Netgear bietet einen optionalen Premium-Dienst an, der den Zugriff auf die NAS von überall über ein Webinterface ermöglicht. Erstaunlicherweise funktioniert bei uns der Zugriff von zu Hause aus vollkommen problemlos, und das, obwohl die Stora im Firmennetzwerk hängt von einer Firewall geschützt wird. Weitere nette Premium-Funktionen sind die Unterstützung von Cooliris, einem 3D-Bild-Browser, sowie der Upload von Fotos auf Flickr. Diese Features haben allerdings ihren Preis: Sie schlagen jährlich mit knapp 20 Euro zu Buche. Unserer Meinung nach sind sie das aber absolut wert.

Leider haben all diese Funktionen den Nachteil, dass sie eine Internetverbindung benötigen – auch wenn die Stora im Heimnetzwerk hängt. Zum ändern der Einstellungen der NAS müssen sich Anwender im Internet einloggen, um auf das Laufwerk im eigenen Ethernet zuzugreifen. Allerdings ist zum Glück nach dem einmaligen Einrichten der Stora nur sehr selten eine Änderung der Optionen notwendig. Der Zugriff auf den Speicher funktioniert auch direkt über den Windows-Explorer. Wer die IP-Adresse der Stora in die Adressleiste tippt, bekommt nach der Eingabe von Benutzername und Passwort alle Daten zu sehen. Auch die Übertragung von Dateien ist so problemlos möglich.

Wie bereits erwähnt eignet sich die Stora auch als Media-Server für das heimische Netzwerk. Die NAS ist DLNA-kompatibel und streamt Videos, Fotos und Musik zu Geräten wie Spielkonsolen, Handys oder Fernsehern. Wer sich via Webbrowser auf der Stora einloggt, sieht sich Videos und Foto-Slideshows mittels eines Flash-Players an.

Leistung

Das Übertragen von Daten auf die Stora funktioniert via LAN kinderleicht. Die NAS schreibt über eine Gigabit-Verbindung 19 MByte pro Sekunde auf ihre Festplatte. Die Leserate liegt bei rund 29 MByte pro Sekunde. Über das Internet geht alles deutlich langsamer vonstatten. Allerdings halten sich die Ladezeiten auch hier in Grenzen. Am längsten dauert bei uns der Log-in.

Auch das Erweitern des Platzes auf der Stora via USB-Massenspeicher ist möglich. Dabei ist es egal, ob Anwender eine USB-Festplatte oder einen -Stick anstecken. Angeschlossene Medien erscheinen als Ordner im Dateisystem der Stora. Allerdings hat die NAS in unserem Test einen unserer USB-Sticks nicht erkannt.

Obwohl die Stora zwei Festplattenschächte an Bord hat, speichert sie immer nur so viele Dateien, wie auf einen der beiden Datenträger passen. Die zweite Platte dient lediglich als Spiegelung der ersten, da die NAS automatisch den RAID-Modus 1 nutzt. Das erhöht zwar die Datensicherheit, dafür geht es auf Kosten der Flexibilität.

Fazit

Bis auf die fehlende Möglichkeit zur RAID-Konfiguration schlägt sich die Netgear Stora sehr gut. Sie dient als NAS-Laufwerk und als Media-Server für das heimische Netzwerk. Zudem bietet sie reichlich Features und eine einfache Bedienung. Ihr bestes Argument ist aber der niedrige Preis von nur rund 160 Euro.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Netgear Stora MS2110: günstige NAS mit Media-Server

  • Am 19. Mai 2010 um 12:51 von Neuer Storabesitzer

    RAID0 und lästiger www-referrer
    Preisgünstig und leise! Die im Testbericht erwähnten Nachteile lassen sich umgehen (in der neuesten Firmware ist auch die Verdoppelung des Speichers möglich, also das Abschalten von RAID1). Mit einem kleinen Hack in die Firmware (siehe http://www.hardwarehackersunite.com) kann man die Anmeldung über die stora-Website umgehen und sich auch ohne Internetzugang auf die Stora anmelden.

    • Am 19. Mai 2010 um 18:06 von Pascal Poschenrieder

      AW: RAID0 und lästiger www-referrer
      Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

    • Am 25. Mai 2010 um 17:20 von Volker

      AW: RAID0 und lästiger www-referrer
      Hi, ich habe das gleiche Problem. Leider funzt der Link zu hardwarehacker nicht mehr. Werde abgewiesen.
      Was tun ?
      Mit freundlichen Grüssen
      Volker

      • Am 26. Mai 2010 um 20:45 von Volker

        AW: AW: RAID0 und lästiger www-referrer
        Hat sich erledigt. Site wieder erreichbar. Danke.

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