Normalerweise würden wir eine fehlende Klinkenbuchse bei einem Multimedia-Handy wie dem Aino direkt auf die Negativliste setzen. Aber in diesem Fall drücken wir ein Auge zu, denn der Bluetooth-Adapter bringt noch einen zusätzlichen Mehrwert mit. Einziger Haken: Beim Anschluss eines Standard-Kopfhörers baumelt viel zu viel unnötige Kabelage an einem herab. Denn damit das Mikrofon in angemessenem Abstand zum Mund befestigt ist, bräuchten die Kopfhörerkabel nur wenige Zentimeter lang sein.

Wer über Bluetooth Musik hört, darf sich über eine ordentliche Soundqualität freuen. Im Vergleich zur kabelgebundenen Variante scheint zwar eine gewisse Detailtiefe verloren zu gehen, aber in der Praxis wirkt sich das kaum aus. Man wird schließlich nicht mit einem 1000-Euro-Kopfhörer im Wohnzimmer sitzen und dann das Aino anschließen.

Kamera? Vorhanden.

Während uns der MP3-Player des Handys samt Bluetooth-Adapter schon fast die Freudentränen ins Gesicht treibt, lässt uns die integrierte Kamera völlig kalt. 8,1 Megapixel lesen sich auf dem Papier zwar toll, aber die Bildqualität ist nur durchschnittlich. Farben wirken ebenso verwaschen wie Details im Bild.

Anstelle des von den Cyber-shot-Handys des gleichen Herstellers bekannten Xenon-Blitzes kommt hier eine LED-Leuchte zum Einsatz. Sie hellt dunkle Umgebungen nicht ausreichend auf – und selbst im Freien bei Tageslicht muss man das Aino noch sehr ruhig halten, um keine Verwackler auf die Speicherkarte zu bannen. Aber diese Punkte gelten schließlich für die meisten Mobiltelefone. Wer etwas besseres will, sollte sich nach einem „echten“ Kamerahandy umsehen oder besser gleich noch eine Kompakte mitnehmen.

Fazit

Sony Ericsson hat einen hervorragenden Job gemacht, was die Innovationen und die Anzahl der Features, die das Aino zu bieten hat, angeht. Dennoch überzeugt es uns nicht. Coole Ideen wie das Media-Streaming von der PlayStation 3 oder der Touchscreen-Mediaplayer klingen auf dem Papier ähnlich gut wie die hohe Foto-Auflösung, aber in der Praxis scheitert es schlicht an der nicht durchdachten Oberfläche und der inkonsistenten Bedienung. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt ein attraktives Handy mit erstklassiger Ausstattung und tollem Zubehör.

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