Motorola Milestone im Test: Multitouch-Handy mit Android 2.0

von Michael Sixt am , 16:07 Uhr

Pro
  • seht gutes Display
  • lange Akkulaufzeit
  • einfache Nutzeroberfläche
  • Touchscreen und QWERTZ-Tastatur
Con
  • schwer
  • Kamera könnte bessere Bilder machen
  • microSD-Karte kann nicht im Betrieb gewechselt werden
Hersteller: Motorola Listenpreis: 499 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,8 von 10 Punkte
Fazit:

Das Motorola Milestone ist ein gutes Android-Smartphone, das nicht unbedingt für Überraschungen sorgt, aber sehr solide Leistungen bringt. Wer ein Mobiltelefon mit Google-Betriebssystem und QWERTZ-Tastatur sucht, ist mit dem Milestone nicht schlecht beraten, allerdings darf man kein Leichtgewicht erwarten. Dafür ist das Display eine Wucht und unterstützt Multitouch.

Das Milestone ist die europäische Version des Motorola Droid. Anstelle von kostenloser Turn-by-Turn-Navigation gibt es hierzulande Multitouch, die übrige Ausstattung ist identisch: hochauflösendes Touchscreen-Display, QWERTZ-Tastatur, GPS, WLAN, UMTS, HSPA und so weiter. Was das erste Motorola-Smartphone seit langem und gleichzeitig das erste Android-2.0-Handy leistet, zeigt der Test.

Nach dem unglaublichen Erfolg von Motorolas Razr-Serie, die Mitte 2004 ihren Marktstart hatte, schaffte es das amerikanische Unternehmen nicht mehr, mit irgendeinem Handy-Modell an den vergangenen Triumph anzuknüpfen. Ab August 2008 hat Motorola dann kaum noch neue Mobiltelefone vorgestellt, und in der Branche munkelte man schon, dass es der Handyhersteller nicht mehr lange macht. Jetzt meldet sich das schon totgesagte Unternehmen mit Pauken und Trompeten zurück. Und zwar mit dem Google [1]-OS-Smartphone [2] Milestone – Europas erstem Android [3]-2.0-Handy.

Das Betriebssystem ist aber nicht die einzige Besonderheit des Motorola Milestone. Das Mobiltelefon bietet neben einem Multitouch-Touchscreen auch eine QWERTZ-Tastatur mit Navigationspad. In diesem Zusammenhang spricht Motorola sogar vom weltweit dünnsten Slider-Handy mit Tastatur. Bei all den Superlativen dürfen 5-Megapixel-Kamera, HSDPA, WLAN und GPS nicht fehlen. Ob Motorola mit dem Milestone wieder so einen Coup landen kann wie beim Razr, zeigt der Test.

Design

Wer das Milestone in die Hand nimmt, wird sofort sein hohes Gewicht registrieren: 165 Gramm sind kein Pappenstiel. Aber es geht noch schwerer. Das Nokia N900 wiegt 180 Gramm. Und die 165 Gramm lassen sich auch verschmerzen, wenn man in Betracht zieht, was das Mobiltelefon alles bietet. Zudem wirkt es durch sein Gewicht und die solide Bauweise sehr robust und wertig.

Das Gehäuse ist aus schwarzem Metall. Selbst beim Akku-Deckel hat Motorola auf Kunststoff verzichtet. Das ist gut, denn oft brechen die kleine Häkchen der Polymer-Abdeckungen recht schnell ab. Das kann beim Milestone definitiv nicht passieren. Vier große Metallhaken geben dem Deckel einen sicheren Halt.

Vergleich: iPhone versus Milestone
Das Motorola Milestone ist nahezu so groß wie das iPhone, aber dicker (Bild: CBS Interactive).

Die Kunststoffscheibe, die das Display schützt, mindert den hochwertigen Eindruck kaum. Sie ist starr, und das kann sie nur sein, weil das Display mit kapazitiver Technik arbeitet. Die Kunststoff-Abdeckungen resistiver Displays müssen flexibel sein, da sie auf Druck reagieren. Dadurch wirken Mobiltelefone mit resistiver Displaytechnik immer etwas weniger wertig. Einen Pluspunkt bekommt das Milestone für die schmale Umrandung des Bildschirms – sie sieht gut aus. In der Praxis dürfte die Kunststoffscheibe der Oberseite aber deutlich schneller Gebrauchsspuren aufzeigen als die Echtglasscheiben von HTC HD2 [4] oder iPhone 3GS [5].

Etwas eigenartig mutet der kleine „Balkon“ unten am Handy an. Der untere Slider steht gut 7 Millimeter hervor. Laut Motorola wollten die Designer damit die Schlankheit des Milestone betonen. Das hätte es nicht gebraucht, ist aber wohl Geschmackssache.

