Erfreulicherweise lassen sich die Filter auch bei der Videoaufnahme einsetzen. Beim Modellbau-Effekt bricht die Bildrate zwar deutlich ein, doch dadurch wirken die resultierenden Clips wie Stop-Motion-Filme. Ton zeichnet die E-P2 in diesem Modus allerdings nicht auf. Wer mit Crossentwicklung aufnimmt, erhält deutlich flüssigere und mit Audio untermalte Videos.

Der Modellbau-Filter heißt auf Englisch übrigens „Diorama“.

Der Crossentwicklung-Filter ist zwar weniger exotisch, bannt Videos dafür mit Ton und mehr Bildern pro Sekunde aufs digitale Band.

Neu bei der E-P2 ist außerdem das i-Enhance-Feature, das sich in die intelligente Automatik (i-Auto) integriert. Während die i-Auto Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit an das Motiv anpasst, sorgt i-Enhance für schönere Farben. Unsere Testfotos sehen mit der Funktion lebendiger und satter aus.


Links ist i-Enhance aktiviert, rechts deaktiviert. Das Feature sorgt für ansehnlichere Farben.

Im Gegensatz zur E-P1 bietet die E-P2 den Autofokus-Modus Tracking. Die Objektverfolgung funktioniert gut, zeigt allerdings auch den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Olympus und Panasonic. Bewegt sich das Objekt der Begierde schnell durch das Sichtfeld, kommt der Autofokus gelegentlich etwas ins schwimmen.

Ausblick

In vielerlei Hinsicht ist die E-P2 das, was bereits die E-P1 hätte sein sollen. Mit dem zügigen Erscheinen des Nachfolgers verärgert Olympus etliche Käufer des ersten Modells, die sich jetzt wünschen, etwas gewartet zu haben. Der Hersteller rechtfertigt das schnelle Update damit, dass sich die E-P2 an eine fortgeschrittenere Käuferschaft richtet, die unter anderem den Videomodus kreativer nutzen möchten. Die Ankündigung des SEMA-1-Adapters, einer Schnittstelle zum Anschluss eines externen Mikrofons, untermauert diese Aussage.


Das Mikrofonmodul SEMA-1 richtet sich an anspruchsvolle Videofans.

Für E-P1-Besitzer lohnt sich das Upgrade wahrscheinlich nicht. Die E-P2 kostet im Kit mit dem 14-bis-42-Millimeter-Objektiv rund 900 Euro, während der Vorgänger für 570 Euro den Besitzer wechselt. Für die Preisdifferenz gibt es einen hochauflösenden elektronischen Sucher sowie zwei neue Art-Filter-Effekte und die Möglichkeit, diese auch im Videomodus einzusetzen. Als Alternative im kompakten Micro-Four-Thirds-Segment steht neben den Olympus-Modellen noch die etwas schneller fokussierende Panasonic Lumix DMC-GF1 in den Regalen.

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