Außerdem bleibt es selbst nach längerer Nutzung ein Rätsel, wohin man tippen muss, damit etwas passiert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Versuch, eine Ebene zurückzugehen. Kleine Schönheitsfehler gibt es immer mal wieder in der Oberfläche: Der Video-Player etwa hat für ein und dieselbe Funktion mehrere virtuelle Tasten.

Wird das Handy aufgeschoben, ist sofort Schluss mit der Berührungsempfindlichkeit. Das nervt gelegentlich, etwa im Browser, da man Links nicht mit dem Finger antippen kann.

Was passt noch alles rein?

Wenn man sich über eine Sache nicht beschweren kann, dann über den Mangel an Programmen: Der Hersteller hat so ziemlich alles vorinstalliert, was möglich ist. Leider ist die Oberfläche aber nicht für die Flut an Funktionen ausgerichtet – wir haben immer mal wieder das Gefühl, die Menüs wären überfrachtet. Wer beispielsweise den Organizer startet, dessen Icon im Menü an eine Kalender-Seite erinnert, erwartet auch einen Kalender. Stattdessen bekommt der Nutzer eine Liste von 14 (!) weiteren Optionen zu sehen, darunter Icons für Video-Telefonie, für die Datenübertragung und sogar einen Ordner, der die aus dem Sony-Ericsson-eigenen App Store nachinstallierten Programme beinhaltet.

Natürlich ist es toll, dass der Hersteller so viele Features im Aino implementiert hat. Aber ohne eine dafür ausgerichtete Oberfläche, die das Auffinden und das Nutzen ermöglicht, bringt das schlicht nicht viel. Darüber hinaus gibt es nur eine spartanische Anleitung, die nicht wirklich hilft. Wer mehr Infos haben möchte, ist auf die Webseite des Herstellers angewiesen.

Technik-Fans, die kein Problem damit haben, schreckt das wohl nicht ab. Die Belohnung ist eine wirklich phänomenale Ausstattung. Neben den bereits erwähnten PS3-Connectivity-Funktionen gibt es beispielsweise ein UKW-Radio, einen automatischen Playlisten-Generator, der den Sound nach der Laune des Handy-Besitzers auswählt und GPS samt Geotagging-Optionen.

Für die Verbindung ins Internet stehen WLAN und UMTS inklusive Up- und Download-Turbo HSPA zur Verfügung. Der Browser ist nicht auf dem Niveau des iPhone-Safaris, aber vor allem für mobile Versionen von Nachrichtenseiten oder der Bahn-Fahrplanauskunft gut zu gebrauchen. Außerdem gibt es einen Youtube-Player. Die Videos sehen auf dem hellen Display übrigens gut aus.

Im Lieferumfang enthalten ist ein Cradle zum Aufladen und Synchronisieren des Ainos. Wer das Handy eindockt, hat das Display perfekt im Blick – ideal, um etwa Videos anzuschauen. Das Sony-Ericsson passt auch im aufgeschobenen Zustand in die Ladeschale. Damit hat der Nutzer Zugriff auf die Tasten, wenn er beispielsweise das PS3-Streaming nutzt.

Kabel ab

Außerdem findet sich ein Bluetooth-Adapter mit integriertem Mikrofon im Karton. Die mitgelieferten oder eigene Kopfhörer verbinden sich via 3,5-Millimeter-Klinke. Beim Test hat sich der Adapter sofort und problemlos mit Handy verbunden. Die Verbindung bleibt selbst dann bestehen, wenn man sich mehrere Meter vom Handy entfernt. Wirklich klein ist der Bluetooth-Dongle übrigens nicht – er entspricht von den Abmessungen her in etwa einem Finger. Dafür bringt er auch ein paar Tasten mit, die keine Fragen aufwerfen, und ist mit ein paar cool blinkenden LEDs ausgestattet.

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