Rechts am Mobiltelefon gibt es zwei mechanische Druckknöpfe: einen Wippschalter zur Lautstärkeregelung und den Kameraauslöser. Letzterer liegt etwas ungünstig, denn wenn man das Milestone in der Hand hält, kann es schon passieren, dass man mit dem Handballen die Kamera aktiviert. Beim Fotografieren leistet der Auslöser aber gute Dienste. Seine zweistufigen Druckpunkte zum Fokussieren und Auslösen lassen sich bestens erfühlen.

Zum Ein- beziehungsweise Ausschalten und Sperren des Telefons gibt es oben rechts an der Kante einen Knopf. Für Linkshänder ist er perfekt platziert und gut zu bedienen. Rechtshänder müssen sich etwas mehr bemühen. Das ist zwar kein Problem, aber komfortabler wäre ein Knopf oben links gewesen. Lobenswert ist die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standard-Kopfhörern, die gleich neben dem Schalter angebracht ist.

Als weitere Bedienelemente dienen vier berührungsempfindliche Buttons unterhalb des Displays. Sie reagieren prompt und geben mit einem leichten Vibrieren ein haptisches Feedback – perfekt gelöst. Auch die Funktionen der Tasten sind optimal ausgewählt: Mit Suchfunktion, Home-Button, Einstellungs- und Zurück-Taste lässt sich das Handy bestens bedienen. Außerdem kann man weitere Funktionen einfach auf dem Startbildschirm platzieren. Im Gegensatz zu den mechanischen Knöpfen anderer Android-Smartphones ist es aber nicht möglich, die Tasten mit dem Finger zu erfühlen.

Die Kamera befindet sich, wie üblich, auf der Rückseite. Sie greift bei schlechten Lichtverhältnissen auf einen Dual-LED-Blitz zurück. Gleich unter der Fotolinse liegt der Akkudeckel, der sich einfach öffnen lässt. Dazu muss man ihn nur nach unten schieben. Ist der Deckel offen, kommen Akku und SIM- beziehungsweise SD-Karten-Steckplatz zum Vorschein. Beide liegen leider so, dass man zum Wechseln den Akku entfernen muss.

Auf der Rückseite des Milestone gibt es oben und unten zwei leichte, gummierte Erhöhungen – ein durchdachtes Detail. Dadurch ist zum einen die Kameralinse vor Kratzern geschützt, wenn das Telefon auf dem Tisch liegt, und zum anderen rutscht es nicht.

Ausstattung

Im Milestone arbeitet ein ARM-Prozessor (OMAP3430) von Texas Instruments mit 550 MHz. Im Vergleich zur Snapdragon-CPU von Qualcomm mit 1 GHz Taktfrequenz mag das Motorola-Handy „untermotorisiert“ wirken, ist es aber nicht. Die Anwendungen öffnen sich zügig und es gibt kaum längere Wartezeiten. Höchstens das Fotografieren strapaziert den Geduldsfaden etwas, aber das liegt nicht an der CPU.

Der Prozessor wird von 256 MByte Arbeitsspeicher unterstützt. Zusätzlich haben die Amerikaner dem Handy 512 MByte internen Speicher verpasst. Er kann per microSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitert werden. Gut so – sonst wäre die mickrige interne Speicherkapazität zu kritisieren gewesen. Zudem liefert Motorola das Milestone auch gleich mit einer 8 GByte großen Speicherkarte aus.

Das 3,7 Zoll große Display zählt zu den Höhepunkten des Milestone. Es ist zwar keine AMOLED-Anzeige, wie sie Samsung [6] in einigen seiner Telefone verbaut, aber mit einer Auflösung von 480 mal 854 Pixeln stellt sie fast doppelt so viel Bildpunkte dar wie nahezu alle Konkurrenzprodukte. Zudem zeigt der Bildschirm 16 Millionen Farben. Einen Unterschied zu AMOLED-Displays erkennt man höchstens bei schrägem Blickwinkel. Da kann die Motorola-Anzeige nicht mit der High-End-Technologie mithalten.

Motorola Milestone mit Klinkenbuchse
Die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse liegt direkt neben dem Ein-Aus-Schalter (Bild: CBS Interactive).

Die integrierte Kamera löst 5 Megapixel auf und verfügt über Autofokus. Sie bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten wie Landschaftsmodus, Weißabgleich, Fokussierungsmodus oder Farbeffekte. Panoramaaufnahmen, Gesichtserkennung oder Lächelmodus hat das Handy nicht. Unkompliziert und schnell klappt die Umstellung von Foto- zu Videoaufnahmen. Man muss im Fotomodus einfach den Regler auf der rechten Seite des Touchscreens hochschieben, und schon nimmt das Milestone bewegte Bilder auf.

Das Motorola eignet sich auch zum Navigieren. Dazu gibt es einen GPS-Chip und die Routensoftware Motonav. Das Programm ist brauchbar, liegt aber nur in einer 60-Tage-Testversion vor. Danach muss der Nutzer für die Europanavigation eine Lizenzgebühren von 69 Euro zahlen. Google Maps ist zwar auch auf dem Handy installiert, aber es taugt nur zur Orientierung und nicht zur Autonavigation – ganz im Gegensatz zur amerikanischen Variante, dem Motorola Droid, mit dem sich Google Maps für die Turn-by-Turn-Navigation nutzen lässt. Und zwar kostenlos. Abseits der Navigation verwendet der GPS-Chip Satelliten-Informationen, um Standortdaten in den aufgenommenen Bildern abzulegen (Geotagging [7]).

Zum Surfen verbindet man sich einfach per WLAN mit einem Access Point. Das funktioniert unter Android einfach und schnell. Ist kein WLAN verfügbar, kann der Nutzer über HSPA online gehen. Im Download (HSDPA) schafft das Milestone theoretisch bis zu 10,2 MBit/s und im Upload (HSUPA) bis zu 5,8 MBit/s. Diese Raten sind allerdings in der Praxis derzeit nicht zu erreichen. Immerhin: Die Mobilfunkanbieter modernisieren ihre Netze nach und nach. In schlecht versorgten Gebieten surft das Motorola mit Edge.

Motorola Milestone mit offenem Akkudeckel
Zum Wechseln der SIM- oder der microSD-Karte muss der Akku entfernt werden (Bild: CBS Interactive).

Die Software

Dass auf dem „Meilenstein“ Eclair (Android 2.0) installiert ist, erkennt man kaum. Die Oberfläche unterscheidet sich fast nicht von den Vorgängerversionen. Erst bei genauerer Betrachtung fallen die Neuerungen im Betriebssystem auf. So synchronisiert sich beispielsweise Outlook jetzt direkt mit der Media-Link-Software zentral vom PC aus. Bei der E-Mail-Verwaltung kommt das Milestone mit Microsoft [8]-Exchange-, Google-Mail-, POP3- und IMAP-Accounts zurecht. Außerdem unterstützen Exchange und Google Mail nun das Push-Mail-Verfahren. Auf dem Milestone ist es möglich, diverse E-Mail- und Social-Networking-Konten zusammenzufassen. Ein kombinierter Posteingang kombiniert mehrere E-Mail-Konten, abgesehen von Google Mail.

Die auf dem Startbildschirm verankerte Suchfunktion durchforscht unter anderem Anwendungen, besuchte Webseiten, Favoriten und Kontakte. Zudem sind Google Talk für Instant Messaging und eine Gesten-Software zum Aufrufen von Befehlen mittels Fingerbewegungen vorinstalliert. Neu ist auch, dass MMS-Nachrichten direkt auf das Smartphone gelangen. Die Anwendung Moto Phone Portal verwaltet Telefoninhalte entweder über eine USB-Verbindung oder per WLAN vom PC aus.

Neu und beeindruckend ist der auf Webkit basierende HTML5-Browser. Er ruft Seiten sehr schnell auf und zeigt sie präzise an. Außerdem unterstützt er Flash und Multi-Touch. Dabei bereitet das Zoomen mit zwei Fingern richtig Freude – es klappt schnell und flüssig. Wer zweimal hintereinander auf das Display tippt, kommt zurück zur Ursprungsansicht. Das funktioniert alles sehr gut.

Wer nur mal schnell im Browser eine URL eintippen oder ein Passwort eingeben möchte und dazu die Tastatur nicht bemühen will, kann auf ein virtuelles Tastenfeld zurückgreifen. Hübsch und praktisch: Im Bookmark-Menü zeigt das Milestone die Lesezeichen mit kleinen Vorschaubildchen an.

Wer sich die optionale Dockingstation gönnt, die übrigens gar nicht schlecht aussieht, kommt in den Genuss eines weiteren netten Features: Ist das Milestone in der Station, zeigt es gespeicherte Bilder auf Wunsch als Diashow.

Leistung

Die Sprachqualität ist recht gut. Hin und wieder nehmen Gesprächspartner bei Telefonaten ein Hallen wahr, als ob der Sprecher in einem gefliesten Raum säße, aber das stört kaum. Im Großen und Ganzen gibt es an der Übertragungsqualität nichts zu bemängeln.

