Samsung SyncMaster F2380: Display mit cPVA-Panel

von Eric Franklin und Pascal Poschenrieder am , 14:30 Uhr

Pro
  • hohe maximale Blickwinkel
  • nützliche Ergonomie-Funktionen
  • außergewöhnlich gute Schwarzwerte
Con
  • geringe Helligkeit
  • fehlende Anschlüsse
Hersteller: Samsung Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,1 von 10 Punkte
Fazit:

Der Samsung SyncMaster F2380 ist ein Monitor mit schlichtem Design und guter Leistung. Er bietet hohe maximale Blickwinkel und außergewöhnlich gute Schwarzwerte. Allerdings ist seine Helligkeit zu gering und es mangelt an Anschlussmöglichkeiten.

Mit dem F2380 hat Samsung einen 23-Zoll-Flachbildschirm mit Full-HD-Auflösung auf den Markt gebracht. Das Gerät nutzt eine andere Panel-Technologie als gewöhnliche LCDs, was ihm zu guten Blickwinkeln und Schwarzwerten verhilft. Allerdings besitzt es längere Reaktionszeiten. Wir haben getestet, wie sich das Modell in der Praxis schlägt.

Der 23 Zoll große 1080p [1]-Monitor Samsung [2] SyncMaster F2380 ist im Internet bereits ab rund 225 Euro zu haben. Das Gerät bietet zwei DVI [3]-Ports und einen VGA [4]-Eingang. Zudem verfügt es über alle vier wichtigen Ergonomie-Einstellungen und ein cPVA [5]-Panel, das deutlich bessere Blickwinkel bietet, als ein gewöhnliches TN [6]-LC-Display wie das des etwas teureren SyncMaster XL2370 [7].

Design und Ausstattung

Der F2380 besitzt ein kantiges, mattschwarzes Gehäuse. Das Panel ist 2,5 Zentimeter dick. Hintergrundbeleuchtung, Anschlüsse und passive Kühlung benötigen weitere 4,1 Zentimeter, wodurch die Gesamtdicke 6,6 Zentimeter beträgt. Die Bilddiagonale misst 54,4 Zentimeter und die Oberfläche des Displays ist matt. Der Bildschirmrahmen hat an allen Seiten eine Breite von 1,5 Zentimetern.

Der rechteckige Standfuß des F2380 ist 24,4 mal 21,8 Zentimeter groß. Wir stoßen das Panel von der Seite an. Es wackelt zwar, doch wir haben nie den Eindruck, als könnte der Monitor gleich umfallen – besonders nicht bei der niedrigsten Höheneinstellung, bei der der untere Rand der Anzeige 6,4 Zentimeter über dem Schreibtisch schwebt. Bei der höchsten Position beträgt der Abstand 19,3 Zentimeter. Das Panel ist um rund 45 Grad nach rechts und links drehbar. Außerdem lässt es sich um 25 Grad nach hinten neigen. Auch eine Pivot-Funktion für den Wechsel zwischen Normal- und Portrait-Betrieb fehlt nicht.


Der F2380 ist sehr kantig, aber nicht hässlich. Allerdings fehlt ihm ein HDMI-Eingang.

Samsung baut lediglich zwei verschiedene Anschlussmöglichkeiten in den Monitor ein. Neben zwei DVI [3]-Buchsen ist ein VGA [4]-Eingang vorhanden. Alle drei Schnittstellen sitzen an der Gehäuserückseite. HDMI [8]– oder USB-Ports besitzt der F2380 nicht. Dafür sind die vorhandenen Anschlüsse sehr gut erreichbar, besonders, wenn der Monitor im Portrait-Modus genutzt wird.

Das Onscreen-Menü des F2380 kommt im gleichen Design wie das des XL2370. Mittig am unteren Displayrahmen sitzen fünf Tasten für die Steuerung: Menü, Hoch, Runter, Sounce und Auto. Die Knöpfe lassen sich gut erfühlen und voneinander unterscheiden. Die Hoch- und Runter-Tasten dienen zusätzlich dem Direktzugriff auf Helligkeit und Presets.

Die Bild-Optionen bestehen aus Helligkeit, Kontrast und Schärfe. Außerdem bietet der Monitor eine Farbton-Einstellung mit den Punkten Kalt, Normal, Warm oder Benutzerdefiniert. Letztere Option erlaubt ein manuelles Regeln der Farben Rot, Grün und Blau. Bei den Presets haben Anwender die Wahl zwischen Benutzerdefiniert, Text, Internet, Game, Sport, Film und Optimalkontrast. Jedes Preset ändert die Farbtemperatur und die Helligkeit des Displays.

Der F2380 besitzt ein Bildseitenverhältnis von 16:9 und löst Full-HD mit 1920 mal 1080 Pixeln nativ auf. Der aktuelle Trend weg vom Bildformat 16:10 und hin zu einem Display-Seitenverhältnis von 16:9 führt dazu, dass viele kleine Monitore vergleichsweise hohe Auflösungen bieten. So besitzt ein aktuelles Durchschnittsgerät mit 22-Zoll-Diagonale und 16:9-Format bereits 1920 mal 1080 Bildpunkte, wohingegen ein gleich großer Monitor mit einem Seitenverhältnis von 16:10 in der Regel nur 1680 mal 1050 Pixel auflöst.

