Sony Reader Pocket Edition PRS-300: toller E-Book-Reader

von Nate Lanxon und Pascal Poschenrieder am , 11:30 Uhr

Pro
  • tolles Display
  • extrem simples Interface
  • erledigt seine Arbeit sehr gut
Con
  • legale E-Book-Downloads sind noch eine Seltenheit
  • Speicher nicht erweiterbar
Hersteller: Sony Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,5 von 10 Punkte
Fazit:

Der E-Book-Reader Sony Reader Pocket Edition PRS-300 ist unser absoluter Liebling unter den derzeit erhältlichen Lesegeräten für elektronische Bücher. Ihm fehlen zwar Zusatzfeatures wie ein Musik-Player, dafür bietet er viel Komfort beim Lesen.

Leseratten, die die Regale ihrer Wohnzimmerschränke endlich nicht mehr nur als Ablagefläche für Bücher nutzen möchten, sollten sich einen E-Book-Reader holen. Er speichert unzählige Schmöker auf seinem Speicher und macht Papier überflüssig. Für Einsteiger ist Sony Reader Pocket Edition PRS-300 aufgrund seines günstigen Preises besonders interessant. Wir haben das Gerät ausführlich getestet.

Mit einem Preis von rund 180 Euro ist Sonys Reader Pocket Edition PRS-300 eines der günstigsten Lesegeräte für elektronische Bücher auf dem Markt. Dafür bietet er lediglich eine Grundausstattung und greift beispielsweise nicht wie Amazons Kindle [1] kabellos auf einen E-Book-Store zu. Auch der Touchscreen von Sonys rund 280 Euro teurem Reader Touch Edition PRS-600 [2] fehlt.

Solide Grundausstattung

Wer schon die ganze Zeit auf einen vernünftigen E-Book-Reader [3] im Hosentaschenformat gewartet hat, ist beim PRS-300 genau an der richtigen Adresse. Wäre der Amazon Kindle ein iPhone [4], dann wäre der Pocket ein iPod Nano [5]. Er ist einfach aufgebaut und erledigt nur einen Job, nämlich das Darstellen von elektronischen Büchern. Das beherrscht er dafür extrem gut.


Mit Abmessungen von 15,8 mal 10,7 mal 1,0 Zentimetern passt der Pocket in fast jede Hosentasche.

Der Pocket kommt mit dem gleichen Bildschirm wie fast alle E-Book-Reader. An der Vorderseite des Geräts sitzt ein E-Ink [6]-Display, das nur Strom verbraucht, wenn sich der Bildschirminhalt ändert. Wenn die neue Seite einmal geladen ist, schaltet die Anzeige ab. Dennoch zeigt sie das geladene Bild weiterhin statisch an. Das spart aber nicht nur Energie. Da das Bild im Gegensatz zu einem LC-Display nicht mehrmals in der Sekunde neu aufgebaut wird, schonen E-Ink-Screens die Augen beim Lesen – eben genau wie ein Stück Papier.

Käufer halten den Pocket bequem für Stunden in der Hand und lesen, ohne dabei irgendwelche Probleme oder Ermüdungserscheinungen der Augen festzustellen. Auf seinem integrierten Speicher mit einer Kapazität von 512 MByte lagert das Gerät mehr als 300 Bücher. So kommt auch während eines langen Urlaubs garantiert keine Langeweile auf. Dem steht dank des sparsamen Screens auch der Akku nicht im Weg. Allerdings ist der Speicher des Pocket im Gegensatz zu dem des Touch nicht per SD-Karte erweiterbar.

Neue E-Book-Shops braucht das Land

Online-Shops für E-Books stecken immer noch in den Kinderschuhen – das gilt auch für Amazons Kindle-Shop. Mit dem Pocket können Besitzer überall dort einkaufen, wo das weit verbreitete ePub [7]-Format angeboten wird. In Deutschland sind beam-ebooks.de [8], ciando.com [9], libreka.de [10], libri.de [11] sowie thalia.de [12] gute Quellen für Leseratten elektronischer Bücher.

Um heruntergeladene Bücher auf den Pocket zu übertragen, stecken Anwender ihn via USB an einen PC oder Mac an und nutzen Adobes Software Digital Editions [13] zum Kopieren DRM [14]-geschützter Werke. Das funktioniert zwar recht einfach und reibungslos, dennoch haben es Kindle-Besitzer dank kabellosem Zugriff auf den Online-Bücherladen noch leichter.

Dafür unterstützt der Pocket weit mehr E-Book-Formate als der Kindle. Neben DRM-freien ePub-Dateien beherrscht er auch PDF- und Microsoft [15]-Word-Dokumente sowie alle Textdateien mit der Endung .TXT. Beim Lesen ist ein Bookmarken von Seiten möglich. Allerdings fehlen eine Kommentarfunktion und eine Suche, wie sie bei Kindle und Touch vorhanden sind. Aber der Pocket ist eben ausschließlich ein E-Book-Reader – einfach und pur.

Das Menüsystem des Sony [16]-Readers ist simpel aufgebaut und leicht zu durchschauen. Es ist das einfachste, das wir bei ähnlichen Geräten bis jetzt gesehen haben. Für die Steuerung dienen die Tasten Hoch, Runter, Links, Rechts und Select. Zusätzlich platziert der Hersteller rechts neben dem Display Knöpfe mit den Zahlen 0 bis 9. Wer beispielsweise schnell zum Kapitel 8 springen möchte, drückt einfach die Taste mit der Aufschrift 8. Die Funktion der Tasten ist Inhaltsabhängig und reagiert je nach gerade dargestelltem Kontext anders. Trotzdem ist das Steuerungssystem intuitiv und schnell.

Fazit

Der Sony Reader Pocket Edition PRS-300 ist unser absoluter Liebling unter den derzeit erhältlichen E-Book-Readern. Zwar ist das Gerät nicht innovativ und mit nützlichen Features vollgestopft, dafür bietet es den wohl höchsten Lesegenuss seiner Klasse und verzichtet auf proprietäre Formate.

Spezifikationen

  • Peripherie-Typ - E-Book-Reader
  • Kommunikation - USB

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41525655/sony-reader-pocket-edition-prs-300-toller-e-book-reader/

URLs in this post:

[1] Kindle: https://www.cnet.de/tests/peripherie/39195087/kindle+amazons+e_book_reader+kommt+nach+deutschland.htm

[2] Reader Touch Edition PRS-600: http://reviews.cnet.co.uk/accessories/0,39100116,49304074,00.htm

[3] E-Book-Reader: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/specials/41524943/e_book_reader+und+inhalte+im+ueberblick+hat+die+zeitung+ausgedient.htm

[4] iPhone: https://www.cnet.de/tests/handy/41005474/neues+iphone+3g+s+im+test+schneller_+besser_+cooler.htm

[5] iPod Nano: https://www.cnet.de/tests/mp3/41502819/apple+ipod+nano+5g+die+fuenfte+generation+mit+videokamera+im+test.htm

[6] E-Ink: http://de.wikipedia.org/wiki/E-Ink

[7] ePub: http://de.wikipedia.org/wiki/Epub

[8] beam-ebooks.de: http://www.beam-ebooks.de/

[9] ciando.com: http://www.ciando.com/

[10] libreka.de: http://www.libreka.de/

[11] libri.de: http://www.libri.de/

[12] thalia.de: http://www.thalia.de/

[13] Digital Editions: http://www.adobe.com/products/digitaleditions/

[14] DRM: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung

[15] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/

[16] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/