Leistung

Im Praxistest legt die Alpha DSLR-A550 allerdings auch ohne das Geschwindigkeitsextra eine flotte Performance hin. Bis die Spiegelreflexkamera aus dem Tiefschlaf erwacht ist und das erste Foto geschossen hat, vergehen 0,4 Sekunden. Bei guten Lichtverhältnissen beträgt die Auslöseverzögerung 0,3 Sekunden, im Zwielicht verschlechtert sich der Wert auf immer noch recht zügige 0,7 Sekunden. Zwischen zwei Aufnahmen genehmigt sich die Kamera eine Auszeit von 0,7 Sekunden. Durch den Einsatz des Blitzes verlängert sich die Verschnaufpause auf 0,9 Sekunden. Im „normalen“ Serienbildmodus kommt unser Testgerät auf 4,3 Aufnahmen pro Sekunde.

Obwohl die A550 ebenso wie ihre kleine Schwester A380 einen 14,2-Megapixel-Chip bietet, liefert der Exmor-CMOS-Sensor der „Großen“ durch den gesamten Empfindlichkeitsbereich deutlich sauberere Aufnahmen. Bis einschließlich ISO 400 gelingen die Fotos gestochen scharf sowie praktisch rauschfrei und weisen eine ausgewogene Ausleuchtung auf. ISO-800-Bilder sehen ebenfalls noch sehr gut aus. Ab ISO 1600 beginnen die Details, etwas zu verschmieren. Größtenteils liefert allerdings auch die Einstellung ISO 3200 noch recht brauchbare Fotos.

Wie für diese Klasse üblich eignen sich die Empfindlichkeiten oberhalb von ISO 3200 nur noch für Notfälle. Dennoch, die Rauschunterdrückung der A550 leistet in diesen ISO-Bereichen erstaunlich gute Arbeit. ISO-6400-Fotos sehen beispielsweise deutlich sauberer aus als die Äquivalentaufnahmen der älteren Vollformatkamera A900. Auch mit ISO 12.800 geschossene Fotos stellen keine Katastrophe dar, eignen sich allerdings nur noch für kleine Ausdrucke oder fürs Internet.

An Bord der A550 finden sich eine ganze Reihe von verschiedenen Farbmodi. Die Voreinstellungen liefern allerdings allesamt unpräzise und unangenehm übersättigte Farben. Einen Natürlich-Modus gibt es leider nicht. In den Feineinstellungen der Presets sind die Regler für Kontrast, Sättigung und Schärfe dann auch noch auf „0“ gestellt, so dass viel Experimentieren notwendig ist, um eine akzeptable Einstellung herauszufinden.

Leider sehen die RAW-Aufnahmen in puncto Farben nicht sonderlich viel besser aus als die JPEG-Fotos. Im Test dachten wir zuerst, die Einstellungen von unserem Adobe Camera Raw wären verstellt. Allerdings sahen die Bilder in Sonys eigenem RAW-Entwickler Image Data Converter SR genauso aus. Es gibt leider keine Möglichkeit, die von der Kamera verwendeten Farbeinstellungen aus den Bildern zu entfernen. Die besten Ergebnisse erhalten wir noch, wenn wir als Farbraum AdobeRGB anstelle von sRGB in der Kamera wählen.

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