Live-TV auf dem iPhone: So wird das Smartphone zum Fernseher

Hängt der Mac nicht direkt, sondern über einen Router, am Internet, muss auch hier eine Portfreigabe für EyeTV hinzugefügt werden. Im Falle einer Fritz!BOX als Router öffnen Anwender dazu den Webbrowser und tippen fritz.box in das Adressfeld ein. Anschließend fragt die Fritz!BOX nach Benutzernamen und Passwort. Nach erfolgreichem Login wechseln wir zu den erweiterten Einstellungen. Dort verbirgt sich unter dem Punkt System und Netzwerk das Untermenü UPnP. Hier setzen wir bei Änderungen der Sicherheitseinstellungen über UPnP gestatten den Haken. Sollte es nicht erscheinen, ist die Expertenansicht über den Menüpunkt System und Ansicht einzuschalten. UPnP ermöglicht es der EyeTV-Anwendung, den notwendigen Port automatisch zu öffnen.


Damit der Fernzugriff auf den Mac klappt, richten wir auf dem Router eine Port-Weiterleitung an die richtige IP-Adresse ein.

Wem UPnP ein zu großes Sicherheitsrisiko ist, der kann den Port natürlich auch manuell öffnen. Dazu muss eine manuelle Weiterleitung des TCP-Ports 2170 auf die IP-Adresse des Macs erfolgen. Wie genau die Freigabe einzurichten ist, verrät das Handbuch der Fritz!BOX. Wer einen anderen Router besitzt, findet alle notwendigen Informationen zur Portfreigabe ebenfalls im Handbuch oder auf der Website portforward.com.

Auf dem heimischen Rechner sind nun alle notwendigen Vorkehrungen getroffen. Was noch fehlt, ist die Software auf dem iPhone. Daher geht es nun in den AppStore und dessen Suche. Dort tippen Filmfans EyeTV ein, woraufhin sofort die notwendige App erscheint. Nach deren Installation ist das Live-Fernsehen auf dem iPhone einsatzbereit – zumindest via WLAN. Damit auch der UMTS-Betrieb klappt, startet ein Tippen auf das Safari-Icon den Handybrowser. Hier surfen wir nun die Website live3g.eyetv.com an. Ist die Seite geladen, tippen wir auf das Plus-Zeichen in der Leiste am unteren Bildschirmrand und wählen im anschießenden Menü Zum Home-Bildschirm. Jetzt findet sich auf dem Dashboard neben dem Icon der EyeTV-App ein weiteres namens EyeTV Live3G.

Nun müssen wir beiden Applikationen nur noch mitteilen, mit welchem Mac sie sich verbinden sollen, und welche Bitrate der Stream haben soll. Dazu starten wir als erstes die App EyeTV, die sofort nach dem vorher eingerichteten EyeTV-Account fragt. Nach dem Eingeben der Daten findet die Software den heimischen Rechner und listet ihn auf. Als nächstes tippen wir ihn an und wählen im folgenden Untermenü Live-Fernsehen. Im darauffolgenden Bildschirm führt ein Zahnrad-Knopf am oberen rechten Displayeck in das Menü für die Stream-Einstellungen. Dort wählen iPhone-Besitzer als Bitrate 320 kbps aus und schalten Im lokalen Netzwerk immer die höchste Qualität verwenden ein.


Beide EyeTV-Apps benötigen für die Verbindung Benutzernamen und Passwort. Um Aussetzer zu verhindern, muss eine passende Bitrate gewählt werden.

Ganz zum Schluss konfigurieren wir noch die Live3G-Anwendung. Wir geben nach dem Start wieder Benutzernamen und Kennwort ein und wählen Auf diesem Computer merken. Nach einem Klick auf Verbinden sollte der Mac erscheinen und ausgewählt werden. Nun zeigt das Interface die gleiche Ansicht, die wir bereits von der EyeTV-App her kennen – eben nur ohne EPG und Aufnahmeprogrammierung. Auch hier passen wir die Optionen für den Stream wieder auf 320 kbps an. Sollte das Bild dann häufiger Ruckeln oder aussetzen, behebt eine niedrigere Bitrate das Problem.

Es ist geschafft. Wer nun in einer der beiden Anwendungen auf Live TV klickt und anschließend einen Sender wählt, bekommt nach einer kurzen Ladezeit den gewünschten Videostream zu sehen – vorausgesetzt, der Rechner zu Hause läuft.

Fazit

Das Streamen von Live-Fernsehen oder Aufnahmen auf das iPhone funktioniert erstaunlich gut und zuverlässig. Über WLAN ist die Qualität sehr gut. Kompessionsartefakte oder andere Bildprobleme haben wir bei unseren Test nicht feststellen können. Und sogar über UMTS ist die Qualität absolut ausreichend für das kleine Display des Smartphones. Nur bei sehr schlechtem Netz kommt es gelegentlich zu Aussetzern und Problemen wie asynchronem Ton. Wer also ein echter Filmfan ist, und iPhone und Mac besitzt, sollte die rund 60 Euro unbedingt investieren. Für alle anderen lohnt sich die Anschaffung allerdings eher nicht. Schließlich gibt niemand mehr als 600 Euro aus, nur um unterwegs auf seinem kleinen Handydisplay Simpsons zu schauen.

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