Akkurate Farben

Die Lightframe-Technologie ja ein nettes Gimmik. Allerdings bringt sie wenig, wenn das Panel des Monitors nichts taugt. Glücklicherweise ist das nicht der Fall. Das Bild des 220X1SW macht einen sehr ordentlichen Eindruck.

Anstatt die Qualität durch irgendwelche Software-Tricks zu verbessern, zeigt der Philips das Signal unverfälscht an. Dank präzisen Einstellungsmöglichkeiten und sehr guter Presets wirken die Farben so äußerst akkurat.

Der Aufwand, den Monitor bereits ab Werk sehr exakt einzustellen, zahlt sich aus. Das fällt beim Kalibrieren auf, das ein fester Bestandteil unserer Monitortests ist. Es zeigt sich, dass die Voreinstellungen des 220X1SW fast exakt dem Optimum entsprechen. Das bedeutet, dass sich Käufer ein aufwändiges Kalibrieren für die Foto- und Videobearbeitung sparen können. Die Farben sind mit den Presets bereits äußerst akkurat.

Dennoch befriedigt Philips auch Fans von Bildverbesserern. Der Screnn hat ein Feature namens SmartImage an Bord. Dabei handelt es sich um einen automatischen Bildprozessor, der den Displayinhalt analysiert und Kontrast, Farbsättigung und Schärfe selbstständig anpasst. Das Feature ist quasi eine clevere Version der Helligkeits-Presets.

Wir bevorzugen die SmartImage-Option Aus. Wer möchte, kann zwischen den Modi Büroarbeit, Bildanzeige, Unterhaltung und Sparmodus wählen. Jeder der Punkte schärft oder dimmt das Bild. Büroarbeit reduziert die Helligkeit, was besonders für lange Abende im Büro angenehm ist. Die Einstellungen Bildanzeige und Unterhaltung erhöhen Farbsättigung und Schärfe, was zwar zu einem beeindruckenderen, dafür aber einem weniger akkuratem Bild führt.

Einstellungs-Glücksspiel

Leider sind die Tasten zum Regeln der Features ungünstig positioniert. Sie sitzen an der rechten Seite des Bildschirms im Gehäuserand. Zudem sind sie winzig und mit unleserlichen, silbernen Beschriftungen bedruckt. Wer versucht, den Monitor bei abgedunkeltem Raum zu kalibrieren, wird bei dem Russisch-Roulette-Spiel mit dem Ausschalter schnell nervös.

Im Gegensatz dazu gibt es einige Monitore, bei denen das Kalibrieren geradezu Spaß macht. LGs W2353V beispielsweise erleuchtet die Bedienelemente, wenn sich die Hand des Anwenders nähert. So führt er ihn auf eine geradezu flirtende Weise zur richtigen Taste. Vielen mag das vielleicht als ein eher unwichtiges Bewertungskriterium erscheinen, allerdings ist besonders der 220X1SW ja eigentlich dafür gedacht, Stress zu vermeiden, anstatt welchen zu erzeugen.

Die Verarbeitungsqualität des 220X1SW ist erfreulich hoch. Zudem verfügt der Monitor neben einem VGA– und einem DVI-Port auch über einen eingebauten USB-Port. Eine HDMI-Schnittstelle fehlt allerdings.

Fazit

Der Philips Brilliance 220X1SW ist ein guter Monitor. Sein Lightframe sorgt tatsächlich für ein entspannteres Arbeiten. Allerdings ist er vergleichsweise teuer. Für das Geld des 22-Zöllers bekommen Käufer bereits einen 24 Zoll großen Bildschirm mit 1080p-Auflösung, HDMI-Port und integrierten Lautsprechern. All das fehlt dem 220X1SW.

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