Loewe Connect 42 Media Full-HD+ 100 DR+

von Alex Jennings am , 17:20 Uhr

Pro
  • aufwändiges Design
  • meist exzellente Bildqualität
  • überragender Klang
  • brillante Multimediafähigkeiten
  • upgradefähig mittels Modulen
Con
  • sehr teuer
  • Bildeinstellungen sind mit Vorsicht zu genießen
  • leichte Artefaktbildung durch die Bewegungsverarbeitung
  • nicht perfekte Schwarzwerte
Hersteller: Loewe Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,9 von 10 Punkte
Fazit:

Dank zahlreicher Verbesserungen und Upgrades ist der neue Loewe Connect 42 Media Full-HD+ 100 DR+ ein deutlich besserer Fernseher als das im letzten Jahr von uns getestete Modell Connect 37 Media Full-HD+ DR+. Das gilt nicht nur in Sachen Leistung, sondern auch in Bezug auf die Multimediafunktionalität.

Der Name Loewe steht für extravagante Technik für das Wohnzimmer. Die Fernseher des Herstellers gehörten seit jeher mit zum Besten, was der Markt hergibt. Nun hat der Konzern seine HD-TV-Serie Connect auf den neuesten Stand gebracht. Wir testen, ob er damit die hohen Ansprüche seiner Kunden erfüllt.

Wer sich noch an unseren Test des Loewe Connect 37 Media Full-HD+ DR+ [1] aus dem letzten Jahr erinnert, wird sich fragen, wieso wir das Gerät noch einmal unter die Lupe nehmen. Dafür gibt es einen guten Grund: Der Connect 42 Media Full-HD+ 100 DR+ besitzt nämlich nicht nur ein größeres Display als das bereits getestete Modell. Im Gegensatz zu anderen Herstellern bringt der deutsche Premium-Hersteller nicht ständig neue Produkteserien auf den Markt, sondern verbessert und upgradet stattdessen seine bestehenden Geräte. So heißt der Connect aus dem Jahre 2009 zwar noch genauso wie das Modell aus 2008, unterscheidet sich aber dennoch grundlegend von seinem Vorgänger. Der neue, 42 Zoll große LCD-TV mit Full-HD [2]-Auflösung ist in der Grundausstattung für 3600 Euro erhältlich.

Design

Wie alle Loewe-Fernseher ist auch der Connect 42 ein wahres Meisterwerk. Das Äußere begeistert durch eine Linienführung mit subtilen Kurven an den richtigen Stellen, eine überragende Fertigungsqualität und liebevolle Details. Das Gehäuse des TVs ist in Klavierlackschwarz, glänzendem Weiß und Silber erhältlich.


Der Standfuß des neuen Connect-Fernsehers von Loewe sieht deutlich schicker aus als der des Modells aus dem Jahr 2008.

Der Standard-Tischstandfuß des 42-Zöllers hat beim diesjährigen Modell eine X-Form. Zusammen mit seiner schimmernden, verchromten Oberfläche sieht er so deutlich eleganter aus als der der letztjährigen Version. Der Tischstandfuß ist – wie immer bei Loewe – nur eine Aufstellungsmöglichkeit von vielen. Alle verfügbaren Varianten sind auf der Hersteller-Website ausführlich beschrieben – und alle sehen beeindruckend aus.

Der Connect 42 ist aber nicht nur wegen seines Designs interessant. Zusätzlich bietet er zahlreiche Upgrade-Möglichkeiten. Mittels Modulen lassen sich seine Funktionen weit über die üblichen hinaus erweitern. Daunter sind unter anderem Single- oder Twin-Tuner für den Satellitenempfang, ein Dolby-Digital-/DTS-Modul und eine motorisierte Kontrolleinheit.

Einige der Upgrades zeigen klar, dass Loewe nicht nur Fernseher herstellt. Auch Designer-AV-Geräte, Multi-Room-Systeme und hochwertige Surround-Sound-Lösungen gehören zur Produktpalette des Herstellers. All diese Komponenten passen optisch perfekt zueinander – und somit auch zum Connect 42.

Hinzu kommt, dass Käufer des Fernsehers das Gerät nicht selbst aufstellen und anschließen müssen. Loewe schickt dafür Profis, die die Konfiguration des Geräts ideal an die Umgebung anpassen. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass der Connect 42 deutlich mehr kostet als ein Standard-42-Zöller [3].

Ausstattung

Im Gegensatz zum letztjährigen Modell hat der neue Connect nun drei anstatt der vorher zwei HDMI [4]-Ports, was eine entscheidende Verbesserung ist. Zusätzlich finden sich zwei USB-Buchsen und eine Ethernet-Schnittstelle am Gerät.

Über den LAN-Anschluss – oder wahlweise via WLAN – verbindet sich der Fernseher mit PCs und gibt davon bereitgestellte Video-, Foto- und Musikstreams wieder. Außerdem beherrscht der Loewe zahlreiche Dateiformate, wodurch die USB-Buchsen extrem nützlich sind. Zudem ist er in der Lage, gleichzeit auf beide Ports zuzugreifen. So spielt er beispielsweise eine Foto-Slideshow von einem Stick ab und untermalt sie mit Musik von einem anderen.

Das neue Modell greift außerdem auf Internet-Radiokanäle zu. Zu den unterstützten Medienformaten zählen unter anderem die Audiocodecs FLAC [5], WAV [6], MP3, AAC [7] (komprimiert und verlustlos) und AIFF [8] sowie die Video-Typen WMV [9], DivX [10], Xvid [11], AVI [12] und H.264 [13]. Die einzigen Formate, die uns abgehen, sind Quicktime [14] und MPEG-4 [15]. Allerdings gibt es reichlich kostenlose Konvertierungstools [16], die das Problem nichtig machen.

Uns fällt auf, dass Loewe das Interface seines Netzwerk-Players deutlich verbessert hat. Es wirkt nun aufgeräumter und ist logischer aufgebaut. Dadurch ist es speziell für Käufer mit riesigen Multimediasammlungen einfacher, zur gewünschten Datei zu gelangen. Besonders gut gefällt uns beispielsweise die Möglichkeit, Dateien mittels ihres ersten Buchstabens zu suchen, anstatt stundenlang durch eine Liste scrollen zu müssen.

Außerdem stattet Loewe den Connect 42 mit einer freien Linzenz von TwonkyMedias Mediaserver [17] aus. Im Gegensatz zu vorher ist jetzt ein Update des Netzwerk-Mediaplayers über das Internet möglich.

Ein weiteres tolles Extra des Fernsehers ist sein eingebauter Festplatten-Videorekorder mit der Bezeichnung „DR+“. Er nimmt DVB-T [18]-Sendungen auf seine nun 250 GByte große Festplatte auf. Damit bietet er im Vergleich zur alten 160-GByte-Version deutlich mehr Kapazität. Die Qualität aufgezeichneter Sendungen ist sehr hoch.

Das letzte interessante Feature der neuen Generation ist eine iPhone [19] App. Sie erlaubt ein Synchronisieren der Radio-Favoritenliste des TVs mit dem Smartphone [20], wodurch Anwender ihre Lieblingssender auf dem Apple [21]-Handy anhören.

Leistung

Mit einer derartigen Ausstattung wäre es eine Schande, wenn der Connect 42 in unserem AV-Qualitätstest durchfallen würde. Glücklicherweise meistert der Loewe auch diese Hürde mit Bravour.

Der Sound des Fernsehers ist einfach erstklassig und lässt jeden anderen Flachbild-TV alt aussehen. Das Bild des Connect 42 ist zwar nicht ganz so überragend wie sein Klang, dennoch ist es sehr gut – in einigen Bereichen sogar exzellent. Farben sehen beispielsweise gut gesättigt und äußerst natürlich aus. Lediglich Hautfarben wirken teils etwas blass. Dafür leistet der Loewe bei Farbüberblendungen ausgezeichnete Arbeit.

