbwiedergabe, vor allem aber eine geringere Stromaufnahme, die wiederum der Akkulaufzeit zu Gute kommt. Dass sich im Inneren der Leuchtdioden im Gegensatz zu den klassischen Leuchten keine giftigen Schwermetalle befinden, fällt in der Praxis wenig auf, ist aber gut für die Umwelt. Und für das grüne Gewissen.

MacBook-Nutzer der alten Schule könnte es ärgern, dass Apple inzwischen komplett auf den Firewire-Port verzichtet. Immerhin gibt es zwei USB-Ports, die bereitwillig mit Festplatten, Mäusen & Co. kommunizieren. Andere Komponenten, wie optisches Laufwerk, Webcam oder Soundkarte samt Mikrofon sind ja ohnehin integriert.

Bei der Hardware gibt es kaum Unterschiede zum vorherigen Plastik-MacBook. Im Inneren werkelt ein Core 2 Duo von Intel, der nun auf 2,26 GHz statt auf 2,13 GHz getaktet ist. Dazu gesellt sich die bekannte GeForce-Grafikkarte 9400M von Nvidia; es gibt 2 GByte RAM und eine 250 statt 160 GByte große Festplatte. Wer bereit ist, einen gewissen Aufpreis zu bezahlen, bekommt bis zu 500 GByte Festplatten- und bis zu 4 GByte Arbeitsspeicher.

Leistung

Unsere amerikanischen Kollegen sind bereits fleißig am Benchen und Testen. Sobald uns die Ergebnisse zu 3D- und Rechenleistung sowie zur Akkulaufzeit vorliegen, werden wir diesen Artikel entsprechend aktualisieren.

Bis dahin begnügen wir uns zumindest beim Akku mit Angaben von Apple, die erfahrungsgemäß recht realistisch sind: bis zu 7 Stunden sollen drin sein. Laut Hersteller war WLAN dabei sogar aktiv und die Displayhelligkeit auf 50 Prozent reduziert.

Vorläufiges Fazit

Wer sich vor gar nicht allzulanger Zeit schon ein MacBook gekauft hat, muss sich jetzt nicht unbedingt das neue Modell zulegen – denn abgesehen vom Design hat sich gar nicht so viel verändert. Doch wenn ohnehin ein Notebookkauf ansteht, sollte man sich das 899-Euro-Apple unbedingt näher ansehen. Unabhängig vom hübschen Gehäuse und netten Gimmicks wie dem hervorragenden Multitouch-Touchpad gibt es vor allem eines: das Betriebssystem Mac OS X.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41516157/angetestet-neues-billig-macbook-mit-unibody-gehaeuse/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/