Samsung YP-M1: Bass-starker AMOLED-Player mit 3,25-Zoll-Display

von Stefan Möllenhoff am , 12:18 Uhr

Pro
  • fantastisches OLED-Display
  • kratzfester, kapazitiver Touchscreen
  • breite Formatunterstützung
  • UKW-Radio
  • viele Funktionen
Con
  • wirkt stellenweise etwas überladen
  • abnehmende Klangqualität bei hohen Lautstärken
Hersteller: Samsung Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,8 von 10 Punkte
Fazit:

Der Samsung YP-M1 begeistert mit seinem tollen AMOLED-Display und zahlreichen Funktionen. Allerdings wirkt der Player gelegentlich etwas überladen, und bei hohen Lautstärken bricht der Klang ein.

AMOLED-Displays sind bei Samsungs mobilen Geräten schon beinahe Standard. Die meisten Touchscreen-Handys der Koreaner nutzen die organische Anzeigetechnologie bereits, mit dem YP-M1 gesellt sich jetzt auch ein portabler Multimediaplayer dazu. Was der schicke 3,25-Zoll-Flachmann in der Praxis leistet, verrät dieser Test.

OLED-Touchscreen, Bluetooth samt A2DP, UKW-Radio, Bewegungssensor und microSD-Slot – der YP-M1 ist mit Features vollgestopft. Allerdings schlägt sich das auch im Preis nieder: Mit 190, 230 und 290 Euro für die Ausführungen mit 8, 16 beziehungsweise 32 GByte Speicherkapazität siedelt sich der Player oberhalb des Apple [1] iPod Touch an.

Design

Mit 9,9 mal 5,4 mal 1,0 Zentimetern ist der Samsung [2] YP-M1 etwas kürzer und schmaler, dafür aber einen Hauch dicker als der iPod Touch von Apple (11,0 mal 6,2 mal 0,9 Zentimeter). Samsung setzt bei dem berührungsempfindlichen Bildschirm auf die kapazitive Technik. Das ermöglicht es, die gesamte Front mit einer kratzfesten Glasscheibe zu schützen. Unsere Versuche, seinem Display mit einer Schere zu Leibe zu rücken, schmettert der Player mühelos ab.

Ober- und unterhalb des Bildschirms befinden sich zwei kleine Lautsprecher. Auf der Unterseite des YP-M1 sitzen die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse und ein proptietärer, kombinierter USB/AV-Ausgang. Der Port ist so proprietär, dass nicht einmal das Kabel des kleinen Bruders YP-R1 passt. Wer die passende Datenstrippe nicht immer mit sich herumschleppt, kann leider nicht spontan bei Freunden seinen portablen Mediaplayer (PMP) mit Musik betanken. Schade.


Auf der Oberseite bringt Samsung sämtliche Bedienelemente unter. Mehr als die drei Knöpfe brauchen wir angesichts des gut reagierenden Touchscreens nicht.

Auf der Oberseite befinden sich sämtliche mechanischen Bedienelemente des YP-M1 sowie das integrierte Mikrofon. Insgesamt gibt es hier drei Knöpfe, die der Lautstärkeregelung sowie zum Ein/Aus-Schalten und Aktivieren der Tastensperre dienen. Links oben befindet sich ein microSD-Kartenslot, der eine Speichererweiterung um bis zu 16 GByte ermöglicht.

Das 91 Gramm leichte Gehäuse des YP-M1 fühlt sich solide und wertig verarbeitet an. Es lässt sich mit sanfter Gewalt praktisch nicht verbiegen. Die Abdeckungen von USB/AV-Port und microSD-Slot wirken allerdings etwas windig.

Ausstattung

Samsungs YP-M1 unterstützt eine breite Auswahl an Audio- und Videoformaten. Er gibt Musik der Dateitypen MP3, WMA, AAC, WAV, OGG und FLAC wieder. Für Filmchen stehen die Codecs AVI, DivX, XviD, MPEG-4, WMV, H.264 und ASF zur Verfügung. Außerdem zeigt er Bilder in den Formaten JPEG, PNG, BMP und GIF sowie TXT-Dateien an.

Neben Wiedergabe ist auch Aufnahme im MP3-Format möglich. Als Tonquellen dienen entweder das integrierte UKW-Radio oder dank integriertem Mikrofon auch die unmittelbare Umgebung. Während die Qualität der Radioaufzeichnungen recht ordentlich ist, bringt die Diktiergerätfunktion jede kleine Berührung des Players während der Aufnahme als lautes Knacken und Scharren aufs digitale Band.

