Auch die Qualität des optischen Suchers kann nicht völlig überzeugen. Die Fokuspunkte sind zwar erfreulich groß, doch dafür fällt die Sehhilfe generell klein aus und bietet einen recht niedrigen Vergrößerungsfaktor. Zudem steht das LCD etwas aus der Rückseite heraus, so dass man bei Nutzung des Suchers ständig mit der Wange daran anstößt und den Bildschirm verschmiert.

Für gewöhnlich sind die Bedienelemente bei DSLRs auf der Oberseite recht weit vorne platziert, so dass sie sich bequem mit dem Zeigefinger erreichen lassen. Sony positioniert sie bei der A550 ungewöhnlich weit hinten. Sie liegen weder in bequemer Reichweite des Daumens noch des Zeigefingers, wenn der Fotograf das Gehäuse vor dem Gesicht hält. In diesem Punkt gefällt uns das Design bei Sonys günstigeren Spiegelreflexkameras der 200er- und 300er-Serie besser.

Auf der Rückseite bringt Sony einen Fn-Knopf unter, der eine Reihe von Optionen aufs Display holt, darunter Blitz, Serienaufnahme, Autofokusmodus und -bereich, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungmessung, Blitzbelichtungskorrektur, Weißabgleich, DRO/Auto-HDR und Kreativmodi. Das Vier-Wege-Pad zum Navigieren durch die Einstellungen macht einen etwas flachen Eindruck und bietet nicht ausreichend taktiles Feedback – im Test drücken wir häufig versehentlich auf die mittig im Bedienelement platzierte Autofokus-Taste.


Das Vier-Wege-Pad neben dem schwenkbaren Display ist leider nicht so präzise, wie wir es uns wünschen würden.

Der Bildschirm bietet zwar nicht die Freiheit eines dreh- und schwenkbaren Displays, ermöglicht aber dank der kippbaren Aufhängung bequeme Aufnahmen über Kopf und aus der Hüfte. Abgesehen von der mechanischen Flexibilität ist der Bildschirm auf demselben Niveau wie die Anzeigen der Konkurrenz.

Wer zum Fotografieren primär das Display nutzt, wird sich über Sonys schnellen Live-View-Autofokus freuen. Auch der MF-Check-LV-Modus ist ein praktisches Extra für manuelle Scharfsteller. Ist die Funktion aktiv, vergrößert sie den Fokusbereich und passt zudem die Belichtung des Ausschnitts an, sodass der Fotograf auch sieht, was er mit dem Bild ansteht. Schade: Im Live-View-Modus zeigt das Display lediglich einen 90-prozentigen Bildausschnitt an – das ist sogar noch weniger als der optische Sucher zu bieten hat. Die erwähnte MF-Check-LV-Funktion hingegen bringt 100 Prozent aufs Display.

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