Leistung

Für unseren Test schließen wir den F2380 via DVI an und verwenden das Preset Benutzerdefiniert. So erreicht der Bildschirm bei unserem DisplayMate-basierten Leistungstest ein Gesamtergebnis von 96 Punkten. Bei fast allen Farb- und Homogenitätstests schlägt sich das Gerät gut. Allerdings zeigt es bei drei Prüfungen Schwächen: Beim Color-Tracking-Test stellt sich heraus, dass das Bild einen leichten Rotstich besitzt. Die Prüfung mit einem komplett schwarzen Bild macht ein leichtes Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung oben und in den Ecken des Panels sichtbar. Beim Graustufen-Test bemerken wir, dass sich dunkle Grautöne nicht von Schwarz unterscheiden. Das führt dazu, dass Details in dunklen Bildbereichen nicht gut sichtbar sind.

Der F2380 erreicht einen Helligkeitswert von 237 Candela pro Quadratmeter und liegt damit deutlich hinter dem XL2370 mit 344 cd/m². Auch den von Samsung angegebenen Wert von 300 cd/m² schafft der Monitor nicht. Wir empfinden das Bild des F2380 als deutlich zu dunkel. Das stört besonders bei Spielen oder bunten Websites.

Wir sehen uns die DVD von Kill Bill – Volume 1 und einige 1080p-Videos aus Microsofts WMV HD Content Showcase an. Filme sehen auf dem F2380 dank seiner hohen Kontrastrate und seinen guten Schwarzwerten toll aus. Der Test ergibt, dass der Kontrast des Displays bei 2517:1 liegt. Das ist zwar weniger als der von Samsung angegebene Wert von 3000:1, dennoch steht das Gerät besser dar als fast alle bisher von uns getesteten Bildschirme.

Unreal Tournament 3 und World of Warcraft sehen bei voller Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln großartig aus. Wir stellen keinerlei Anzeichen eines Nachleuchtens oder einer Eingangsverzögerung fest. Allerdings fällt uns während des Spielens von Warcraft auf, dass es zeitweise zu Grafikfehlern kommt. Besonders bei schnellen Schwenks über die Karte erscheinen an bestimmten Stellen kleine grüne Kreise. Das ist vermutlich auf die Reaktionszeit des Displays von 8 Millisekunden zurückzuführen. Mit dem XL2370, der innerhalb von 2 Millisekunden schaltet, kommt es nicht zu diesen Problemen.


Dank seines cPVA-Panels ist das Bild des Monitors auch bei sehr hohen Blickwinkeln stabil.

Der optimale Blickwinkel eines Monitors liegt bei 0 Grad, also bei einer Betrachtung direkt von vorne. Dabei sollten die Augen etwa auf drei Viertel der Displayhöhe liegen. Bei diesem Winkel sehen Farben und Gamma so aus, wie es der Hersteller vorgesehen hat. Die meisten LCD-Bildschirme sind ausschließlich auf eine Nutzung mit diesem Winkel ausgelegt. Je nach Panel-Typ variiert die Qualität bei hohen Winkeln sehr stark. Der F2380 nutzt ein cPVA-LCD, das langsamer reagiert, dafür aber höhere Blickwinkel beherrscht. Dadurch ist besonders bei vertikalen Winkeländerungen fast keine Farbverschiebung zu sehen. Auch bei hohen horizontalen Winkeln bleibt das Bild konstant und qualitativ hochwertig.

Fazit

Der Samsung SyncMaster F2380 bietet eine der besten Kontrastraten, die wir je gesehen haben. Leider trennt das Display dunkle Grautöne am unteren Ende der Farbskala nicht sauber von Schwarz. Dafür ist die Farbreproduktion gut. Alles in allem wirkt das Bild verglichen mit dem des XL2370 aber etwas dumpf. Für Käufer, denen gute Blickwinkel und Ergonomie-Funktionen wichtig sind, ist der F2380 genau das Richtige. Für alle anderen ist der schickere XL2370 mit besserer Ausstattung empfehlenswerter.

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