Alle LCD-Fernseher mit 200 Hz im Überblick: Das bringt die hohe Bildrate

Vor- und Nachteile der 200-Hz-Technik

Der große Vorteil des bei 200-Hz-Fernsehern angewandten Zwischenbildverfahrens ist die effektive Beseitigung unschöner Bildruckler. Selbst bei fortgeschritteneren Bildschirmgrößen stellt die Technik Bewegungen deutlich sanfter dar. Speziell Kameraschwenks und Actionszenen profitieren davon. Eine sichtbare Bereicherung stellt die Technologie auch für die Wiedergabe von Blu-rays dar, die mit einer eher geringen Bildrate auskommen müssen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Wiedergabeverfahren erreichen 200-Hz-Fernseher darüber hinaus eine deutlich höhere Bewegungsauflösung. Während ein gewöhnlicher TV bei schnellen Szenen maximal 600 Zeilen auflöst, schafft ein 200-Hz-Modell fast die gesamten 1080 Zeilen von Full-HD. So bleiben selbst schnell bewegte Objekte immer scharf und gut erkennbar, was für mehr sichtbare Details sorgt.

Da nicht alle Menschen gleich sind und die Wahrnehmung ein ungeheuer komplexer Vorgang ist, kann sich aber nicht jeder mit den berechneten Zwischenbildern moderner Fernseher anfreunden. Manche empfinden die aalglatten Bewegungen als unnatürlich und künstlich. Außerdem kann es zum so genannten Soap-Effekt kommen. Dabei nehmen Betrachter bewegte Objekte vordergründiger wahr als den statischen Hintergrund. Sie scheinen sich quasi vom Hintergrund loszulösen.

Das Ergebnis der Zwischenbildberechnung hängt auch maßgeblich von der Qualität des Quellsignals ab. Bei Videos mit stark sichtbaren Kompressionsartefakten oder Bildstörungen schalten Betrachter das Verfahren besser aus, da der Algorithmus Störungen nicht zuverlässig von der eigentlichen Szene unterscheiden kann. Unschöne Effekte können auch bei Videosignalen auftreten, die das Zeilensprungverfahren einsetzen oder eine geringe Auflösung besitzen.

Aktuelle 200-Hz-Fernseher im Vergleich

Obwohl Fernseher mit 200-Hz-Technik nicht erst seit gestern auf dem Markt sind, sind die Produktpaletten der Hersteller noch gut überschaubar. Nicht jeder Konzern setzt dabei auf die „echte“ Bildwiederholrate, sondern trickst mit der Hintergrundbeleuchtung. Die Preisspanne der von uns betrachteten Geräte erstreckt sich zwischen 550 und 2800 Euro.

Grundig Vision 9

Grundigs Vision-9-Serie mit 200-Hz-Technik beginnt beim 32-9970 T/C mit 32 Zoll Bilddiagonale. Das größte Modell mit 47-Zoll-Display ist der 47-9980 T USB, der bei günstigen Online-Shops für rund 1450 Euro erhältlich ist. Ein 42-Zöller kostet knapp 1200 Euro.


Mit Hilfe der Soundprojektion verspricht Grundig einen beeindruckenden Raumklang. (Foto: Grundig Intermedia GmbH)

Die 200-Hz-Fernseher aus Grundigs Serie Vision 9 besitzen Full-HD-Auflösung und ein dynamisches Kontrastverhältnis von 70.000:1. Als Leuchtkraft gibt der Hersteller 500 Candela pro Quadratmeter an. Die hohe Bildrate erreicht die Serie durch eine schnell schaltende Hintergrundbeleuchtung. Für einen Fernseher außergewöhnlich aufwendig ist das integrierte Lautsprechersystem. Insgesamt 16 Breitbandlautsprecher und zwei Tieftöner sind in dem TV-Gehäuse untergebracht. Damit soll ein Klangeindruck wie mit einem Mehrkanal-Lautsprechersystem entstehen. Zur automatischen Tonkalibrierung liegt ein Messmikrofon bei.

Die Vision-9-Geräte sind mit vier HDMI-Anschlüssen ausgestattet. Externe Datenträger schließen Käufer per USB-Port an. Die Wiedergabe von DivX-Videos und anderen Mediendateien ist somit möglich. Auf Online- und Streaming-Funktionen müssen Käufer allerdings verzichten.

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