Kompakte Systemkameras: Wechselobjektiv-Digicams für die Jackentasche

Bildqualität

Leider hatten wir bislang nicht die Gelegenheit, die E-P2 in die Finger zu bekommen. Daher können wir lediglich von der Bildqualität der E-P1 ausgehen. Nachdem zwischen den Marktstarts der beiden Olympus-Modelle lediglich ein halbes Jahr liegt, erwarten wir allerdings keine himmelweiten Veränderungen.

Olympus und Panasonic nehmen sich bei der Qualität der Aufnahmen nicht sonderlich viel. Ab ISO 1600 lassen die Fotos deutlich nach. Ricoh hingegen kann uns mit dem APS-C-Sensor im A12-Modul begeistern. Selbst mit ISO 3200 sind die Aufnahmen frei von Farbrauschen, lediglich eine leichte Körnung tritt auf. Der S10-Baustein liefert angesichts des sehr kleinen Sensors ebenfalls eine ausgezeichnete Leistung, verliert aber deutlich schneller Details. Allerdings hatten wir von der Ricoh bis dato lediglich ein Vorserienmodell in den Händen. Bis zur finalen Version kann sich noch Etliches ändern.


Panasonics Lumix DMC-GF1 und die Olympus E-P1 sind sich nicht nur bei den Abmessungen ähnlich – auch die Bildqualität ist vergleichbar.

Beim Videomodus sind Olympus und Panasonic ebenfalls sehr ähnlich aufgestellt. Der größte Unterschied besteht darin, dass bei der Lumix-Serie der vielseitigere AVCHD-Codec zum Einsatz kommt. Sowohl die E-P1 als auch die E-P2 komprimieren 720p-Bewegtbilder mittels Motion-JPEG.

Bei der GXR von Ricoh ist die mögliche Qualität vom eingesetzten Modul abhängig. Das teurere A12 beispielsweise zeichnet Videos mit 1280 mal 720 Pixeln und in 24 Bildern pro Sekunde auf. Die dreifach zoomende S10-Kombination läuft dagegen bereits bei 640 mal 480 Bildpunkten in den Begrenzer.

Alle Details zu den kompakten Systemkameras gibt es in unseren ausführlichen Einzeltests beziehungsweise Previews zur Panasonic Lumix DMC-GF1, Olympus E-P1 und Ricoh GXR.

Sonderausstattung

Im Gegensatz zur Ricoh GXR und der Panasonic Lumix DMC-GF1 bringen die Olympus-Kameras E-P1 und E-P2 keinen integrierten Blitz mit. Immerhin: Wie ihre beiden Marktbegleiter verfügen auch die Pen-Kameras über einen Zubehörschuh, auf den sich ein externer Blitz aufstecken lässt. Allerdings ist dieser dann belegt, und der Einsatz eines Aufstecksuchers ist nicht mehr möglich. Den bieten nämlich alle drei hier abgehandelten Digicams nur als Blitzschuh-Ausführung.

Fazit

Olympus und Panasonic nehmen sich bei ihren Micro-Four-Thirds-Modellen nicht viel. Die Pen-Kameras von Olympus sind etwas günstiger, punkten mit dem integrierten Bildstabilisator sowie etwas kompakterer Bauweise und sehen mit ihrem Retro-Design einfach schicker aus. Panasonics GF1 dagegen eignet sich aufgrund des integrierten Autofokus-Hilfslichts und des Aufklapp-Blitzes besser für fotografiebegeisterte Nachteulen. Ricoh konnte uns bereits mit einem Vorserienmodell seiner GXR begeistern – die Bildqualität ist angesichts des extrem kompakten Formats fantastisch. Wir sind hier besonders gespannt auf die zukünftigen Aufnahmemodule. Wer sich bislang für keine der Kameras so wirklich begeistern konnte, der sollte sich vielleicht eine Leica M9 mit Vollformatsensor zulegen, anstatt dem Sohnemann zum Abitur einen 6000 Euro teuren Gebrauchtwagen zu finanzieren.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Kompakte Systemkameras: Wechselobjektiv-Digicams für die Jackentasche

  • Am 5. Januar 2010 um 11:50 von hacky

    Gewichtsangaben fehlerhaft?
    Die Gewichtsangaben in der Übersichtstabelle erscheinen fehlerhaft. Z.B. wiegt der Body der GF1 nicht 385g, sondern 285g

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