Online-Streaming

Wir sehen uns einige Videos von Internet-basierten Inhalteanbietern wie Revision3 und von Sharing-Websites wie Flickr und Youtube an. Videoqualität und Nützlichkeit der Clients für diese Dienste variieren sehr stark. So ist die Bildqualität von Flickr-Fotos beispielsweise schlecht. Das Revision3-Interface ist im Vergleich dazu deutlich einfacher zu bedienen und bietet ordentliche Qualität. Alles in allem haut uns das Online-Inhalte-Menü nicht vom Hocker. Es bedarf eines von Grund auf neuen Designs mit hochqualitativeren Inhalten und kürzeren Reaktionszeiten.

Nichtsdestotrotz finden wir es gut, dass Popcorn Hour Online-Inhalte in den C-200 integriert. Der Media-Streamer bietet das derzeit größte Angebot unter den Geräten seiner Klasse. Es ist zwar dennoch bei weitem nicht perfekt, aber immerhin vorhanden.

Verbesserte Foto- und Bildwiedergabe

Ein großes Problem alter Popcorn-Hour-Modelle ist die Handhabung von Fotos und Musik. Andere Geräte wie der Western Digital WD TV und der Seagate Freeagent Theater kommen sehr gut mit Bildern zurecht. Glücklicherweise hat Popcorn Hour hier viel optimiert. Der C-200 bietet Fans von Foto-Slideshows deutlich mehr Möglichkeiten.

Dank seines schnelleren Prozessors beherrscht der Streamer zudem begrenztes Multitasking. Wer beispielsweise Musik abspielt, kann gleichzeitig zum Fotobetrachter wechseln und eine Slideshow ansehen. Das ein willkommenes Extra und sorgt bei Diaabenden für bessere Stimmung.

Kritikpunkte

Das einzige Problem, das wir mit dem C-200 haben, ist seine teilweise komplizierte Bedienung. Die Montage des Blu-ray-Laufwerks könnte beispielsweise einfacher funktionieren. Außerdem wäre es wünschenswert, wenn der Hersteller das Gerät auch mit vorinstalliertem Blu-ray-Drive anbieten würde. Vermutlich werden das aber in Zukunft einige Händler übernehmen. Derzeit ist die Box zumindest mit vorinstallierten Festplatten zu haben. Allerdings wirkt sich das auch auf den Preis des C-200 aus.

Das Problem mit den Blu-ray-Laufwerken betrifft nicht nur den Einbau. Käufer müssen die Hardware nicht nur selbst besorgen und integrieren, sondern dabei auch noch eines der wenigen vom Chipsatz unterstützten Modelle auswählen. Firmware-Updates werden zwar in Zukunft für bessere Kompatibilität sorgen, aber selbst dann wird es noch genug Problemfälle geben. Eine Liste mit unterstützten Laufwerken findet sich im Wiki auf der Popcorn-Hour-Website.


Der C-200 besitzt alle wichtigen Ein- und Ausgänge. Dennoch, perfekt ist auch er nicht. So hätten wir uns beispielsweise zusätzlich einen analogen 7.1-Ausgang gewünscht.

Zusätzlich zu den Blu-ray-Schwierigkeiten beklagen sich einige Besitzer des C-200 über Firmware-Bugs. Zwar haben wir während unseres Tests keine Probleme, einige Nutzer berichten aber davon, dass auf bestimmte Weise kodierte MKV-Container-Dateien zu einer Asynchronität der Tonspur führen können. Wir haben eine solche Datei angesehen und nichts derartiges festgestellt. Das bedeutet aber nicht, dass solche Fehler nicht auftreten. Zwar werden auch diese Dinge mit Sicherheit in naher Zukunft durch Firmware-Updates behoben, dennoch müssen wir Käufer warnen: Der C-200 ist ein tolles Gerät, ganz perfekt ist er aber nicht – zumindest noch nicht.

Fazit

Der Popcorn Hour C-200 eignet sich nicht für jeden Filmfan. Für Besitzer großer Videoarchive, die auf einem Netzwerkrechner oder einer USB-Festplatte gespeichert sind, gibt es aber kein besseres Gerät auf dem Markt. Der Media-Streamer unterstützt nahezu jedes Dateiformat und jeden Codec auf dem Planeten. Die wenigen die er derzeit noch nicht beherrscht, werden durch Firmware-Update in Bälde ebenfalls laufen. Wer nicht weiß, was ein Firmware-Update ist, sollte besser die Finger vom C-200 lassen.

Leser, die vom C-200 begeistert sind, sich aber vor den Problemen eines neuen und noch nicht Bug-freien Produktes fürchten, sollten zum A-110 greifen. Bis auf die Blu-ray-Unterstützung bietet der ältere Bruder des C-200 fast die selben Funktionen und eine stabilere, ausgereiftere Software.

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