Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

Der richtige Tarif

Für den dauerhaften Einsatz im Auto wäre natürlich eine feste Verkabelung der Stromversorgung besser. Außerdem würden wir in dem Fall eine externe UMTS-Antenne sowie eine externe WLAN-Antenne empfehlen. Letztere lässt sich an unserem MBR624GU leider nicht anbringen – das ist eben der Preis für den fahrenden UMTS-Hotspot zum Schnäppchentarif.

In der Garage neben dem Haus und in der Tiefgarage unterm Büro benötigen wir das eigene WLAN aber ohnehin nicht – und unter dem Dauerbetrieb würde die Autobatterie leiden. So verschwindet also einfach das Stromkabel bei Nichtgebrauch im Handschuhfach. Ist WLAN nötig, stecken wir das Kabel einfach wieder ein – fertig.

Jetzt fehlt nur noch der richtige Tarif. Echte UMTS-Flatrates sind rar gesäht – ein maximales Datenvolumen von 5 GByte im Monat hat sich als Quasi-Standard etabliert. Das sollte auch ausreichen. Die Provider stellen für so einen Tarif zwischen 20 und 40 Euro monatlich in Rechnung. Eine Menge Holz, wenn man das Netz nur gelegentlich benötigt. Passender sind da schon Tagesflatrates. Bei Fonic kostet ein Kalendertag ohne Zeit- oder Trafficbegrenzung 2,50 Euro. Wer nicht surft, muss auch nichts bezahlen. Der Anbieter hat auch gleich einen HSDPA-Stick für 60 Euro im Programm, der zu dem Netgear-Router kompatibel sein müsste.

Hotspot im Auto
Der Versuchsaufbau: Netgear-Router mit WLAN-Antenne, am Kabel hängt der UMTS-Stick. Ab in’s Handschuhfach damit – fertig ist der Hotspot im Auto.

Fazit

Aus unserem ambitionierten Selbstbauprojekt ist – nach einiger Recherche – eine simple Angelegenheit geworden. Wer die richtigen Produkte kennt, ist mit rund 160 Euro dabei. Dafür gibt es dann einen UMTS-Stick, der sich auch abseits des Access-Points nutzen lässt, einen WLAN-Router und die passende Stromversorgung für das Auto. Kabel verlegen, Antennen montieren und so weiter ist nicht einmal nötig.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

  • Am 26. Januar 2010 um 11:15 von Joachim Schwendtner

    MacBook als Hotspt
    Ich habe noch eine andere Verbindung getestet und es hat super geklappt:

    Airport-Netzwerk anlegen ("Computer-zu-Computer Netzwerk" erstellen)

    MacBook mit Mobilem Internet verbinden
    bei Systemeinstellungen > Freigaben > Internetfreigabe aktivieren
    Verbindung über Huawei (oder anderes Modem) freigeben
    mit Computern über Airport verbinden

    Joachim

    • Am 6. September 2010 um 15:11 von Gast

      AW: MacBook als Hotspt
      Software-Lösungen gibt es auch für Handys. Man kann dann das Handy als WLAN-Hotspot nutzen. Mit etwas eingeschränkter Funktion ist das sogar kostenlos. JoikuSpot Light zum Beispiel.

  • Am 18. April 2011 um 13:48 von Florian Kempff, IPmotion GmbH

    Betriebszulassung
    Schöner Bericht, hat mich selbst an unsere Gehversuche von zehn Jahren erinnert, siehe http://www.livetaxi.de/projekt.html

    Aber bei aller Liebe: Wenn das ABS spinnen sollte (Worstcase) oder mehr Funklöcher als Autobahnbrücken zu sehen sein sollten, dann geht es auch anders…

    Viele Grüße,
    Florian Kempff

  • Am 12. Juli 2011 um 19:02 von Larry

    Vergleich von Äpfeln und Birnen
    Mag sein, dass man mit dem Handy oder Mac-Book auch entsprechende Verbindungen basteln kann, der CAR-A-WAN ist, wenn ich das richtig gelesen habe, wohl ein spezielles CE-zertifiziertes Bauteil. Ich würde Äpfel mit Birnen nicht unbedingt vergleichen.

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