Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

Von einem unserer letzten Umbauten – wir haben einen HD-Projektor in einer G-Klasse montiert, um ein fahrbares Autokino zu erhalten – haben wir noch einen Wechselrichter. Er transformiert die niedrige Batteriespannung des Fahrzeugs auf Haushaltsniveau und stellt eine normale Steckdose zur Verfügung. Für diesen Zweck ist er zwar eigentlich komplett überdimensioniert – stellt er doch eine Leistung von 1000 Watt zur Verfügung, die der Beamer samt Soundsystem benötigt. Unser Routerchen kommt aber bereits mit 7 bis 8 Watt aus, sagt das Messgerät. Noch dazu ist der große Trafo nicht für den spontanen Einsatz gedacht: Er wird nicht mit dem Zigarettenanzünder verbunden, sondern über dicke Kabel direkt mit der Batterie.

Spannungswandler
Spannungswandler: Er begnügt sich mit 12 Volt der Autobatterie und stellt eine normale Steckdose zum Anschluss beliebiger Geräte zur Verfügung.

Wir machen uns also auf die Suche nach einer kleineren Variante. Pearl beispielsweise hat ein 200-Watt-Modell für 30 Euro im Angebot. Aber auch das ist noch viel zu viel, und es widerstrebt uns, 12 Volt auf 230 hochzutransformieren, um dann mit dem Netgear-Steckernetzteil wieder auf die Routerbetriebsspannung von ebenfalls 12 Volt zu kommen. Das muss doch auch einfacher gehen.

Kurzzeitig kommt uns in den Sinn, den Router einfach direkt an das Bordnetz des Autos anzuschließen. Aber die Idee verwerfen wir schnell – die Spannung im Fahrzeug ist nicht stabilisiert. Zwischen 11 und 14 Volt taucht alles auf, und Spannungsspitzen, etwa beim Anlassen des Motors, sind nicht auszuschließen. Wir machen uns also auf die Suche nach einem 12-Volt-Adapter. Das gestaltet sich tatsächlich schwieriger als gedacht, da beispielsweise Standard-Netzteile fürs Notebook höhere Spannungen ausgeben.

Diverse Modelle sind ab gut 20 Euro zu haben. Durch Zufall stolpern wir über die Information, dass Netgear selbst demnächst einen passenden Car-Adapter anbieten wird. Dessen Name – CARP1000-10000S – ist zwar nicht weniger kryptisch als der Name des Routers, aber mit einem Preis von 20 bis 30 Euro und der Garantie, dass die Spannung, Strom und Auslegung perfekt passen, überzeugt der Zweck. Stecker in den Zigarettenanzünder, WLAN-Router samt USB-Stick ins Handschuhfach, und fertig ist unser fahrender Hotspot. Und er funktioniert sogar!

Netgear Stromadapter CARP1000-10000S
Der Adapter passend zum Router: Netgears CARP1000 ist ab demnächst erhältlich. Wir rechnen mit Preisen um 20 bis 30 Euro.

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4 Kommentare zu Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

  • Am 26. Januar 2010 um 11:15 von Joachim Schwendtner

    MacBook als Hotspt
    Ich habe noch eine andere Verbindung getestet und es hat super geklappt:

    Airport-Netzwerk anlegen ("Computer-zu-Computer Netzwerk" erstellen)

    MacBook mit Mobilem Internet verbinden
    bei Systemeinstellungen > Freigaben > Internetfreigabe aktivieren
    Verbindung über Huawei (oder anderes Modem) freigeben
    mit Computern über Airport verbinden

    Joachim

    • Am 6. September 2010 um 15:11 von Gast

      AW: MacBook als Hotspt
      Software-Lösungen gibt es auch für Handys. Man kann dann das Handy als WLAN-Hotspot nutzen. Mit etwas eingeschränkter Funktion ist das sogar kostenlos. JoikuSpot Light zum Beispiel.

  • Am 18. April 2011 um 13:48 von Florian Kempff, IPmotion GmbH

    Betriebszulassung
    Schöner Bericht, hat mich selbst an unsere Gehversuche von zehn Jahren erinnert, siehe http://www.livetaxi.de/projekt.html

    Aber bei aller Liebe: Wenn das ABS spinnen sollte (Worstcase) oder mehr Funklöcher als Autobahnbrücken zu sehen sein sollten, dann geht es auch anders…

    Viele Grüße,
    Florian Kempff

  • Am 12. Juli 2011 um 19:02 von Larry

    Vergleich von Äpfeln und Birnen
    Mag sein, dass man mit dem Handy oder Mac-Book auch entsprechende Verbindungen basteln kann, der CAR-A-WAN ist, wenn ich das richtig gelesen habe, wohl ein spezielles CE-zertifiziertes Bauteil. Ich würde Äpfel mit Birnen nicht unbedingt vergleichen.

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