Dell Adamo XPS: das flachste 13,4-Zoll-Notebook der Welt

von Dan Ackerman und Stefan Möllenhoff am , 17:05 Uhr

Pro
  • extrem flaches Gehäuse
  • ausgefallenes Design
  • LED-Hintergrundbeleuchtung
  • SSD-Festplatte
Con
  • hakeliger Klappmechanismus
  • kein optisches Laufwerk
  • teuer
Hersteller: Dell Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,5 von 10 Punkte
Fazit:

Bei soviel Eleganz und Schlankheit kann die magersüchtige Notebook-Konkurrenz à la MacBook Air einpacken. Das Dell Adamo XPS stellt seine Marktbegleiter in puncto Design definitiv in den Schatten. Wie in der Riege der Ultraflachen üblich, fehlen dem Dell-Boliden allerdings Ausstattungsmerkmale wie ein optisches Laufwerk. Außerdem ist der Preis nicht gerade niedrig.

Seit September zeigt Dell auf seiner Website ein wenig aussagekräftiges Foto eines ultraflachen Notebooks. Abgesehen von der Dicke von 9,99 Millimetern verriet der Hersteller lange Zeit weder technische Daten noch zeigte er weitere, aussagekräftigere Bilder. Nur zögerlich sickerten einige wenige Details in den aufnahmebereiten Boden der laptopbegeisterten Internetwelt. Unsere Kollegen aus den USA hatten die Gelegenheit, einen kurzen Blick auf einen Prototypen des Dell Adamo XPS zu werfen.

Wie in vielen anderen Bereichen nimmt Apple [1] auch im Segment der ultraflachen Notebooks eine Vorreiterposition ein. Lange Zeit war das MacBook Air mit einer Dicke von 1,9 Zentimetern der dünnste Laptop der Welt. Mit dem Adamo schaffte Dell es zunächst, die Flunder mit dem angebissenen Apfel um 0,3 Zentimeter zu überholen. Jetzt kommt der Nachfolger mit dem Namenszusatz XPS auf den Markt, der mit 9,99 Millimetern sogar flacher als das iPhone ist.

Design

Das Adamo XPS wirkt geradezu lächerlich dünn, insbesondere für ein 13-Zoll-Notebook [2]. Im Gegensatz zum federleichten Sony Vaio X [3] fühlt sich das Dell-Notebook deutlich schwerer an als es aussieht. Trotz Solid-State-Speicher wiegt der Mobilrechner fast 1,5 Kilogramm – also doppelt so viel wie Sonys Flunder.

Der Öffnungsmechanismus des Adamo XPS ist nach der extrem geringen Dicke der zweite außergewöhnliche Designaspekt. Um den Verschluss zu entriegeln, streicht der Anwender mit dem Finger über einen berührungsempfindlichen Bereich auf der Vorderseite des Gehäuses, wo sich bei der Konkurrenz zu diesem Zweck für gewöhnlich ein mechanischer Schieber findet. Der Displaydeckel ist hinten ein Stück länger als die Unterschale des Notebooks. Dadurch kippt die Tastatur beim Aufklappen in eine ergnomischere Tippposition.

Leider funktioniert der Klappmechanismus bei unserem Prototypen nicht so sanft, wie wir es uns wünschen. Die Scharniere sind nicht leichtgängig genug, und so bleibt die Tastatur beim Anheben des Displaydeckels nicht auf dem Tisch, sondern bewegt sich mit nach oben. Wir müssen das Keyboard mit der anderen Hand festhalten. Allerdings vermuten wir, dass Dell hier noch nachbessern wird.


Dank des außergewöhnlichen Klappmechanismusses steht das Dell Adamo XPS angewinkelt auf dem Schreibtisch.

Dank des um etwa 20 Grad angestellten Keyboards tippt es sich auf dem Adamo XPS deutlich besser als auf der ebenerdigen Notebook-Konkurrenz. Positiv fallen außerdem die komplett aus Metall bestehenden Tasten und das außergewöhnlich große Touchpad auf.

Ausstattung

Nachdem sich die Anschlüsse seitlich am Displaydeckel befinden, scheint Dell den Großteil der Elektronik hinter dem Bildschirm zu verbauen. An Buchsen stehen zweimal USB, einmal Mini-DisplayPort sowie Netzanschluss und Kopfhörerausgang zur Verfügung. Die Anzeige selbst misst 13,4 Zoll und löst 1366 mal 768 Pixel auf.

Angesichts der Tatsache, dass Dell ein LED-Display, eine 128-GByte-SSD und einen Core-2-Duo-ULV-Prozessor von Intel mit 1,4 GHz verbaut, sind wir zuversichtlich, was die Laufzeit des Systems angeht. Der Hersteller gibt 2,5 Stunden mit dem Standard-Akku an. Mit stärkerem Stromspeicher sollen beim Adamo XPS erst nach 5 Stunden die Lichter ausgehen. Vermutlich gelten diese Werte allerdings nur, wenn WLAN nach IEEE 802.11 a/g/n deaktiviert ist und das Notebook nicht über Bluetooth kommuniziert. Der CPU stehen übrigens 4 GByte Arbeitsspeicher mit einer Taktfrequenz von 800 MHz zur Seite. Als Betriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz.

Ausblick

Mit seinem kompromisslosen Design wird das Adamo XPS die Konkurrenten Sony [5] Vaio X und HP Envy 13 vom Aufmerksamkeitsthron stoßen. Allerdings dürfte die Zielgruppe des Dell-Notebooks aufgrund des hohen Preises relativ klein sein – in den USA liegt der Preis für die schwächste Ausstattung bei umgerechnet 1200 Euro. Daran ist allerdings nichts falsch, denn wie beispielsweise auch bei Autos üblich wird die Technologie der High-End-Modelle in den nächsten Generationen auch in die Mainstream-Produktlinie durchsickern. Sobald wir eine Serienversion des Dell Adamo XPS in den Händen halten, werden wir einen ausführlichen Einzeltest veröffentlichen. Der Flachmann soll hierzulande noch vor Weihnachten erhältlich sein.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41522527/dell-adamo-xps-das-flachste-13-4-zoll-notebook-der-welt/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/

[3] Sony Vaio X: https://www.cnet.de/blogs/alpha/messen/ifa2009/41502344/ifa+2009+sony+zeigt+mit+vaio+x+ein+14+millimeter+flaches+11_1_zoll_notebook.htm

[4] 9,99-Millimeter-Flunder: ein erster Blick auf das Dell Adamo XPS: https://www.cnet.de/41522536/9-99-millimeter-flunder-ein-erster-blick-auf-das-dell-adamo-xps/?pid=1#sid=41522527

[5] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/