Mittig am unteren Bildschirmrand befindet sich ein kleines Tab – ein Fingerdruck bringt kontextabhängige Aufnahmeoptionen auf die Anzeige. Weiter rechts sitzt ein weiterer Reiter, der tiefgreifendere Einstellungen bereithält. Erwähnenswert ist hier die Navigationsmöglichkeit mittels Bewegungserkennung. Ist die Funktion aktiviert, startet beispielsweise ein Kippen der Kamera bei gedrückt gehaltenem Icon eine Slideshow oder wechselt den Aufnahmemodus.


Das Navigationskonzept der ST550 spart Platz auf dem Display fürs Motiv.

Zwar halten all diese Kniffe den Iconverhau auf dem Display weitgehend in Grenzen. Doch dass der Bildschirm im 16:9-Format gehalten ist, enttäuscht etwas. Die maximale Auflösung des Sensors beträgt 4000 mal 3000 Pixel – also 4:3. Dadurch kommt es zu schwarzen Balken am rechten und linken Rand der Anzeige. Immerhin: Die ST550 fotografiert auf Wunsch auch in 16:9, allerdings mit auf 9 Megapixel reduzierter Auflösung.

Der Bildschirm auf der Vorderseite warnt Fotomodels beispielsweise bei aktiviertem Blitz, informiert über Fokuseinstellungen oder zeigt ein Smiley an, sobald die Kamera bei halb gedrücktem Auslöser vorfokussiert. Ist das Minidisplay abgeschaltet, reicht ein Fingertipp, um es zu aktivieren. Es dient dann sofort als Sucher, die Kamera fokussiert automatisch auf Gesichter und schießt beim ersten Anzeichen eines Lächelns. Allein durch diese Funktion hat sich der zusätzliche Bildschirm gelohnt. Leider ist die Extra-Anzeige in direktem Sonnenlicht nicht sonderlich gut zu erkennen. Eine Möglichkeit, die Helligkeit einzustellen, gibt es nicht.

Die Verwendung von microSD-Karten als Speichermedium ist ein Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Laut Samsung sparen die schlankeren Karten Platz und ermöglichen ein kompakteres Gehäuse. Zudem sollen die Fotos ihren Weg dank dem micro-Format leichter ins Web finden – schließlich bieten praktisch alle aktuellen Highend-Handys einen entsprechenden Kartenslot.

Auf der anderen Seite bieten die meisten aktuellen Rechner zwar einen SD-, aber keinen microSD-Slot. Das bedeutet, dass zum Übertragen der Fotos ein USB-Kabel, ein Adapter oder ein spezieller Kartenleser erforderlich ist. Außerdem gehen die winzigen microSD-Medien deutlich leichter verloren als ihre größeren Brüder.

An der Unterseite der Kamera befindet sich ein proprietärer Anschluss für USB, Strom und AV-Ausgang. Ein USB-Kabel samt Netzadapter ist ebenso im Lieferumfang enthalten wie ein analoges Kabel zum Fernseher. Wer den HDMI-Ausgang nutzen möchte, muss allerdings weitere 40 Euro für einen Adapter auf den Tresen legen. Das ist zwar nicht ungewöhnlich, aber dennoch schade – insbesondere, da der HDMI-Anschluss ein Unterscheidungsmerkmal zur ST500 darstellt.

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