Leistung

Für unseren Test schließen wir den F2380 via DVI an und verwenden das Preset Benutzerdefiniert. So erreicht der Bildschirm bei unserem DisplayMate [9]-basierten Leistungstest ein Gesamtergebnis von 96 Punkten. Bei fast allen Farb- und Homogenitätstests schlägt sich das Gerät gut. Allerdings zeigt es bei drei Prüfungen Schwächen: Beim Color-Tracking-Test stellt sich heraus, dass das Bild einen leichten Rotstich besitzt. Die Prüfung mit einem komplett schwarzen Bild macht ein leichtes Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung oben und in den Ecken des Panels sichtbar. Beim Graustufen-Test bemerken wir, dass sich dunkle Grautöne nicht von Schwarz unterscheiden. Das führt dazu, dass Details in dunklen Bildbereichen nicht gut sichtbar sind.

Der F2380 erreicht einen Helligkeitswert von 237 Candela pro Quadratmeter und liegt damit deutlich hinter dem XL2370 mit 344 cd/m². Auch den von Samsung angegebenen Wert von 300 cd/m² schafft der Monitor nicht. Wir empfinden das Bild des F2380 als deutlich zu dunkel. Das stört besonders bei Spielen oder bunten Websites.

Wir sehen uns die DVD von Kill Bill – Volume 1 und einige 1080p-Videos aus Microsofts WMV HD Content Showcase [10] an. Filme sehen auf dem F2380 dank seiner hohen Kontrastrate und seinen guten Schwarzwerten toll aus. Der Test ergibt, dass der Kontrast des Displays bei 2517:1 liegt. Das ist zwar weniger als der von Samsung angegebene Wert von 3000:1, dennoch steht das Gerät besser dar als fast alle bisher von uns getesteten Bildschirme.

Unreal Tournament 3 und World of Warcraft sehen bei voller Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln großartig aus. Wir stellen keinerlei Anzeichen eines Nachleuchtens oder einer Eingangsverzögerung fest. Allerdings fällt uns während des Spielens von Warcraft auf, dass es zeitweise zu Grafikfehlern kommt. Besonders bei schnellen Schwenks über die Karte erscheinen an bestimmten Stellen kleine grüne Kreise. Das ist vermutlich auf die Reaktionszeit des Displays von 8 Millisekunden zurückzuführen. Mit dem XL2370, der innerhalb von 2 Millisekunden schaltet, kommt es nicht zu diesen Problemen.


Dank seines cPVA-Panels ist das Bild des Monitors auch bei sehr hohen Blickwinkeln stabil.

Der optimale Blickwinkel eines Monitors liegt bei 0 Grad, also bei einer Betrachtung direkt von vorne. Dabei sollten die Augen etwa auf drei Viertel der Displayhöhe liegen. Bei diesem Winkel sehen Farben und Gamma so aus, wie es der Hersteller vorgesehen hat. Die meisten LCD-Bildschirme sind ausschließlich auf eine Nutzung mit diesem Winkel ausgelegt. Je nach Panel-Typ variiert die Qualität bei hohen Winkeln sehr stark. Der F2380 nutzt ein cPVA-LCD, das langsamer reagiert, dafür aber höhere Blickwinkel beherrscht. Dadurch ist besonders bei vertikalen Winkeländerungen fast keine Farbverschiebung zu sehen. Auch bei hohen horizontalen Winkeln bleibt das Bild konstant und qualitativ hochwertig.

Fazit

Der Samsung SyncMaster F2380 bietet eine der besten Kontrastraten, die wir je gesehen haben. Leider trennt das Display dunkle Grautöne am unteren Ende der Farbskala nicht sauber von Schwarz. Dafür ist die Farbreproduktion gut. Alles in allem wirkt das Bild verglichen mit dem des XL2370 aber etwas dumpf. Für Käufer, denen gute Blickwinkel und Ergonomie-Funktionen wichtig sind, ist der F2380 genau das Richtige. Für alle anderen ist der schickere XL2370 [7] mit besserer Ausstattung empfehlenswerter.

Helligkeit (in cd/m2)
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Dell SP2309W [12]

297 
Dell S2409W [13]

242 
Samsung SyncMaster F2380

237 

Kontrast
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Samsung SyncMaster F2380

2,517:1 
Samsung SyncMaster XL2370

1,008:1 
Dell S2409W

1,001:1 
Dell UltraSharp 2408WFP

891:1 
Dell SP2309W

648:1

DisplayMate-Leistungstest
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Samsung SyncMaster F2380

96 
Samsung SyncMaster XL2370

96 
Dell UltraSharp 2408WFP

90 
Dell SP2309W

90 
Dell S2409W

87 

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41526479/samsung-syncmaster-f2380-display-mit-cpva-panel/

URLs in this post:

[1] 1080p: http://de.wikipedia.org/wiki/1080p

[2] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[3] DVI: http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Visual_Interface

[4] VGA: http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Graphics_Array

[5] cPVA: http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallbildschirm#PVA_und_MVA

[6] TN: http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallbildschirm#Einfache_Fl.C3.BCssigkristall-Zellen_.28TN.29

[7] SyncMaster XL2370: https://www.cnet.de/tests/display/41515459/samsung+syncmaster+xl2370+flach+und+sparsam+mit+leds.htm

[8] HDMI: http://de.wikipedia.org/wiki/High_Definition_Multimedia_Interface

[9] DisplayMate: http://www.displaymate.com/

[10] Microsofts WMV HD Content Showcase: http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/musicandvideo/hdvideo/contentshowcase.aspx

[11] Dell UltraSharp 2408WFP: https://www.cnet.de/tests/display/39200000/dell+ultrasharp+2408wfp+24_zoeller+mit+anschlussvielfalt.htm

[12] Dell SP2309W: https://www.cnet.de/tests/display/41001369/dell+sp2309w+fantastischer+23_zoeller+zum+fairen+preis.htm

[13] Dell S2409W: https://www.cnet.de/tests/display/41500059/dell+s2409w+preiswert+und+leistungsstark.htm