Software

Wer auf eine so coole Oberfläche wie Sense auf dem HTC Hero hofft, wird enttäuscht. Zumindest der Prototyp ist lediglich mit dem dreiseitigen Standard-Homescreen von Android ausgestattet, auf dem sich Widgets und Verknüpfungen anlegen und gruppieren lassen. Das ist nicht schlecht – aber es würde eben noch besser gehen.

Dafür packt Acer immerhin ein paar zusätzliche Anwendungen und Widgets dazu. Die Optik der Telefon-Applikation ist getauscht, ebenso gibt es eine eigenentwickelte Software für die Kamera. Außerdem stehen zwei attraktive Widgets zur Verfügung, die in Fächerform Zugriff auf Musik, Videos und Filme respektive Favoriten von Webseiten darstellen. Darüber hinaus gibt es eine App, die das flotte Ein- und Ausschalten von WLAN, GPS, Bluetooth sowie das Regeln der Helligkeit der Displaybeleuchtung und weitere Optionen ermöglicht, die den Akku schonen.

Zu den weiteren Programmen gehören Roadsync für den Datenabgleich von E-Mails, Kontakten und Kalendereinträgen mit Outlook über Exchange ActiveSync, Spinlets zum Streamen von Musik sowie der nemoPlayer zur Wiedergabe von Multimediainhalten. Ob und inwieweit diese oder andere Programme dann der finalen Version des Liquid beiliegen, steht noch nicht fest. Unabhängig davon finden sich die typischen Anwendungen auf dem Liquid – Google Maps, Mail, Talk und natürlich der Marketplace, der komfortablen Zugriff auf tausende weitere Programme ermöglicht.

Bis zur Auslieferung sollen noch Apps dazukommen, die Onlinedienste wie Facebook und Twitter integrieren und einen Datenabgleich mit dem Adressbuch des Handys vornehmen.

Vorläufiges Fazit

Das Liquid hat großes Potential: Es ist so günstig wie „billige“ Einsteiger-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem, bringt aber gleichzeitig Ausstattungsmerkmale der „Großen“ mit. Auf den ersten Blick wirkt die Hardware hübsch und erfreulich wertig, wenngleich hier noch Verbesserungsbedarf besteht – vor allem bei der Materialauswahl. An der Software kann der Hersteller nicht viel falsch machen. Das Android-Betriebssystem überzeugt, allerdings hat die Konkurrenz – etwa HTC mit Sense – noch schönere Oberflächen zu bieten. Wichtig wäre mittelfristig außerdem ein Update auf Android 2.0. Ob das kommt, steht noch nicht fest.

Das erste Android-Phone von Acer sollte eigentlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Ob das klappt, ist allerdings fraglich – aber wir rechnen spätestens im Januar mit der Markteinführung. Später sollen auch Modelle mit schwarzer beziehungsweise roter Farbgebung folgen.

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