Kaufberatung Smartphones – iPhone, BlackBerry, Windows Phone & Co.

Apps

Nicht erst seit dem iPhone spielen Zusatzprogramme – die sogenannten Apps – eine wichtige Rolle. Unter Symbian und Windows Mobile ist es seit Jahren üblich, dass sich Spiele, Office-Programme, E-Mail-Clients, Browser, Navigationslösungen und so weiter nachinstallieren lassen. Neu ist allerdings, dass sich die Hersteller bemühen, alle zur Verfügung stehenden Apps unter einer Oberfläche zusammenzufassen.

Bei Apple heißt das AppStore und ist wohl das maßgebende Beispiel in dieser Runde – mit über 200.000 Spielen, Tools und Programmen, die sich zum Teil sogar kostenlos herunterladen und installieren lassen. Danach folgt die Android-Plattform mit dem Market, der ebenfalls schon über 100.000 Programme beinhaltet – und darüber hinaus noch über die größte Kostenlos-Quote verfügt: Fast die Hälfte aller Android-Apps lässt sich gratis herunterladen. Dahinter kommt lange nichts, bis sich BlackBerry App World, Windows Marketplace, Nokia Ovi Store, Palms App Catalog sowie die diversen Shops verschiedener Handyhersteller oder Netzbetreiber tummeln.

Natürlich befinden sich unter den hunderttausenden iPhone-Apps viele Dinge, die nun wirklich kein Mensch braucht – dutzende Variationen altbekannter Spiele, hunderte Taschenlampen, Furz-, Bier- und Kerzenprogramme. Das gleiche gilt für Android. Aber die noch äußerst geringe Auswahl von Apps, die andere Betriebssysteme – wie das ja noch nagelneue Windows Phone – zu bieten haben, sind ebenfalls kein Garant für wertigere Programme. Zu den allerersten Apps, die der Windows Marketplace zu bieten hatte, gehörte eben eine Furz-App. Natürlich ist es nicht fair möglich, den jungen Windows-App-Store mit dem seit Jahren bewährten Apple-Pendant zu vergleichen – denn große Auswahl will Weile haben. Aber dennoch müssen Käufer von Windows-Handys eben damit leben, dass es derzeit einfach vieles noch nicht gibt, was die Freunde mit Konkurrenzsystemen nutzen. Und Nutzer von den noch weniger verbreiteten Handy-Betriebssystemen wie Web OS beim Palm oder BlackBerry OS werden wohl auch nie in den Genuss des großen Kataloges kommen.

Mit in diesen Punkt gehört die Unterstützung von Office-Dokumenten. Wer also auch unterwegs Excel-, Word- oder Powerpoint-Dateien sichten oder gar bearbeiten möchte, benötigt ein entsprechendes Programm. Bei Windows Phone sind die Tools schon mit dabei, bei anderen Smartphones gibt es häufig zumindest Viewer kostenlos – also Programme, die die Dateien öffnen, aber nicht speichern können.

Kommunikation

Quad-Band-GSM ist mittlerweile quasi Standard – und damit funktionieren die Handys weltweit in so gut wie jedem Netz. Auch UMTS – international als 3G bekannt – gehört zum guten Ton. Quasi alle aktuellen Modelle sind mit dem schnellen Datenfunk ausgestattet, der das Streamen von Youtube-Videos oder Musik erst ermöglicht und das Surfen im mobilen Internet zum Vergnügen macht.

Noch schneller geht es mit den UMTS-Turbos HSDPA für schnelle Downloads, HSUPA für schnelle Uploads beziehungsweise HSPA – für schnelle Up- und Downloads. Wer nur auf den mobilen Webseiten der Bahn, von CNET oder Spiegel Online herumsurft, merkt von diesem Datenturbo nichts bis wenig. Man profitiert nur bei größeren Downloads, etwa von Apps oder Kartenmaterial, davon – oder beim Surfen auf „normalen“ Webseiten.
Vor allem interessant ist HSPA, wenn man das Smartphone auch als Modem einsetzen möchte. Die Verbindung zum Computer wird dabei – je nach Modell – über USB, Bluetooth oder WLAN hergestellt. Die Funktion nennt sich Tethering, ist aber häufig leider gar nicht im Sinne der Netzbetreiber. So gibt es Smartphones, die bei einem Netzbetreiber über eine entsprechende Einstellung verfügen, mit dem Branding eines Konkurrenten aber nicht. Wer sich mit der Materie auseinandersetzt, weiß sich mit manipulierten Firmware-Versionen zu helfen – alle anderen greifen besser von vornherein zu einem Gerät, das Tethering unterstützt, oder kaufen sich einen UMTS-Stick.

