Kompakte Systemkameras: Wechselobjektiv-Digicams für die Jackentasche

Bildsensoren

Wie bereits erwähnt: Je größer der Bildsensor, desto besser ist tendenziell die Qualität der resultierenden Fotos. Denn je mehr Fläche auf dem Chip zur Verfügung steht, desto mehr Lichtteilchen fängt er ein. Dadurch ist eine geringere Empfindlichkeit möglich, und es treten weniger Störungen wie Bildrauschen auf. Natürlich spielt auch die Verarbeitung der eingefangenen Informationen eine wichtige Rolle.


So sehen die verschiedenen Sensorgrößen im maßstabsgetreuen Vergleich aus.

Ganz links ist ein Vollformat-Sensor abgebildet. Dieser entspricht, was die Größe angeht, dem analogen Kleinbildfilm. Chips mit diesen Abmessungen trifft man nur bei sehr teuren Kameras (ab 2000 Euro). Daneben ist der APS-C-Sensor abgebildet, der in Ricohs GXR mit dem Festbrennweiten-Modul zum Einsatz kommt. Ein minimal kleinerer Chip findet in Canons DSLR EOS 500D Verwendung. Anschließend folgt das Four-Thirds- beziehungsweise Micro-Four-Thirds-Format, auf die Modelle von Panasonic und Olympus setzen. Der 1/1,7-Zoll-Chip ganz rechts ist in Ricohs Zoom-Modul und in anspruchsvolleren Kompaktkameras verbaut, etwa der bereits erwähnten Canon PowerShot G11.

Verfügbare Optiken und Sensoren

Was die Vielseitigkeit angeht, haben Olympus und Panasonic derzeit Ricoh noch einiges voraus. Aufgrund des standardisierten Micro-Four-Thirds-Bajonetts passen die Objektive der GF1 auf die E-P1 – und andersherum. Zudem sind im Handel eine ganze Reihe von Adaptern erhältlich, die auch eine Kompatibilität zu Optiken von Canon, Nikon, Sigma & Co. ermöglichen. Für die Ricoh stehen lediglich die beiden Aufnahmemodule S10 mit dem 1/1,7-Zoll-CCD und dreifachem Zoom sowie das A12 mit 50-Millimeter-Festbrennweite und APS-C-Chip zur Auswahl. Allerdings sagte ein Ricoh-Mitarbeiter im Gespräch mit CNET, dass der japanische Hersteller ab 2010 jedes Quartal ein neues Modul auf den Markt bringen möchte.

Ein weiterer Punkt, in dem sich die Modelle grundlegend unterscheiden, ist der Bildstabilisator. Olympus setzt auf eine mechanische Lösung, bei der sich der lichtempfindliche Chip selbst bewegt, um zitternde Fotografenhände auszugleichen. Panasonic hingegen wirkt mittels beweglich im Objektiv aufgehängter Linsen Verwacklungen entgegen. Bei Olympus ist also jedes Objektiv stabilisiert, bei Panasonic nur die, die über eine zusätliche optische Stabilisierung verfügen. Bei Ricoh hängt der Verwacklungsschutz ebenfalls vom eingesetzten Modul ab. Von den derzeit erhältlichen Bausteinen ist der kompaktere Dreifach-Zoom stabilisiert, die Festbrennweite hingegen nicht.


Alles im Lot: Die Olympus E-P1 und E-P2 bieten einen im Gehäuse integrierten Bildstabilisator.

Während die Linsen von Olympus und Panasonic zueinander kompatibel sind, steht Ricohs GXR hier fast so keusch wie der Papst da: Jedes Objektiv bekommt nur einen Bildsensor. Das ermöglicht allerdings eine deutlich bessere Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Kompakte Systemkameras: Wechselobjektiv-Digicams für die Jackentasche

  • Am 5. Januar 2010 um 11:50 von hacky

    Gewichtsangaben fehlerhaft?
    Die Gewichtsangaben in der Übersichtstabelle erscheinen fehlerhaft. Z.B. wiegt der Body der GF1 nicht 385g, sondern 285g

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