Kleines Notebook mit HDMI-Ausgang: Sony Vaio Y im Test

von Daniel Schraeder und Rory Reid am , 18:30 Uhr

Pro
  • Media-Plus-Software überträgt Multimedia-Daten an DLNA-Geräte
  • hervorragende Tastatur
  • fairer Preis
Con
  • mäßige Leistung
  • kurze Akkulaufzeit
Hersteller: Sony Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND 6,3 von 10 Punkte
Fazit:

Das Vaio Y sieht nicht schlecht aus. Aber ihm fehlt der gewisse Pfiff - es ist einfach nicht flach, leicht oder flott genug, um sich einen Platz in unseren Herzen zu ergattern. Dennoch macht das Sony Spaß, denn es ist gut zu bedienen und die Media-Sharing-Software ermöglicht das Austauschen von Inhalten zwischen dem Notebook und anderen Geräten wie einer PlayStation 3 oder einem Fernseher.

Bei der Y-Serie von Sonys Vaio-Notebooks handelt es sich um die kleinen Geschwister der S-Serie. Dementsprechend sind sie nicht gerade rekordverdächtig schnell, aber ein guter Kompromiss aus kleinen Abmesungen, guter Bedienbarkeit und angemessener Leistung.

Obwohl der Bildschirm des Vaio Y nur 13,3 Zoll groß ist, wirkt das Gerät bei der Draufsicht deutlich voluminöser. Schuld daran ist der relativ dicke Rahmen um die Anzeige. Da das Notebook [1] aber nur 3,2 Zentimeter dick ist, wird es dann doch wieder ein Stück sympatischer. Dazu passt auch das mit 1,8 kg vergleichsweise niedrige Gewicht, allerdings auf Kosten eines optischen Laufwerks.

Highlights

Der relativ breite Rahmen mag zwar aus ästhetischen Gründen fragwürdig sein, er hat aber einen praktischen Vorteil: Beim Vaio Y ist viel Platz für eine Tastatur, und den haben die Entwickler auch ausgenutzt. Die Tasten sind groß und im Stil der MacBooks mit einem Abstand zueinander verbaut – so trifft man auch beim schnellen Tippen nicht mehrere Buchstaben gleichzeitig.

Käufer des Sony [2] müssen auch auf (fast) nichts verzichten. Der eine oder andere mag das fehlende DVD-Laufwerk vermissen, doch dafür mangelt es zumindest nicht an Anschlüssen: Rechts finden sich zwei USB-Ports, eine Ethernet-Buchse sowie ein ExpressCard/34-Slot für Erweiterungskarten. Auf der linken sitzen sich zwei Video-Ausgänge, ein analoger mit D-Sub-Anschluss sowie ein digitaler HDMI-Port. Zusätzlich finden sich hier der dritte USB-Port, ein Firewire-Anschluss sowie die obligatorischen Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer.

Mittelmäßige Rechenleistung

Dieser Testbericht bezieht sich auf die Modellausführung VPCY11M1E/S mit einem 1,3 GHz schnellen Pentium SU4100. In Deutschland ist derzeit allerdings ausschließlich die Ausführung VPCY11S1E/S zu haben, in der der etwas schnellere Core 2 Duo SU7300 verbaut ist – damit ist die Leistung zwar immer noch nicht auf Rekordniveau, aber zumindet besser.

In beiden Modellen sind unabhängig davon 4 GByte DDR3-RAM mit 800 MHz verbaut. Um die Grafik kümmert sich eine integrierte Lösung von Intel – der Graphics Media Accelerator (GMA) 4500MHD. Dementsprechend fühlen sich Office-Anwendungen auf dem Vaio auch deutlich wohler als 3D-Games.

Im Benchmarktest wird deutlich: Das Gerät ist in etwa doppelt so schnell wie ein Netbook mit Standard-Ausstattung. Das passt auch zum Preis: Das Vaio Y kostet auch das Doppelte eines Netbooks.

Software

Auf unserem Testgerät läuft Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version. Sony packt außerdem einen Stapel eigener Programme dazu. Ein interessanter Vertreter dabei nennt sich Vaio Gate. Das Tool erinnert an das Dock von Mac OS X und platziert sich oben am Bildschirm. Der Nutzer kann hier Verknüpfungen zu den wichtigsten Applikationen hinterlegen. Unterm Strich ist das aber nur ein nettes Gimmick und keine Killer-Applikation.

Deutlich besser ist da schon das Programm Media Plus. Es erinnert an ein Mediacenter, bringt also auf dem Notebook gespeicherte Videos, Filme, Serien und so weiter auf einen großen Fernseher. Darüber hinaus greift es auf Inhalte zu, die beispielsweise auf einer Playstation 3 hinterlegt sind. Optisch kommt dabei natürlich das Sony-eigene XrossMediaBar-Interface (XMB) zum Einsatz. Technisch greift Media Plus auf die DLNA-Technik zurück.

Akku

Der Stromspeicher verfügt über sechs Zellen und hat eine Kapazität von 5 Ah. Damit arbeitet das Vaio im Test 3 Stunden und 14 Minuten abseits der Steckdose unter Volllast. In der Praxis hält das Gerät also deutlich länger durch.

Fazit

Das Sony Vaio Y ist ein Kompromiss. Es ist leicht, aber kein Fliegengewicht, klein, aber nicht winzig, schneller als ein Netbook, aber nicht wirklich flott. Wer es optisch attraktiv findet und mit den Vor- und Nachteilen leben kann, kann zugreifen: Das Gerät ist nicht schlecht. Wenn die Neuanschaffung aber kompromisslos sein soll, gibt es besser Alternativen mit mehr Leistung, geringeren Abmessungen oder anderer Ausstattung.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/

[2] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/