Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

Die Lösung

Wir konzentrieren uns bei der Suche also auf den Privatkundensektor. Denn nur hier sehen wir die Möglichkeit, für vertretbares Geld an eine Lösung zu kommen. Der Netzwerkausstatter Netgear beispielsweise hat einen WLAN-Router im Programm, der den Internet-Zugang per UMTS statt DSL aufbaut. Das Modell hört auf den wenig einprägsamen Namen MBR624GU, aber uns ist die Funktionalität wichtiger als die Produktbezeichnung. Noch dazu passt das Gerät bestens in unser Budget: Preisvergleichsdienste listen den funkenden Kasten bereits für um die 70 Euro. Also: Her damit!

Netgear MBR624GU
Die Lösung unseres Problems: Der Netgear MBR624GU baut die Internet-Verbindung über einen angesteckten USB-UMTS-Stick auf und stellt es an vier Netzwerkports auf der Rückseite sowie via WLAN zur Verfügung.

Kaum ist das Paket hier, gehen wir die nächsten Schritte an. Einen SIM-Kartenslot hat der MBR624GU nicht – und demnach auch kein internes UMTS-Modem. Stattdessen findet sich eine USB-Buchse an der Rückseite, auf der Unterseite der Verpackung sowie im Internet listet der Hersteller kompatible UMTS-USB-Sticks auf. Griffbereit haben wir einen Web’n’Walk Stick III von T-Mobile sowie eine SIM-Karte samt Datenflatrate von Vodafone – eine etwas unglücklich wirkende Kombination. Um so überraschter sind wir, als wir den Aufbau auf dem Schreibtisch testweise in Betrieb nehmen. Wir verbinden das Notebook via Netzwerkkabel mit dem Router, greifen über den Standard-Namen des Netgears, www.routerlogin.com, auf das Web-Interface zu, wählen mit Vodafone den Provider aus, geben die SIM-PIN ein und konfigurieren das kabellose Netzwerk. Achtung: Verschlüsselung nicht vergessen, ansonsten wird’s schnell teuer. Auf Anhieb steht ein WLAN-Netz zur Verfügung – über HSDPA, versteht sich. Damit erreichen wir Download-Raten von knapp zwei Megabit pro Sekunde. Das ist immerhin auf dem Niveau langsamer DSL-Verbindungen und reicht problemlos aus, um zu surfen oder Youtube-Videos zu streamen. Ganz so flott wie über eine Kabelverbindung wirkt der Seitenaufbau zwar nicht, aber wir sind zufrieden.

Strom im Auto

Zwischen dem Schreibtisch im Büro und dem Handschuhfach im Auto gibt es nur noch einen gravierenden Unterschied: Hier haben wir eine Mehrfachsteckdose, in die das mitgelieferte Netzteil passt. Im Auto gibt es 12 statt 230 Volt – und eine Zigarettenanzünderbuchse statt Schuko.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

  • Am 26. Januar 2010 um 11:15 von Joachim Schwendtner

    MacBook als Hotspt
    Ich habe noch eine andere Verbindung getestet und es hat super geklappt:

    Airport-Netzwerk anlegen ("Computer-zu-Computer Netzwerk" erstellen)

    MacBook mit Mobilem Internet verbinden
    bei Systemeinstellungen > Freigaben > Internetfreigabe aktivieren
    Verbindung über Huawei (oder anderes Modem) freigeben
    mit Computern über Airport verbinden

    Joachim

    • Am 6. September 2010 um 15:11 von Gast

      AW: MacBook als Hotspt
      Software-Lösungen gibt es auch für Handys. Man kann dann das Handy als WLAN-Hotspot nutzen. Mit etwas eingeschränkter Funktion ist das sogar kostenlos. JoikuSpot Light zum Beispiel.

  • Am 18. April 2011 um 13:48 von Florian Kempff, IPmotion GmbH

    Betriebszulassung
    Schöner Bericht, hat mich selbst an unsere Gehversuche von zehn Jahren erinnert, siehe http://www.livetaxi.de/projekt.html

    Aber bei aller Liebe: Wenn das ABS spinnen sollte (Worstcase) oder mehr Funklöcher als Autobahnbrücken zu sehen sein sollten, dann geht es auch anders…

    Viele Grüße,
    Florian Kempff

  • Am 12. Juli 2011 um 19:02 von Larry

    Vergleich von Äpfeln und Birnen
    Mag sein, dass man mit dem Handy oder Mac-Book auch entsprechende Verbindungen basteln kann, der CAR-A-WAN ist, wenn ich das richtig gelesen habe, wohl ein spezielles CE-zertifiziertes Bauteil. Ich würde Äpfel mit Birnen nicht unbedingt vergleichen.

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