Neun Full-HD-Beamer unter 1200 Euro: Das müssen Käufer beachten

Wer lieber am Computer spielt, kann diesen ebenfalls mit dem Beamer verbinden. Viele moderne Grafikkarten besitzen bereits ab Werk den dafür notwendigen HDMI-Ausgang. Ist das nicht der Fall, hilft ein DVI-auf-HDMI-Adapter oder ein DVI-Eingang am Beamer weiter. Allerdings muss die Bildschirmauflösung des Rechners auf 1920 mal 1080 Pixel eingestellt werden, um die bestmögliche Qualität zu erreichen. Wer lieber Filme ansieht, gibt einfach heruntergeladene wieder, oder spielt mittels entsprechendem Laufwerk Blu-rays ab.

Natürlich ist es auch möglich, über einen Full-HD-Beamer fernzusehen. Wer jedoch auch hier die volle Auflösung ausnutzen möchte, benötigt einen Satelliten- oder Kabelreceiver mitsamt Kabel-Digital-Abo und HDMI-Port. Wer sich dann nicht mit öffentlich rechtlichen HD-Sendern begnügen möchte, braucht außerdem ein Sky– oder HD+-Abo mitsamt kompatiblem Receiver.

Neben dem Quellgerät ist auch ein separates Soundsystem notwendig. Einige der Beamer besitzen zwar eingebaute Lautsprecher, diese sind aber deutlich zu schwach für echtes Kino-Feeling.

Für wen sich HD-Beamer lohnen

Wer sich in nächste Zeit keinen Blu-ray-Player oder ein anders HD-Wiedergabegerät kaufen möchte, sollte sich das Geld für den HD-Beamer lieber sparen. Dennoch muss er nicht auf ein großes Bild verzichten. SD-Projektoren mit DVD-Auflösung gibt es schon ab 300 Euro.

Wer HD möchte, aber noch zwischen Beamer und Fernseher schwankt, sollte bei seiner Entscheidung einige Kriterien beachten. Für normales Fernsehen bei nicht abgedunkeltem Zimmer eignet sich ein TV-Gerät besser. Das Bild der Projektoren im Vergleich ist dann zwar auch noch zu erkennen, das des Fernsehers ist aber deutlich kräftiger. Außerdem benötigt ein Beamer natürlich eine große weiße Wand oder eine Leinwand, auf die er das Bild projiziert. Zudem sollte der Heimkinoraum nicht zu klein sein, da ein gewisser Projektions- und Betrachtungsabstand notwendig ist. Wer weniger als 4 Meter Abstand zwischen Couch und Bildwand hat, sollte lieber einen Fernseher kaufen.

Technische Unterschiede, die Käufer beachten sollten

Alle Modelle im Vergleich lösen Full-HD auf. Das bedeutet, dass ihr Bild aus 1920 mal 1080 Pixeln besteht und ein natives Seitenverhältnis von 16:9 aufweist. Diese Auflösung nennt sich auch 1080p (progressiv: Vollbilder) oder 1080i (interlaced: Halbbilder).

Die Technologien zur Bilderzeugung sind allerdings unterschiedlich. Drei der insgesamt neun Projektoren nutzen je drei kleine LCD-Panel, wie sie auch in Computermonitoren zum Einsatz kommen. Das Licht der Lampe wird mit Hilfe eines Prismas in seine Grundfarben zerlegt und anschließend jeweils durch ein LCD-Panel geleitet. Letzteres dunkelt bestimmte Pixel ab, die später im Bild als dunkle Farben oder Schwarz erscheinen – ähnlich wie bei einem Diaprojektor. Am Schluss werden die drei Einzelbilder in den Grundfarben Rot, Grün und Blau wieder kombiniert und durch die Linse auf die Leinwand geworfen. Die restlichen sechs Projektoren verwenden DLP-Chips mit kleinen beweglichen Spiegeln, einem für jeden Pixel. Das Licht der Lampe passiert zunächst ein sich schnell drehendes Farbrad, das bei den Modellen im Vergleich sechs verschiedenfarbige Segmente enthält. Dadurch wird aus dem weißen Lichtstrom der Lampe einer erzeugt, der hintereinander die notwendigen Grundfarben enthält. Dieser bunte Lichtstrom fällt anschließend auf das DLP-Panel, von dem er zur Linse reflektiert wird. Dabei sorgen die beweglichen Spiegel dafür, dass das Licht eines schwarzen Pixels nicht zur Linse gelangt. Je nach Spiegelstellung erscheint ein Pixel dann heller oder dunkler auf der Leinwand. Das bunte Bild entsteht dann durch eine Täuschung unsere Augen. Durch deren Trägheit mischen sich die Bilder in den durch das Farbrad erzeugten Grundfarben zu einem Vollfarbbild.

