Kaufberatung Smartphones – iPhone, BlackBerry, Windows Phone & Co.

Interessanter ist da schon die Auflösung. Sie besagt, wie viele Bildpunkte das Display darstellt. In der Praxis heißt das: Wie scharf wirken Fotos oder Webseiten, und wie viel Text passt auf die Anzeige? Vor allem hier können die Hersteller sparen, ohne, dass es auf den ersten Blick ins Datenblatt auffällt. Ein Anhaltspunkt ist das Display der alten iPhone-Generation. Mit seinen 320 mal 480 Bildpunkten gehört es zwar inzwischen schon zum alten Eisen, kann sich aber dennoch sehen lassen. Bei einer Display-Diagonale von um die 3,5 Zoll oder mehr sollte man nicht mehr darunter gehen – denn da wird es pixelig. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Üblich in der Oberklasse sind derzeit 800 mal 480 Pixel, Rekordhalter ist das iPhone 4 mit 960 mal 640 Bildpunkten.

Mit zu den besten Displays überhaupt gehören derzeit die Super-AMOLED-Panels, die im Samsung Wave und im Samsung Galaxy S verbaut sind. Ebenfalls ganz weit vorne ist das Handy-Display mit der höchsten Auflösung: Es sitzt im iPhone 4.
Mit zu den besten Displays überhaupt gehören derzeit die Super-AMOLED-Panels, die im Samsung Wave und im Samsung Galaxy S verbaut sind. Ebenfalls ganz weit vorne ist das Handy-Display mit der höchsten Auflösung: Es sitzt im iPhone 4.

Außerdem sollte man durchaus einen Blick auf die Anzeige-Technik werfen, denn hier ist gerade die nächste Revolution im Gange. Üblich sind LCDs, die allerdings große Qualitätsunterschiede aufweisen können – vor allem, was die Wiedergabe von Farben sowie die Blickwinkel angeht. Hier hilft – wie üblich – nur ein Blick auf das Gerät vor dem Kauf. Die Alternative sind OLED-Anzeigen. Die neue Technik überzeugt mit knalligen Farben sowie mit perfekten, uneingeschränkten Blickwinkeln. Derzeit verbaut vor allem Nokia diese Technologie, nachdem HTC aufgrund von Lieferschwierigkeiten wieder zurück zu Flüssigkristallanzeigen gewechselt ist. Panel-Hersteller Samsung, der den Großteil der neuen Displays produziert, ist mit seiner Super-AMOLED-Technik sogar noch einen Schritt weiter. Wer auf die Anzeigen von Wave oder Galaxy S blickt, sagt in Anbetracht der tollen Darstellung erst einmal „Wow“ – und in der ersten Hälfte des nächsten Jahres soll es sogar noch einen Schritt weiter gehen. Besonders toll sind die OLEDs natürlich bei der Wiedergabe von Bildern und Videos. Wer unterwegs viel Text liest, bleibt vorerst besser noch bei den LCDs – denn die haben mehr Pixel. Auch dann, wenn vergleichbare Geräte laut Datenblatt die gleiche Auflösung haben. Den Unterschied macht die sogenannte PenTile Matrix.

Betriebssystem

Zunehmend nimmt das Betriebssystem eines Smartphones bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle ein. Während die Auswahl vor zwei Jahren noch relativ übersichtlich war, buhlen nun verschiedene Ansätze um die Gunst der Kunden – Windows Phone, iOS, Web OS, Symbian, Android, BlackBerry OS sowie diverse herstellereigene Lösungen wie Samsungs Bada.

Wie auf dem Desktop-PC oder Notebook bei der Entscheidung zwischen Linux, Windows und Mac OS X legt das Betriebssystem auch auf einem Smartphone grundlegende Merkmale fest – wie klappt die Bedienung, welche Zusatzprogramme stehen zur Verfügung, wie lassen sie sich installieren? Grundsätzlich haben sich die Konkurrenten in den vergangenen Monaten stark angenähert. So gibt es beispielsweise inzwischen überall einen App Store, der den Download von Spielen und Programmen direkt auf dem Handy erlaubt, diverse Synchronisierungsoptionen (und darunter inzwischen fast überall auch Exchange für den Einsatz in Unternehmen), die Integration von Social Networks wie Facebook und so weiter.

Zu den größten Unterschieden in diesem Bereich gehört die Abschottung der Software von der Außenwelt. Darf man Programme installieren, die nicht im Market sind? Darf man Dateien via USB oder Bluetooth auf das Handy kopieren und wieder runterladen? Oder eine SD-Speicherkarte einsetzen? Bei iPhone-OS und Windows Phone heißt es hier nein, bei Android und Symbian ja.

Nicht zuletzt muss einem das Handy samt Betriebssystem auch noch sympathisch sein. Wer mit einem MacBook arbeitet, wird sich wohl kaum ein Windows Phone holen – vielleicht aus Prinzip, sicher aber aus Gründen der Optik und der Bedienung. Auch hier hilft in letzter Instanz ein ausführlicher Ausflug in den Elektro- oder Handyladen und das ausführliche Beschnuppern der infrage kommenden Modelle.

