iPhone-App Tripod: virtuelles Stativ sorgt für verwackelfreie Fotos

von Pascal Poschenrieder am , 18:00 Uhr

So weit das iPhone der Konkurrenz in einigen Bereichen voraus ist, so weit hinkt es in anderen hinterher. Das wohl beste Beispiel ist die Kamera. Selbst beim iPhone 3G S löst sie nur schlappe 3 Megapixel auf. Das können die androiden Google-Handys mit bis zu 8 Millionen Bildpunkten deutlich …

[1]So weit das iPhone der Konkurrenz in einigen Bereichen voraus ist, so weit hinkt es in anderen hinterher. Das wohl beste Beispiel ist die Kamera. Selbst beim iPhone 3G S [2] löst sie nur schlappe 3 Megapixel auf. Das können die androiden Google [3]-Handys mit bis zu 8 Millionen Bildpunkten deutlich besser. Hinzu kommt, dass das Apple [4]-Handy weder Xenon-Blitz noch Foto-LED an Bord hat. Das führt dazu, dass Bilder nur bei Tageslicht gut aussehen. Wer versucht, in einer dunklen Bar oder einem schattigen Hinterhof ein scharfes Bild ohne übermäßiges Rauschen auf den Speicher zu bannen, gibt nach ein paar Versuchen frustriert auf.

Die kostenlose App Tripod [5] sorgt zwar auch nicht für eine bessere Ausleuchtung des Motivs oder für eine höhere Auflösung, dafür holt sie aus der bestehenden Hardware mit einem Trick deutlich mehr heraus. Das Programm nutzt den im iPhone integrierten Bewegungssensor, um möglichst scharfe Fotos zu schießen. Wer in der App den Auslöser drückt, schießt nicht direkt ein Bild. Stattdessen wartet Tripod so lange mit der Aufnahme, bis der Bewegungssensor eine ruhige Hand meldet. Fokussiert wird wie gehabt mittels Fingertipp aufs Objekt der Begierde. Das Ergebnis sind gestochen scharfe Fotos mit mehr Details und – besonders bei schlechten Lichtverhältnissen – mit weniger Bildrauschen.

Ist ein Bild im Kasten, landet es in der Standard-Fotogalerie des iPhone. So klappt das Laden der Bilder auf den PC oder Mac gewohnt einfach. Übrigens: Neben der Stativ-Funktion bietet die App einen Katalog mit Tipps für Fotografen. So ist nicht nur dafür gesorgt, dass die Fotos scharf gelingen, sondern auch Blickwinkel, Objektabstand und Bildaufteilung passen – vorausgesetzt, man hält sich an die Hilfen.

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Nach unserem ausführlichen Test zeigt sich deutlich, dass sowohl die Tipps und besonders die Stativ-Funktion wirklich für schönere Ergebnisse sorgen. Das Programm läuft stabil und arbeitet zuverlässig. Lediglich das Abspeichern der Bilder könnte einen Tick schneller vonstattengehen. Allerdings ist die Software in der Lage, mehrere Fotos gleichzeitig zu speichern und während des Sicherns ein weiteres Bild aufzuzeichnen. Nur eines sollten Tripod-Benutzer unbedingt beachten: Wird die App geschlossen, bevor alle Bilder auf dem Flash-Speicher des iPhone liegen, kommt es gelegentlich zu einem keinen Problem mit dem Preview-Thumbnails. Teilweise fehlen diese dann, wodurch die Galerie nur einen schwarzen Kasten anstatt einer Foto-Vorschau des Bildes zeigt. Die hochauflösende Version der Aufnahme ist aber dennoch vorhanden und lässt sich problemlos öffnen.

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[1] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41529254/1003_iphone-app-tripod.png

[2] iPhone 3G S: https://www.cnet.de/tests/handy/41005474/neues+iphone+3g+s+im+test+schneller_+besser_+cooler.htm

[3] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[4] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[5] Tripod: http://itunes.apple.com/us/app/tripod/id304112111?mt=8

[6] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41529254/1003_iphone-app-tripod_01.png

[7] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41529254/1003_iphone-app-tripod_02.png

[8] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41529254/1003_iphone-app-tripod_03.png