Spiegelreflexkameras für Einsteiger: die besten DSLRs unter 500 Euro

Bildstabilisator

Wenn nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern die Nachtschussperformance im Vordergrund steht, hilft ein Bildstabilisator kräftig weiter. Dabei verfolgen die Hersteller zwei verschiedene Ansätze. Sony, Pentax und teilweise auch Olympus hängen den Sensor selbst beweglich auf. Ein Beschleunigungsmesser erfasst das Händezittern des Fotografen und verschiebt den lichtempfindlichen Chip, um Verwacklungen zu vermeiden.

Canon und Nikon hingegen verzichten vollständig auf diesen mechanischen Verwacklungsschutz. Stattdessen kommt ein optischer Stabilisator zum Einsatz, der in den Objektiven integriert ist – oder auch nicht.


Stabilisiert oder nicht? Sony bringt einen Verwacklungsschutz im Gehäuse der A380 (links) unter, Canons EOS 1000D verlässt sich lieber auf das Objektiv.

Jede der beiden Vorgehensweisen bringt gewisse Vor- und Nachteile mit sich. Ein im Gehäuse integrierter Verwacklungsschutz beispielsweise stabilisiert immer, ganz gleich, welche Optik zum Einsatz kommt. Insbesondere lichtstarke Festbrennweiten und Makroobjektive bieten in den seltensten Fällen einen Bildstabilisator. Sitzt der Verwacklungsschutz im Gehäuse, so bezahlt ihn der Fotograf außerdem nur ein einziges Mal und nicht beim Kauf jedes neuen Objektivs.

Ein Bildstabilisator in der Optik hingegen sorgt dafür, dass auch das Sucherbild verwacklungsfreier ist. Insbesondere beim Fotografieren mit hohen Brennweiten hilft das beim manuellen Fokussieren. Außerdem sind mit optischem Stabilisator auch die Bilder, die die Autofokussensoren empfangen, stabilisiert. Zumindest in der Theorie ermöglicht das ein besseres automatisches Scharfstellen.

Display

Wer kein großer Fan vom optischen Sucher ist, sondern das Foto am liebsten vor der Aufnahme auf dem Display betrachten möchte, braucht eine DSLR mit Live View. Außer Pentax K-m, Nikon D3000 und Sony Alpha DSLR-A230 nutzen alle Spiegelreflexkameras in diesem Vergleich den Bildschirm auf Wunsch als digitalen Sucher. Eine Sonderstellung nimmt hier die Panasonic Lumix DMC-G1 ein, die streng genommen gar keine DSLR, sondern eine EVIL-Kamera ist. Die Digicam verzichtet nämlich auf den Spiegelkasten und bringt stattdessen einen digitalen Sucher mit, bei dem hinter dem Okular ein Mini-Display sitzt. Wir haben die G1 aufgrund ihres großen Bildsensors dennoch mit aufgenommen.

Die Displays der Kameras unterscheiden sich im Wesentlichen nicht besonders. Das Gros der Anzeigen bietet Auflösungen von 230.000 Bildpunkten, also 320 mal 240 Pixeln. Um die Bildschärfe unmittelbar nach dem Fotografieren zu beurteilen, reicht das nicht aus. Das einzige Modell, das hier etwas mehr bietet, ist die Panasonic Lumix DMC-G1 mit der doppelten Pixelzahl. Erfreulicherweise ist der Bildschirm auch noch dreh- und schwenkbar aufgehängt – praktisch bei Aufnahmen über Kopf und aus der Hüfte.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Spiegelreflexkameras für Einsteiger: die besten DSLRs unter 500 Euro

  • Am 12. August 2010 um 16:56 von West

    Pentax k-m
    wo kann man pentax k-m für 350€ kaufen?

    Danke!!!!

    • Am 19. August 2010 um 20:03 von Stefan Möllenhoff

      AW: Pentax k-m
      Hallo,

      die Pentax K-m ist inzwischen leider nur noch bei sehr wenigen Händlern erhältlich. Als der Artikel vor fünf Monaten veröffentlicht wurde, lief die DSLR wohl gerade aus und war deshalb sehr günstig zu bekommen, weil die Shops ihre Lager für die Nachfolgerin K-x leeren wollten.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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