Beide Technologien haben Vor- und Nachteile. Bei DLP-Beamern bemerken empfindliche Zuschauer ein leichtes Farbflimmern. Außerdem kommt es bei Bildübergängen zu Farbsäumen und Regenbogeneffekten. Auch die Bewegungsschärfe ist nicht so hoch. Bei LCD-Beamern ist dafür die Verkabelung der einzelnen Pixel als Gitter im Bild sichtbar. Zudem ist der Kontrast geringer, da auch durch einen schwarz geschalteten Pixel des LCD-Panels noch etwas Licht der Lampe hindurchscheint. Für welche Technologie man sich letztendlich entscheidet, hängt vom eigenen Geschmack und davon ab, was einen stärker stört.


Epsons EH-TW2900 ist zwar mit 1600 ANSI-Lumen nicht das hellste Modellen im Vergleich, dafür ist der Projektor im normalen Modus mit 28 Dezibel nicht sonderlich laut. Im Eco-Modus lenkt er mit 22 Dezibel auch empfindliche Zuseher nicht vom Filmgeschehen ab.

Neben der Technologie spielen auch Helligkeit und Kontrast eine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Ist das Bild nicht kontrastreich genug, gehen Details verloren, und die Farbdarstellung leidet. Allerdings bedeutet ein hoher Wert im Datenblatt nicht automatisch, dass der Kontrast wirklich hoch ist. Die Angabe ist bei vielen Herstellern zu einem Marketing-Gag verkommen. So erreichen die Hersteller Werte von 10.000:1 oder mehr beispielsweise nur durch Tricks bei der Messung. Einige Geräte regeln bei dunklen Szenen die Helligkeit der Lampe herunter, um hohe Werte zu erreichen. Besteht eine Szene aus hellen und dunklen Elementen, nützt dieser dynamische Kontrast nichts. Die einzigen wirklich glaubwürdigen Angaben macht hier Optoma. Bei den anderen Herstellern kommt auf der Leinwand nur ein Bruchteil des im Datenblatt angegebenen Kontrastes an.

Die Helligkeit spielt eine genauso wichtige Rolle. Wer das Zimmer nicht jedes Mal zum Fernsehen abdunkeln möchte, sollte auf eine Minimal-Lichtstärke von 1500 ANSI-Lumen achten. Allerdings hat ein hoher Lumen-Wert einen Nachteil: Die Lampe altert schneller. Jedoch besitzen alle Vergleichsmodelle einen Eco-Modus, der sie auf Wunsch herunterregelt und schont.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Neun Full-HD-Beamer unter 1200 Euro: Das müssen Käufer beachten

  • Am 9. Juli 2010 um 18:29 von mocopy

    hm..
    irgendwie peinlich, seinen eigenen Artikel zu klauen, finde ich…. (Acht Full-HD-Beamer unter 15..)

    • Am 12. Juli 2010 um 12:45 von Pascal Poschenrieder

      AW: hm..
      Hallo mocopy,

      das Angebot auf dem Markt ändert sich ständig. Deshalb haben wir die neue Version des Artikels online gestellt, die die neue Modelle enthält und auf die günstigeren Preise eingeht.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

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