An der Rückseite des Gehäuses finden sich ein 1080p-fähiger HDMI-Ausgang und eine Netzwerkschnittstelle. Da der Ethernet-Port jede Menge Platz verschlingt, hat der Hersteller den Composite-Video– und den Stereo-Audioausgang des WD TV auf den ersten Blick weggelassen. Dennoch fehlen die Anschlüsse nicht. Sie sind beim neuen Modell in Form zweier 3,5-Millimeter-Klinkenstecker vorhanden. Der eine gibt Filme in Standard-Definition mitsamt Ton aus, der andere dient als Comonent-RGB-Videoausgang. Beim optische Audioausgang des WD TV hat sich nichts verändert. Genau das Gleiche gilt für die USB-Ports hinten und rechts am Gerät.

Netzwerk

Das Verbinden des WD TV Live mit dem heimischen Netzwerk funktioniert absolut problemlos. Der Hersteller hat sich anscheinend viel Mühe gegeben, den Vorgang so einfach wie möglich zu gestalten. Innerhalb von Sekunden holt sich der Media-Streamer eine IP-Adresse vom DHCP-Server und sieht andere Netzwerkrechner.

Allerdings haben wir Schwierigkeiten, ein Video von einem Computer zu übertragen, der in einem Netzwerk mit vielen anderen PCs hängt. Obwohl der WD TV Live den Rechner erkennt, verbindet er sich trotz der Eingabe des richtigen Benutzernamens und Passworts nicht mit den Freigaben. Mit dem Windows Media Player klappt das Austauschen und Abspielen von Musik, Fotos und Videos über den Western Digital aber. Die meisten Anwender werden allerdings vermutlich ohnehin auf diesem Weg auf ihre Inhalte zugreifen. Jedoch hat der Umweg über den Windows Media Player den Nachteil, dass die Software nur Videos an den WD TV Live sendet, die sie unterstützt. Dadurch kommt es auf einigen Rechnern beispielsweise vor, dass das Steamen von MKV-Dateien nicht funktioniert.

Ein besonders praktisches Feature des Geräts ist die Möglichkeit, den WD TV Live als Netzlaufwerk zu verbinden. Dadurch sind alle über USB mit dem Streamer verbundenen Speichermedien im Netzwerk sichtbar. Zudem funktioniert das Kopieren von Dateien von und auf diese Laufwerke. Das ist besonders nützlich, wenn eine USB-Festplatte am Western Digital hängt, auf die Anwender Dateien kopieren möchten – und zwar ohne sie dafür extra an den PC anstecken zu müssen.

Bild- und Tonqualität

Wie bei seinem Vorgänger ist auch die Bildqualität des WD TV Live exzellent. Das Bild ist scharf und detailreich. Den Ton gibt das Gerät wahlweise im Originalformat oder als Stereo-Downmix aus. Welche Methode der Audioausgabe zum Einsatz kommt, ist Geschmackssache. Dolby-Digital-Ton leitet der Streamer sowohl via HDMI als auch über den optischen S/PDIF-Anschluss an das Soundsystem oder den TV weiter.

Die von uns getesteten Videos laufen problemlos – bis auf wenige Ausnahmen. Eine MOV-Datei will der HD TV Live einfach nicht abspielen, während eine andere – ein Film-Trailer von der Apple-Website – ohne Schwierigkeiten läuft. Die Videoqualität ist unserer Meinung nach nicht ganz die des A-110. Allerdings ist es eher Geschmackssache, welches Bild einem besser gefällt. Wie erwartet sieht Videomaterial jeglichen Formates auf dem angeschlossenen Samsung-Fernseher ausgezeichnet aus.

Fazit

Der Western Digital WD TV Live kostet etwa die Hälfte wie ein vergleichbares Gerät, beispielsweise der Popcorn Hour A-110. Zwar sind die Netzwerkfunktionen des Streamers nicht perfekt, die meisten Videoformate laufen aber problemlos. Außerdem gefällt uns die Möglichkeit, an den WD TV Live angeschlossene Speicher als Netzlaufwerke zu verbinden. Zusammen mit dem geringen Preis ist das Gerät so absolut empfehlenswert.

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