Weiteres Zubehör

Zusätzlich zu dem Gehäuse und den beiden Aufnahmemodulen hat Ricoh heute einen externen Blitz und einen elektronischen Aufstecksucher vorgestellt. Der Blitz überzeugt mit einem neigbaren Kopf und einer Reihe von manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Zudem besitzt er einen Weitwinkelvorsatz und einen ausschiebbaren Bouncer.


Neben dem Kameragehäuse und den zwei Aufnahmemodulen hat Ricoh einen Blitz und einen digitalen Aufstecksucher vorgestellt.

Das Display in dem angenehm großen Sucher löst 920.000 Bildpunkte auf. Damit gehört die Sehhilfe definitiv zu den besseren, die wir bislang gesehen haben. Leider verfügt die Ricoh GXR nur über einen Zubehörschuh. Wer den externen Blitz nutzen möchte, muss also auf den Sucher verzichten – und andersherum. Immerhin bietet die Kamera auch einen integrierten Blitz.

Ausblick

Günstig ist das System nicht. Die unverbindliche Preisempfehlung für Gehäuse plus S10- und A12-Modul liegt bei saftigen 1499 Euro. Für soviel Geld gibt es auch eine digitale Spiegelreflexkamera à la Canon EOS 500D und zusätzlich eine kompakte Ergänzung wie die Canon Powershot G11. Der Vorteil des Ricoh-Systems besteht allerdings in der unschlagbaren Kompaktheit und der enormen Modularität. Ein Mitarbeiter des Konzerns hat uns auf einer Presseveranstaltung verraten, dass der japanische Hersteller unter anderem über Fotodrucker, Projektoren und Massenspeicher mit einer entsprechenden Schnittstelle nachdenkt. Eine einsteckbare Festplatte beispielsweise ließe sich auf langen Fotosafaris als Backupspeicher nutzen.

Das nächste Modul soll zunächst Fotos schießen und mit einem Teleobjektiv sowie einem schnellen CMOS-Sensor ausgestattet sein. Das an Actionfotografen adressierte Paket wird vermutlich im ersten Viertel 2010 in den Handel kommen. Ricoh plant, jedes Quartal mindestens ein neues Modul auf den Markt zu werfen.

Ab jetzt spekulieren wir: Wie wäre es denn mit einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv? Oder einen Foveon-Sensor von Sigma, wie er in der DP2 zum Einsatz kommt? Interessant wären natürlich auch Module, die über einen Bajonettanschluss für Micro-Four-Thirds- oder gar Canon- und Nikon-Optiken verfügen. In Verbindung mit einem entsprechenden Bildsensor könnte Ricoh so möglicherweise etliche Stammkunden dazu bewegen, in das GXR-Gehäuse und ein entsprechendes Modul zu investieren, statt in einen neuen DSLR-Body. Angesichts der Überraschung, die uns Ricoh bereits beschert hat, würde uns nichts mehr wundern.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Angetestet: Ricoh GXR greift Micro-Four-Thirds an

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *