Soll ein DVD-Player oder ein Media-Streamer direkt mit dem HW-C450 verbunden werden, tritt das gleiche Problem erneut auf. In diesem Fall muss sich noch eine Strippe in den vermutlich ohnehin schon vollen Kabelkanal quetschen. Allerdings sollte das beim dünnen optischen Glasfaserkabel ein geringeres Problem darstellen.

Der Subwoofer des HW-C450 ist „kabellos“. Das bedeutet, dass kein Kabel von der Soundbar zum Woofer notwendig ist. Trotzdem kommt der Tieftöner nicht ganz ohne Strippen aus. Schließlich benötigt auch er Strom. Jedoch sollte das kein großes Problem darstellen, da der Subwoofer bei den meisten Käufern ohnehin irgendwo unter einen Tisch oder in einer Ecke verschwindet. Allerdings können wir uns nicht richtig mit dem Gehäuse anfreunden. Es ist sehr leicht und wirkt etwas billig. Das ist besonders enttäuschend, da die Soundbar einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck macht.

Bei den Anschlüssen haben Käufer des HW-C450 nicht gerade eine riesige Auswahl. Es gibt lediglich zwei optische S/PDIF-Eingänge. Die müssen zum Anstecken von DVD-Player, Spielkonsole, Fernseher und Blu-ray-Player ausreichen. Die Folge: Wer reichlich Equipment besitzt, muss ständig umstöpseln – oder er entscheidet sich gleich für eine andere Lösung. Zum Glück gibt es immerhin noch einen 3,5-Millimeter-Klinkeneingang für einen iPod oder einen anderen MP3-Player.

Leistung

Obwohl das HW-C450 auf den ersten Blick nicht danach aussieht, als könne es einen besonders lauten und satten Klang bieten, ist das Gegenteil der Fall. Das kleine Biest ist derart laut, dass es selbst Tote wieder aufwecken könnte. Noch erstaunlicher ist, dass der Sound selbst bei ohrenbetäubenden Lautstärken noch klar und definiert klingt.

Wir testen das System mit Musik und Film-Soundtracks – und sind bis auf wenige Ausnahmen wieder begeistert. Musik klingt recht gut, obwohl wir bereits Soundsysteme gehört habe, die es um Längen schlagen. Dennoch: Der Klang ist ausbalanciert, und Stimmen klingen sehr klar und verständlich. Auch der Bass hört sich sehr ordentlich an. Das überrascht uns am meisten, da wir den leichten Subwoofer anfangs für einen Reinfall hielten.

Das Spezialgebiet des HW-C450 sind aber Film- und TV-Soundtracks in Dolby Digital. Es dekodiert sowohl über die optischen S/PDIF-Eingänge eingespeiste Dolby-Digital- als auch DTS-Tonspuren. Unser 5.1-Kanal-Testmaterial klingt wirklich beeindruckend. Wir achten speziell auf Dialoge, da die meisten Lösungen hier versagen. Nicht so das Samsung-System: Jedes Wort klingt kristallklar und ist perfekt verständlich.

Das HW-C450 bietet eine Reihe von Sound-Modi zum Optimieren des Klangs an das Ausgangsmaterial. Diese Modi erweisen sich als recht nützlich. Das Music-Preset regelt den Bass beispielsweise etwas herab, wodurch Songs besser ausbalanciert klingen. Außerdem ist es möglich, die Nachbearbeitung komplett zu deaktivieren. Das ist unserer Meinung nach besonders bei Dolby-Digital-Soundtracks sehr empfehlenswert.

Fazit

Das Samsung HW-C450 ist nicht das ideale Soundsytem für den Musikgenuss. Allerdings ist es auch gar nicht dafür gemacht. Umso besser schlägt es sich dabei, bei Filmen und TV-Shows für klaren und satten Sound zu sorgen. Dialoge hören sich detailliert an, und der Subwoofer sorgt für glaubwürdige Explosionen.

Allerdings ist das HW-C450 unserer Meinung nach etwas zu teuer. Bei einem Preis von 450 Euro hätten wir uns zumindest etwas mehr Anschlussmöglichkeiten gewünscht. Wer eine Alternative mit HDMI-Unterstützung sucht, sollte sich Onkyos HTX-22HD einmal genauer ansehen. Die Lösung ist zwar noch etwas teurer, dekodiert dafür aber die HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Samsung HW-C450: besserer Klang ohne Kabelsalat

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *