Der Tieftöner hat keinen Lautstärkeregler an Bord. Die Justierung seines Levels funktioniert direkt über die Fernbedienung. Am Anfang klingt der Woofer nicht sonderlich kraftvoll. Er steht etwa 1,2 Meter von der vorderen Wand entfernt. Wenn wir ihn einige Zentimeter weiter wegbewegen, verbessert sich der Sound signifikant. Das zeigt, dass der Austellungsort trotz kabelloser Übertragung alles andere als egal ist. Steht der Lautsprecher zu weit von der Soundbar weg, hört es sich so an, als ob der gesamte Bass nur aus dem Woofer kommen würde. Daher sollte er nicht weiter als 1,5 Meter entfernt sein. Stimmt der Abstand zu den Wänden nicht, verhindern Interferenzen die Ausbildung eines voluminösen Basses.

Wie bereits erwähnt, lassen sich die Lautstärken von Center-Kanal und den Surround separat regeln. Das ist ein nützliches Extra, das besonders bei der Musikwiedergabe für besseren Klang sorgt. Auch bei Filmen ist es oft sehr hilfreich.

Ausstattung

Wie die meisten Geräte in der Klasse der Kit-Systeme mit Soundbar sind die Anschlüsse des TH-BA1 auf Audio-Ports begrenzt. Das bedeutet, dass TV und Soundsystem einzeln angeschlossen werden müssen. Die Folge: Wer von seinem Blu-ray-Player auf seine Spielkonsole umschalten möchte, muss am TV und am Soundsystem den Eingang wechseln und dazu zwei Fernbedienungen in die Hand nehmen. Hier hilft nur eine Universalfernbedienung wie die Logitech Harmony One.

Im Vergleich zu seinen Konkurrenten Yamaha YSP-S400 mit vier und Denon DHT-FS3 mit fünf Ports besitzt das JVC-System nur drei Eingänge. Sie lassen sich nicht gleichzeitig aktivieren und sind per Fernbedienung auszuwählen.

Leistung

Für unseren Test legen wir die DVD von Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 in den angeschlossenen Player ein. Schon nach wenigen Sekunden ist klar: Das TH-BA1 kann was. Der Film ist ein Thriller mit recht gewöhnlicher Handlung: Walter Graber (Denzel Washington) ist Fahrdienstleiter bei der U-Bahn von New York. Als sein Zug entführt wird, findet er sich in einem Kampf gegen den Verbrecher Ryder (John Travolta) wieder.

Der Soundtrack des Films ist allerdings alles andere als Standard. Er klingt außergewöhnlich gut. Die quietschenden und krachenden Metallräder der U-Bahn und ihr Echo im engen Tunnel hören sich absolut realistisch an, wodurch sich die Tonspur sich ideal für den Test von Soundbar und Subwoofer eignet. Das TH-BA1 sorgt dafür, dass wir den Eindruck haben, direkt im Film anstatt nur vor dem Fernseher zu sitzen. Der Ton ist klar und definiert, und selbst als Ryder und seine Kumpanen ihre Waffen abfeuern, übersteuert die Soundbar nicht.

Der Surround-Effekt der JVC-Soundbar ist vergleichsweise gut. Dennoch kommt er nicht an den eines vollwertigen Surround-Soundsystems heran. Dialoge sind klar und deutlich zu verstehen. Auch arbeitet das vergleichsweise günstige TH-BA1 auf sehr hohem Niveau. Sogar während lauter, überladener Action-Sequenzen kommt jedes Detail gut heraus.

Das Soundsystem besitzt eine dynamische Lautstärkeanpassung. Sie sorgt bei Filmen mit leisen Dialogen und lauter Action dafür, dass das Level immer gleich bleibt. Das ist besonders praktisch, wenn die Nachbarn ein empfindliches Gehört haben. Gespräche der Protagonisten sind dann genauso zu hören wie Schüsse und Explosionen – ohne dass die Oma von nebenan gleich aus dem Bett fällt. Die dynamische Lautstärkeanpassung lässt sich über die Fernbedienung aktivieren.

Das TH-BA1 überzeugt uns sogar bei Musik. Das haben bisher nur sehr wenige Soundsysteme geschafft. Wir hören uns ein paar CDs an – von Jazz über Hard Rock bis hin zu Hip Hop. Alles klingt gut ausbalanciert und weder zu bass-, noch zu höhenlastig.

Fazit

Alles in allem sind wir von der Leistung des TH-BA1 wirklich beeindruckt. Dennoch kommt auch diese Lösung einfach nicht an ein vollweriges 5.1- oder 7.1-Soundsystem heran. Das ist aber bisher noch keiner von uns getesteten Soundbar-Subwoofer-Kombination gelungen – auch nicht deutlich teureren Modellen.

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