Motorola verspricht mit dem Milestone und seinem 1400-mAh-Lithium-Ionen-Akku eine Gesprächszeit von bis zu 6 Stunden im GSM-Netz. Im Standby soll es bis zu 11 Tage durchhalten. Beim ersten Test schafft das Smartphone bei moderater Nutzung von WLAN, Bluetooth, GPS und Mediaplayer gut zwei Tage.

Die Fotoqualität geht in Ordnung, reißt uns aber nicht vom Hocker. Das Gleiche gilt für Videos. Die Farben der Fotos sehen relativ natürlich aus, aber Bildrauschen tritt stark und häufig auf. Es gelingen nicht immer gute Aufnahmen – unter Umständen muss man mehrmals knipsen. Vorausgesetzt, das Motiv hält still. Auffällig ist die lange Speicherzeit, die sich das Mobiltelefon gönnt. Es kann schon mal fünf bis sechs Sekunden dauern, bis das Bild im Speicher ist und ein neues Motiv geknipst werden kann. Wer bei seinem Handy viel Wert auf Fotografie legt, sollte sich das Sony Ericsson Satio [9] mit 12-Megapixel-Kamera ansehen.

Auffällig ist, dass beim Surfen, auf der Rückseite das obere Drittel des Handys sehr warm wird. Kein Grund zur Beunruhigung: Hier sitzt die CPU und zeigt, dass sie gerade viel rechnet.

Der Musikplayer überzeugt nicht so ganz – er geht höchstens als akzeptabel durch. Er bringt zu wenig Bässe und ihm fehlt ein Equalizer. Dafür brilliert das Android-Handy bei der Wiedergabe von Videos. Der Player funktioniert hervorragend und die grafische Darstellung ist gut. Das Telefon kennt die Formate H.263, H.264, MPG4 und WMV.

Bei der Benutzerführung muss sich das Motorola-Handy mit dem HTC Hero [10] messen lassen. HTC [11] hat mit der eigenentwickelten Oberfläche Sense die Messlatte sehr hoch gelegt. Ein Beispiel: Aus den Kontakten heraus kann man beim Hero die Fotofunktion öffnen und ein Bild einer Person knipsen, das sofort hinzugefügt wird. Beim Milestone fehlt eine solche Funktion. Trotzdem lässt sich die Nutzeroberfläche intuitiv bedienen und schreit geradezu danach, individuell eingerichtet zu werden. Insgesamt verstecken sich die Änderung von Android 2.0 eher im Hintergrund.

Die Tastatur lässt sich gut bedienen, wenn auch nicht so angenehm wie beim Nokia E71 [12] oder dem BlackBerry Bold [13]. Die Tasten liegen zu eng beieinander, und die oberste Reihe grenzt zu knapp ans Display. Der Nutzer stößt beim Tippen mit dem Daumen oft störend an den oberen Slider.

Fazit

Schon allein wegen des Gewichts darf man das Milestone als anständiges Stück Hardware bezeichnen. Das Gehäuse ist robust, auch wenn nur eine Plastikscheibe das brillante Display schützt. Bei der Ausstattung des Android-2.0-Handys wäre Kritik unangemessen. Doch der Nutzeroberfläche hätten die Amerikaner noch ein paar Features verpassen können. Der Musikplayer und die Kamera sind zwar gut, gehören aber nicht zu den Top-Performern. Trotzdem: Wer auf der Suche nach einem Android-Gerät mit QWERTZ-Tastatur und Touchscreen ist, muss sich das Milestone anschauen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[2] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[3] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[4] HTC HD2: https://www.cnet.de/tests/handy/41522605/schon+im+test+htc+hd2+das+beste+windows_phone+aller+zeiten.htm

[5] iPhone 3GS: https://www.cnet.de/tests/handy/41005474/neues+iphone+3g+s+im+test+schneller_+besser_+cooler.htm

[6] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[7] Geotagging: http://de.wikipedia.org/wiki/Geotagging

[8] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/

[9] Sony Ericsson Satio: https://www.cnet.de/tests/handy/41515825/schon+im+test+kamera_+und+videowunder+satio+von+sony+ericsson.htm

[10] HTC Hero: https://www.cnet.de/tests/handy/41005822/im+test+android_smartphone+htc+hero+_t_mobile+g2+touch_+mit+sense_oberflaeche.htm

[11] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[12] Nokia E71: https://www.cnet.de/tests/handy/39193666/symbian_handy+mit+gps_+wlan+und+tastatur+nokia+e71.htm

[13] BlackBerry Bold: https://www.cnet.de/tests/handy/41522025/schon+im+test+blackberry+bold+9700+_onyx.htm