Relativ neu ist das „Problem“ der Updates. Die alten Handys hat man eben gekauft, genutzt und nach circa zwei Jahren ausgetauscht – aber inzwischen ist es üblich, dass Software-Aktualisierungen nicht nur Fehler beseitigen, sondern auch Funktionen hinzufügen. So hat Apple beispielsweise den App Store nachgereicht, Microsoft plant für Windows Phone 7 Anfang nächsten Jahres das „Nachrüsten“ von Copy & Paste, und das Android-Betriebssystem ist mit dem jüngsten Update massiv beschleunigt und um Flash-Unterstützung ergänzt worden. Leider tun sich die Hersteller der Geräte aber schwer mit Update-Zusagen. Apple hat den Support für die erste iPhone-Generation bereits eingestellt, und Nutzer des iPhone 3G beschweren sich über massive Geschwindigkeitsprobleme, seit sie das aktuelle iOS 4 benutzen. Im Vergleich können sie sich dennoch glücklich schätzen – denn das Aktualisieren von Android-Smartphones hat derzeit nicht Google in der Hand, sondern die jeweiligen Gerätehersteller. Und die lassen den Prozess gerne schleifen. Mehr als ein Update gibt es üblicherweise nicht, und nach etwa einem Jahr gehören verkaufte Modelle schon zum alten Eisen. Auch in puncto Sicherheit gilt es hier noch einiges zu lernen. So wurde dem Android-Browser gerade eine Sicherheitslücke nachgewiesen, die unter gewissen Umständen Zugriff auf persönliche Daten wie Fotos ermöglicht – und wenn HTC, Samsung oder LG ihre gut ein Jahr alten Geräte nicht mehr auf den neuesten Stand bringen, werden ihre Nutzer mit dieser Sicherheitslücke leben müssen. Ob und wie sich Microsoft mit Windows Phone 7 in diesem Bereich verhält, wird die Zukunft erst zeigen.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Kaufberatung Smartphones – iPhone, BlackBerry, Windows Phone & Co.

  • Am 28. Juni 2010 um 21:27 von no name

    display
    Vielen Dank für diese ausfünrliche Kaufberatung.

    Aber eins stört mich an euren Testberichten immer wieder:
    Ihr ratet immer konsequent zu kapazitiven Touchscreens;
    aber bei resistiven Touchscreens funktioniert die virtuelle
    Tastatur viel besser.Und nicht alle zoomen ununterbrochen mit zwei Fingern.Sowieso ist Multitouch oft mehr hinderlich als praktisch.Übrigens:es gibt auch Leute die die Bedienung mit dem Stylus schätzen weil sie präziser ist.

    Es wäre schön wenn ihr die Vor- und Nachteile der verschiedenen Touchscreentechniken erklären würdet statt
    immer nur zur kapazitiven Techologie zu raten.

    Ansonsten: eine sehr hilfreiche Kaufgeratung.

    • Am 30. Oktober 2010 um 00:25 von Crish

      AW: display
      Tut mir Leid, aber das sehe ich anders. Mir persönlich fällt nicht eine Situation ein, in der ich einen resistiven Touchscreen der kapazitiven Lösung vorgezogen hätte.

      Ich vermute ihr Problem liegt hauptsächlich beim Betriebsystem. Wenn das nicht an die Fingersteuerung angepasst ist, wird die Bedienung zum Krampf. Das ist aber kein Technik-, sondern ein Softwareproblem. Lediglich das Klicken von Links beim Surfen mit sehr niedrigem Zoom-Faktor dürfte mit einem Stylus leichter von der Hand gehen, dafür textet es sich mit dem schlechter. Die Behauptung eine resistive Touchscreentastatur dagegen ist schlichtweg falsch und lässt die Vermutung aufkommen, dass Sie bisher kaum oder keine Erfahrung mit kapazitiven Displays machen durften.

      MfG

  • Am 21. Dezember 2010 um 14:18 von Matthias

    Exchange
    Hallo,

    anbei kurz zur Informationen bzg. Exchange. Man kann sehr wohl dir Daten via Smartphone sowie gleichzeitig über Outlook synchtonisieren.

    MFG
    Matthias

  • Am 24. Juni 2011 um 15:22 von Joy

    Gebrauchte Handys kaufen?
    Erst mal vielen Dank für deine Beratung, die hat mir echt weitergholfen. Ich habe mich jetzt für das HTC Desire Z entschieden. Ich habe bei google ein Angebot gefunden das [URL=http://www.rebuy.de/kaufen/handy]Handy gebraucht[/url] zu kaufen, bei rebuy. Da kauft man also bei einem Unternehmen, nicht bei Privatpersonen. Was meint Ihr dazu?

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