Am stärksten unterscheidet sich das M11x aber durch sein Innenleben von der Netbook-Konkurrenz. Das Basis-Modell nutzt den Intel-Prozessor Pentium Dual-Core ULV SU4100 mit 1,3 GHz und 2 MByte L2-Cache. Wem diese CPU nicht schnell genug ist, der bekommt für einen Aufpreis von 65 Euro den Intel Core 2 Duo SU7300. Dieser Chip unterscheidet sich eigentlich nur marginal vom SU4100, ist aber dank des 3 MByte großen L2-Cache etwas schneller.


Die hintergrundbeleuchtete Tastatur sorgt dafür, dass Gamer auch im Dunkeln jede Taste perfekt treffen.

Das M11x hat in der Standardausführung 2 GByte DDR3-RAM mit 1066 MHz an Bord. 4 GByte kosten 79, 8 GByte 467 Euro Aufpreis. Auch bei der Festplatte haben Käufer die Wahl. Serienmäßig speichert das Laufwerk 320 GByte Daten und dreht mit 7200 rpm. Wem das nicht reicht, der bekommt für zusätzliche 35 Euro 500 GByte Kapazität. Sogar ein Solid-State-Laufwerk steht zur Auswahl, belastet den Geldbeutel mit 350 Euro Aufpreis aber erheblich. Ein optisches Laufwerk gibt es beim M11x leider nicht – auch nicht gegen Bezahlung. Dadurch müssen Gamer entweder auf ein externes zurückgreifen, oder Download-Dienste wie Steam nutzen.

Alle Versionen des M11x verfügen über ein 11,6 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1366 mal 768 Bildpunkten und nicht eine, sondern gleich zwei Grafikkarten. Bei der ersten handelt es sich um Intels integrierten Grafikprozessor für alltägliche Aufgaben wie das Surfen im Web. Wer die Fn-Taste und F6 gleichzeitig drückt, aktiviert den High-Performance-Modus des M11x. In diesem Fall übernimmt eine Nvidia GeForce GT 335M die Grafikausgabe, die aufwändige Polygon-Berechnungen und die HD-Videowiedergabe im Schlaf beherrscht.

Leistung

Im High-Performance-Modus ist das M11x sämtlichen gleich großen und gleich schweren Konkurrenten meilenweit voraus. Im unserem PCMark05-Benchmark-Test erreicht es ein beeindruckendes Ergebnis von 5654 Punkten. Das ist mehr als dreimal so viel, wie normale Netbooks schaffen.

Mit dieser Leistung läuft auf dem M11x nahezu jedes Game, das man ihm zum Fraß vorwirft. Darunter sind auch grafikintensive Spiele wie Crysis. Mit mittleren Grafikeinstellungen und einer Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln errechnet das M11x hier satte 36 Frames pro Sekunde. Das ist für ein Gerät dieser Größe wirklich unerhört. Selbst die meisten voll ausgewachsenen Notebooks schaffen das nicht.

Natürlich werden nun viele vermuten, dass sich eine derartige Leistung negativ auf die Akkulaufzeit auswirkt. Das ist auch der Fall, allerdings hat Alienware eine Lösung für dieses Problem auf Lager. Schließlich verfügt das Netbook ja auch über eine sparsame Intel-GPU, mit der das M11x genauso lange, oder sogar länger durchhält als die meisten seiner Rivalen.

In unserem Akkutest Battery Eater Classic, der den schlimmsten Fall simuliert und die CPU während der Prüfung dauerhaft voll auslastet, schafft das M11x beeindruckende drei Stunden und 44 Minuten. Natürlich klingt das bei einer angegebenen Laufzeit von 8 Stunden und 39 Minunten im ersten Moment nach wenig, bei normaler Nutzung ohne dauerhafte Vollauslastung des Prozessors stehen die Chancen aber gut, nahe an diesen Wert heranzukommen.

Fazit

Das Alienware M11x ist ein technisches Meisterwerk. Es ist dicker, größer und teurer als ein Standard-Netbook, dafür bietet es so viel mehr Leistung als ein normales Mini-Notebook, dass wir uns fragen, wie ein Eee PC oder ein N220 von Samsung nur so langsam sein können. Wer nach einem Gerät sucht, das gleichzeitig komfortabel zu bedienen, ultraportabel und phänomenal schnell ist, kommt einfach nicht um das M11x herum.

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