Noch beeindruckender als die Farbwiedergabe ist die Bewegungsverarbeitung des Fernsehers. Der Connect 42 verfügt über ein 100-Hz-System und den Bildprozessor Image+ Active [22], der im Vergleich zum letztjährigen Modell für deutlich mehr Feinheiten sorgt. Die gesamte Bewegungsverarbeitung leistet hervorragende Arbeit und verhindert Ruckeln vollständig. Außerdem erhöht sie die Schärfe bei schnellen Bildänderungen merklich. Besonders bei Blu-ray-Discs mit einer Wiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde ist der Unterschied eklatant.

Image+ Active übernimmt auch das Hochskalieren von SD-Material auf die 1080p [2]-Auflösung des Displays. Das Ergebnis ist ebenfalls sehr gut, allerdings kommt die volle Pracht des Panels erst bei HD-Bildern richtig zur Geltung. Blu-ray-Filme sehen gestochen scharf und unwahrscheinlich detailliert aus.

Allerdings hindern den Connect 42 einige kleine Macken davon, die Führung in seiner Klasse zu übernehmen. Bei sehr dunklen Szenen kommt es zu einer leichten Wolkenbildung. Zudem treten um schnell bewegte Objekte schimmernde Bildstörungen auf. Diese sind auf die sonst perfekte Bewegungsverarbeitung zurückzuführen.

Fazit

Nicht jeder ist bereit, satte 3600 Euro für einen 42 Zoll großen Flachbildfernseher auszugeben. Dennoch schlägt sich der Loewe Connect 42 Media Full-HD+ 100 DR+ unserer Meinung nach so gut, dass er seinen Preis durchaus rechtfertigt. Besonders Käufer, die bereits andere AV-Komponenten von Loewe ihr Eigen nennen, werden von diesem HD-TV begeistert sein.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41523093/loewe-connect-42-media-full-hd-100-dr/

URLs in this post:

[1] Loewe Connect 37 Media Full-HD+ DR+: https://www.cnet.de/tests/tv/39190186/loewe+connect+37+media+full_hd_+dr.htm

[2] Full-HD: http://de.wikipedia.org/wiki/1080p

[3] Standard-42-Zöller: https://www.cnet.de/tests/tv/archiv/c9999999-r5T1/

[4] HDMI: http://de.wikipedia.org/wiki/High_Definition_Multimedia_Interface

[5] FLAC: http://de.wikipedia.org/wiki/Flac

[6] WAV: http://de.wikipedia.org/wiki/Wav

[7] AAC: http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Audio_Coding

[8] AIFF: http://de.wikipedia.org/wiki/Aiff

[9] WMV: http://de.wikipedia.org/wiki/Wmv

[10] DivX: http://de.wikipedia.org/wiki/Divx

[11] Xvid: http://de.wikipedia.org/wiki/Xvid

[12] AVI: http://de.wikipedia.org/wiki/Audio_Video_Interleave

[13] H.264: http://de.wikipedia.org/wiki/H.264

[14] Quicktime: http://de.wikipedia.org/wiki/Quicktime

[15] MPEG-4: http://de.wikipedia.org/wiki/MPEG_4

[16] kostenlose Konvertierungstools: https://www.cnet.de/praxis/insider/41003830/gratis_software+zum+video_konvertieren+endlich+auf+ipod+co_+filmchen+schauen.htm

[17] TwonkyMedias Mediaserver: http://www.twonkyvision.de/

[18] DVB-T: http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-T

[19] iPhone: https://www.cnet.de/tests/handy/41005474/neues+iphone+3g+s+im+test+schneller_+besser_+cooler.htm

[20] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[21] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[22] Image+ Active: http://www.loewe.de/de/loewe-mehrwert-themen/loewe-eroeffnet-ein-neues-zeitalter-vernetzter-unterhaltung.html