Kaufberatung Camcorder: HD oder SD, Flash oder Festplatte?

Was soll mit den resultierenden Videos geschehen? Sollen diverse Fehltritte von Freunden auf YouTube & Co. der Weltöffentlichkeit gezeigt werden? Oder hält das Material für einen Hochzeitsfilm her, der auf Blu-ray gebrannt für die Ewigkeit als Erinnerung dienen soll? Wer die fertigen Filmchen später in voller Pracht auf einem Full-HD-Fernseher bewundern möchte, braucht auch einen Full-HD-Camcorder. Wer einen alten Röhrenfernseher besitzt und kein Upgrade plant, dem reicht Standard-Definition aus.

Full-HD mit 1920 mal 1080 Pixeln: leinwandreif

Für höchste Ansprüche an die Bildqualität gibt es nur eines: Full-HD, also eine Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Allerdings zieht die hohe Pixelzahl einige Konsequenzen nach sich. So erfordert die Verarbeitung der resultierenden Clips einen leistungsstarken Rechner. Computer, die nicht mindestens über einen schnellen Dual-Core-Prozessor und 4 GByte Arbeitsspeicher verfügen, eignen sich nicht für den Videoschnitt von hochauflösendem Material.

Ein weiterer Punkt sind die Kosten. Ein hochauflösender Bildsensor ist technisch anspruchsvoller. Zudem muss die Optik aufwändiger gefertigt sein, da sich Ungenauigkeiten bei höheren Auflösungen stark bemerkbar machen. Nicht zuletzt beansprucht Full-HD-Video extrem viel Speicherplatz – und der belastet den Geldbeutel ebenfalls.

HD-Video mit 1280 mal 720 Pixeln: seltener Kompromiss

Camcorder, die maximal in 1280 mal 720 Pixel aufnehmen, sind rar gesät. Diese Auflösung findet sich hauptsächlich bei den bereits angesprochenen Pocket Camcordern und bei Digitalkameras mit Videofunktion. Aufgrund der gegenüber Full-HD grob halbierten Pixelzahl schrumpfen die Anforderungen an die bildverarbeitende Elektronik, den Speicherbedarf und den Videoschnittrechner ein ganzes Stück. Klassische Camcorder im Röhrendesign mit seitlicher Trageschlaufe gibt es kaum noch mit 720p-Auflösung.

Standard-Definition: schnell und einfach

Auch wenn sich Standard Definition hier am unteren Ende der Skala bewegt – schlecht sind die Ergebnisse auf keinen Fall. In puncto Auflösung entspricht SD immerhin noch DVD-Qualität. Das bedeutet, der Camcorder zeichnet mit 720 mal 576 Bildpunkten auf – rund ein Fünftel der Pixelzahl von Full-HD. Standard-Defintion-Geräte sind sehr günstig erhältlich und verfügen teilweise über Features, mit denen die Full-HD-Konkurrenz nicht mithalten kann. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.


Verschiedene Aufnahmeformate im direkten Größenvergleich

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Kaufberatung Camcorder: HD oder SD, Flash oder Festplatte?

  • Am 1. Dezember 2009 um 16:51 von Juergen Schulze

    Danke
    Vielen dank für diese gelungene erste Einführung.
    Jetzt weiß ich zumindestest, dass mir die Standard-Auflösung noch völlig genügt.

    • Am 9. November 2010 um 07:37 von Klaus

      AW: Danke
      Sehe ich auch so. Man muss angefangen beim PC, Software, DVD-Abspieler usw alles umstellen oder neu kaufen. Ich brauchte gestern mit einem guten DualCore für 5 Minuten Film aus einer Sony WX5 eine halbe Stunde für den Film. Mit Pinnacle Studio 12. Ohne Musik und ohne Überblendungen udgl. HD-Videokhea ist für mich auch erstmal erledigt.

  • Am 2. Juni 2011 um 15:38 von Stefan

    SD völlig ausreichend für super gute Camcorder zu Spitzenpreisen
    Ich habe mich im Vorfeld (vor diesem Artikel) schon erkundigt für den kommenden und deren kommenden Urlauben. Man(n) will halt doch nicht nur Digicam-Fotos machen, sondern auch "bewegende" Momente festhalten.
    Ich entschied mich nun vor gut einer Woche für einen Standard-Definition-Camcorder, weil jender Camcorder (Marke und Typ werde ich hier aus evtl. rechtlichen Sachen nicht posten) super Funktionen und Features hatte, was mir ein HD-Camcorder teils nicht geboten hätte und das doppelte oder 3-fache des Preises gekostet hätte.
    Mein Camcorder wurde auch hier im Artikel besprochen, 70x fach optischer Zoom, mechanischer Bildstabilisator, SD-Speicher bis zu 32 GB. Die Akkus sind halt so ….teuer, aber bei der "Bucht" kann man sich, auch wenns unschön aussieht, teils recht brauchbare Akkus zu sehr erschwinglichen Preisen kaufen (15-20 Euro, wo der Herstellerakku im Preis von 60-70 Euro läge).

    Letztendlich kann ich jedem "Spontan-Ab und zu – Filmer" eine SD-Camcorder ans Herz legen, welcher im Preisgehabe von ca. 200-250 Euro liegt und top ausgestattet ist. Sollte man später das Camcorden als Hobby haben, oder einen HD-Fernseher besitzen, kann man sich in 2-3 Jahren auch noch einen HD-Camcorder kaufen.
    Nur jetzt schon auf 500-1000 Euro Geräte einzusteigen und dann im Jahr 2x Geburtstage und 2x Urlaube zu filmen, reicht ein SD-Camcorder völligst aus, was ja auch – wie aus dem Bericht von cnet.de entnommen werden kann) eine gute DVD-Qualität zu Stande bringt.

    Perfekt für mich, auch perfekt für andere…..

    Grüße Stefan

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