Während Bluetooth zur Verbindung mit Freisprecheinrichtungen bei Smartphones eine Selbstverständlichkeit ist, sind nicht alle Geräte mit dem A2DP-Profil ausgestattet, das Audio-Übertragungen in Stereo kabellos zulässt. Wer soetwas nutzen möchte, sollte sich die unterstützten Profile näher ansehen. Und, wie schon angesprochen: Leider nehmen immer mehr Hersteller ihren Kunden die Möglichkeit, so simple Sachen wie das Übertragen von Fotos oder Klingeltönen mit dem Kurzstreckenfunk durchzuführen.

Auch WLAN ist bei hochwertigen Smartphones selbstverständlich. Nutzer von Internet-Flatratetarifen können darauf zwar verzichten, aber wer nur einen Volumentarif gebucht hat, freut sich über die Möglichkeit, zu Hause, bei Freunden oder im Café einen kostenlosen Zugang ins Netz nutzen zu können, ohne ständig den Traffic im Auge behalten zu müssen.

Übrigens: Nicht bei allen Geräten lässt sich die Internet-Verbindung über das Handynetz komplett abschalten. Wer eine Prepaid- oder Vertragskarte ohne Datenoption nutzt, sollte sich vor dem Kauf unbedingt darüber informieren. Häufig hilft in diesem Punkt ein Work-Around: Wer die Zugangsdaten absichtlich falsch einstellt, verhindert den Verbindungsaufbau.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Kaufberatung Smartphones – iPhone, BlackBerry, Windows Phone & Co.

  • Am 28. Juni 2010 um 21:27 von no name

    display
    Vielen Dank für diese ausfünrliche Kaufberatung.

    Aber eins stört mich an euren Testberichten immer wieder:
    Ihr ratet immer konsequent zu kapazitiven Touchscreens;
    aber bei resistiven Touchscreens funktioniert die virtuelle
    Tastatur viel besser.Und nicht alle zoomen ununterbrochen mit zwei Fingern.Sowieso ist Multitouch oft mehr hinderlich als praktisch.Übrigens:es gibt auch Leute die die Bedienung mit dem Stylus schätzen weil sie präziser ist.

    Es wäre schön wenn ihr die Vor- und Nachteile der verschiedenen Touchscreentechniken erklären würdet statt
    immer nur zur kapazitiven Techologie zu raten.

    Ansonsten: eine sehr hilfreiche Kaufgeratung.

    • Am 30. Oktober 2010 um 00:25 von Crish

      AW: display
      Tut mir Leid, aber das sehe ich anders. Mir persönlich fällt nicht eine Situation ein, in der ich einen resistiven Touchscreen der kapazitiven Lösung vorgezogen hätte.

      Ich vermute ihr Problem liegt hauptsächlich beim Betriebsystem. Wenn das nicht an die Fingersteuerung angepasst ist, wird die Bedienung zum Krampf. Das ist aber kein Technik-, sondern ein Softwareproblem. Lediglich das Klicken von Links beim Surfen mit sehr niedrigem Zoom-Faktor dürfte mit einem Stylus leichter von der Hand gehen, dafür textet es sich mit dem schlechter. Die Behauptung eine resistive Touchscreentastatur dagegen ist schlichtweg falsch und lässt die Vermutung aufkommen, dass Sie bisher kaum oder keine Erfahrung mit kapazitiven Displays machen durften.

      MfG

  • Am 21. Dezember 2010 um 14:18 von Matthias

    Exchange
    Hallo,

    anbei kurz zur Informationen bzg. Exchange. Man kann sehr wohl dir Daten via Smartphone sowie gleichzeitig über Outlook synchtonisieren.

    MFG
    Matthias

  • Am 24. Juni 2011 um 15:22 von Joy

    Gebrauchte Handys kaufen?
    Erst mal vielen Dank für deine Beratung, die hat mir echt weitergholfen. Ich habe mich jetzt für das HTC Desire Z entschieden. Ich habe bei google ein Angebot gefunden das [URL=http://www.rebuy.de/kaufen/handy]Handy gebraucht[/url] zu kaufen, bei rebuy. Da kauft man also bei einem Unternehmen, nicht bei Privatpersonen. Was meint Ihr dazu?

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