Der TouchWIZ-Homescreen des YP-M1 gliedert sich in drei verschiedene Desktops, die sich mit Verknüpfungen zu den diversen Funktionen sowie mit Widgets vollstopfen lassen. Im Gegensatz zu den Links gehen die Mini-Programme, was den praktischen Nutzen angeht, gegen Null. Wer braucht einen per Fingerspitze zerbröselbaren Lebkuchenmann oder eine umrührbare Kaffeetasse, die nach kurzer Zeit immer wieder ein Schaumherz anzeigt? Der Notizblock oder die Bedienelemente für den Mediaplayer des M1 gehören noch zu den nützlichsten Widgets.


Der YP-M1 bietet eine Albenansicht, die zwangsläufig an Apples Cover Flow erinnert.

Dank des Tegra-Chips von Nvidia reagiert der Player angenehm flott auf Fingereingaben. Ganz so perfekt wie beim aktuellen iPod Touch geht das zwar nicht von der Hand, aber der M1 kommt dem Apple-Player schon beachtlich nahe.

An Verknüpfungen liegen auf dem Desktop Music, Pictures, Videos, FM Radio, Texts, Games, Voice REC, Address Book, Calculator, Flash Player, Datacasts, Bluetooth, micro SD, File Browser, Alarm und Settings.

Was die meisten der aufgelisteten Funktionen machen, dürfte selbsterklärend ein. Ein interessantes Feature ist allerdings die Möglichkeit, den M1 via Bluetooth mit dem Smartphone [3] zu verbinden und so als Freisprecheinrichtung zu nutzen. Abgesehen von der eher überflüssigen BeatDJ-Funktion sind Interface und Bedienung des YP-M1 praktisch mit denen des kleinen Bruders R1 identisch. Wer mehr Details zu der TouchWIZ-Oberfläche wünscht, findet diese in unserem Testbericht des YP-R1 [4].

Leistung

Die mitgelieferten Ohrkanalhörer sind zwar recht ordentlich, doch zum Testen setzen wir auf einen ausgewachsenen Kopfhörer – und sind begeistert. Zwar erreicht der YP-M1 in puncto Klang seinen günstigeren Bruder YP-R1 [5] nicht, doch auch er bewegt sich deutlich über dem Durchschnitt.

Bei höheren Lautstärken werden die Bässe des M1 unsauber und verzerren. Hier hält der R1 bis zum Anschlag tapfer durch. Die Mitten klingen dafür auch beim AMOLED-Samsung erfreulich warm, und die Höhen sorgen auch bei maximaler Power nicht für schmerzende Ohren.

Was der YP-M1 beim Klang an Boden verliert, macht er das bei der Anzeige locker wieder wett. Das 3,25 Zoll große AMOLED-Display bietet eine absolut fantastische Farbdarstellung. Videos und Fotos wirken dank einer Auflösung von 480 mal 272 Pixeln gestochen scharf.

Für das Anpassen des Klangs an den eigenen Geschmack stehen ein Sieben-Band-Equalizer sowie Einstellungen zu Bass, Raumklang und 3D-Stereo zur Verfügung.

Fazit

Wer auf WLAN, Browser und Apps verzichten kann und sich stattdessen ein phänomenales Display, Bluetooth samt A2DP und viele Möglichkeiten zur Anpassung des Klangs an den eigenen Geschmack wünscht, der ist bei Samsungs YP-M1 genau an der richtigen Adresse. Ein weiterer heißer Kandidat mit OLED-Display wäre Cowons S9 Curve [6].

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41524959/samsung-yp-m1-bass-starker-amoled-player-mit-3-25-zoll-display/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[3] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[4] YP-R1: https://www.cnet.de/tests/mp3/41523843/samsung+yp_r1+guenstiger+touchscreen_mp3_player+fuer+bass_fans.htm

[5] YP-R1: https://www.cnet.de/tests/mp3/41523843/testbericht/samsung+yp_r1+guenstiger+touchscreen_mp3_player+fuer+bass_fans.htm

[6] Cowons S9 Curve: https://www.cnet.de/tests/mp3/39200732/cowon+s9+curve+genialer+amoled_touchscreen+und+toller+sound.htm