Einziger deutlicher Schwachpunkt der Samsung NX10 gegenüber der Canon-DSLR sind die grünlichen Farbflecken, die in dunklen und kontrastarmen Bildbereichen auftreten, wenn die Kamera mit hohen Empfindlichkeiten fotografiert. Bei der Farbwiedergabe bleibt die Digicam ansonsten bis ISO 1600 sehr akkurat. Erst bei ISO 3200 lässt die Sättigung spürbar nach.

Während ISO 3200 bei der Ricoh GXR (links) noch ansehnliche Ergebnisse liefert, kommt die Samsung NX10 hier schon in Schwierigkeiten. Bei farbenfrohen Motiven ist der Abstand allerdings deutlich geringer (für die Originalbilder auf die Fotos klicken).

Bei den Standard-Rauschtests im Labor liefert die Samsung NX10 interessanterweise extrem gute Werte. Auch die Color-Checker-Testbilder sehen bei sämtlichen ISO-Empfindlichkeiten fantastisch aus. Hier fotografieren wir allerdings bei prinzipiell guten Lichtverhältnissen und bei hohen ISO-Werten mit sehr kurzen Verschlusszeiten. Im Zwielicht hingegen bringt die Kamera deutlich mehr Rauschen auf die Bilder.

Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, doch bei Samsung ist der Unterschied ungewöhnlich groß. Für die Praxis bedeutet das, dass sich die hohen ISO-Empfindlichkeiten eher eignen, um bei Tageslicht sehr kurze Verschlusszeiten für scharfe Actionfotos zu erzielen. Um bei schwierigen Lichtverhältnissen auch freihändig verwackelfreie Fotos zu schießen, eignen sich die gleichen Empfindlichkeiten dagegen nur in eingeschränktem Maße.

Tiefenschärfe

Die Samsung NX10 ist DSLRs mit APS-C-Sensoren, was die Tiefenschärfe angeht, aufgrund eines gleichgroßen Lichtfängers absolut ebenbürtig. Das mitgelieferte 18-bis-55-Millimeter-Objektiv liegt in Sachen Brennweite und Lichtstärke auf dem Niveau der Kitlinsen aktueller DSLRs. Viel interessanter für Fans von selektiver Tiefenschärfe ist jedoch die verfügbare Pancake-Optik mit einer kleinsten Blendenzahl von F2,0. In Kombination mit dem großen Bildsensor bietet die Linse Fotografen viel kreativen Spielraum mit dem Fokus.


Selbst mit F5,6 liefert der größere APS-C-Sensor noch ein schönes Bokeh (links). Mit F2,0 liegt der scharf abgebildete Teil im Zentimeterbereich.

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