Leistung

Nach dem lediglich neunsekündigen Bootvorgäng bekommt der Anwender eine Matrix mit seinen Bookmarks zu sehen. Das JooJoo bewegt sich mit WLAN durchs Internet. Andere Kommunikationsmöglichkeiten gibt es nicht. Dafür bauen sich über den Kurzstreckenfunk empfangene Seiten schnell auf.

Das Scrollen auf Webseiten erfolgt wie beim iPhone mit der Fingerspitze. Ein Zusammenschieben der Finger zoomt allerdings nicht heraus, sondern wechselt zurück zum Homescreen. Hier wiederum zeigt ein Spreizen der Fingerspitzen die derzeit geöffneten Seiten an. Bei unserem Vorserienmodell fehlen noch ein paar Gesten: Etwa Seite zurück mittels Zwei-Finger-Wisch, Bookmarken durch eine Fingerbewegung, die an Umblättern einer Seite erinnert, sowie spezielle Bewegungen, um ein Browserfenster zu schließen oder Inhalte zu vergrößern beziehungsweise zu verkleinern.

Auf dem Homescreen steht eine virtuelle Tastatur zur Verfügung. Eingetipptes lässt sich wahlweise direkt als URL oder für Google-Text- oder Videosuche verwerten. Am komfortabelsten lässt sich das JooJoo wie ein Buch halten, wahlweise mit einer oder mit beiden Händen. Mit dem On-Screen-Keyboard können wir uns nicht so wirklich anfreunden, irgendwie ist es immer ungünstig positioniert. Allerdings wird der Hersteller einen optional erhältlichen Standfuß anbieten, und der Tablet-PC unterstützt USB- und Bluetooth-Tastaturen.

Neben dem Surfen im Internet ist die Darstellung von Videos einer der primären Einsatzzwecke. Leider ist das WLAN im Hotel nicht leistungsstark genug, um das Video flüssig wiederzugeben, das uns Rathakrishnan zeigen möchte. Die wenigen Sekunden, die sich erfolgreich durch den Äther zwängen, sehen allerdings fantastisch aus. JooJoo-Käufer sollten allerdings nicht erwarten, auf Reisen jederzeit in den Genuss von HD-Videos zu kommen – jedenfalls nicht im St. Regis in San Francisco.

Dem Fusion-Garage-CEO zufolge hat das Unternehmen keinerlei Marktforschung betrieben, um eine eventuelle Zielgruppe auszumachen. Allerdings wurde das Konzept von den Lesern des TechCrunch gut angenommen, so Chandra Rathakrishnan weiter. Allerdings bewegte sich der Preis damals noch im Bereich von 200 bis 300 Dollar. Ob der JooJoo außerhalb des TechCrunch-Universums und mit Anschaffungskosten von 500 Dollar ankommen wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt.


Das JooJoo bietet eine dreimal größere Bilddiagonale als das iPhone.

Noch im Dezember sollen in den USA die ersten fertigen Testgeräte verfügbar sein. In acht bis zehn Wochen plant Fusion Garage, mit der Auslieferung an die Kunden zu beginnen.

Ausblick

Ist das JooJoo brauchbar? Definitiv. Allerdings haben wir unsere Zweifel, ob der Tablet mit seinen hohen Anschaffungskosten erfolgreich sein wird. Denn schließlich fällt er in puncto Vielseitigkeit hinter seinen Netbook-Kollegen zurück. Um im Bett oder auf der Couch im Internet zu surfen eignet er sich hervorragend, ist aber aufgrund der hohen Spezialisierung eher ein Luxus- als ein Gebrauchsgegenstand. Wer zu viel Geld übrig hat, bekommt mit dem JooJoo ein schönes Hightech-Spielzeug. Mehr Fotos vom Interface des Fusion-Garage-Tablets hält die folgende Bildergalerie bereit.

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