Wie üblich hat Samsung die eigenentwickelte TouchWiz-Oberfläche installiert. Sie hat drei Homescreens zu bieten, die sich im Android-Style horizontal durchscrollen lassen. Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit, verschiedene Widgets frei zu platzieren – etwa Uhren, Kalender oder einen Wetterbericht. Die Auswahl und Funktionalität der Android-Widgets bietet TouchWiz allerdings nicht.

Das zusätzlich zu Windows Mobile 6.5 integrierte, eigene Interface scheint für den mit 624 MHz getakteten Marvell-Prozessor etwas zu viel zu sein. Vielleicht ist ja auch die mit 256 MByte nicht sonderlich großzügige RAM-Ausstattung Schuld, aber unterm Strich bleibt die Tatsache, dass das Gerät einfach extrem zäh reagiert.

Leistung

Die Kamera ist… vorhanden. Sie nimmt Fotos mit einer Auflösung von 3,2 Megapixeln auf, hat einen recht langsamen Autofokus und damit eine lange Auslöseverzögerung und ist nicht sonderlich lichtstark. In Anbetracht des fehlenden Blitzes beziehungsweise der fehlenden Foto-LED gelingen nur Bilder, die in hellen Umgebungen geschossen werden. Immerhin überzeugen die natürlich wirkenden Farben.

Zum Speichern von Daten stehen 512 MByte Speicher zur Verfügung. Sollte das für eine Musik- oder Filmsammlung nicht ausreichen, sorgt der microSD-Speicherkartenslot für eine günstige Erweiterungsmöglichkeit. Dank HSDPA und WLAN klappt das Surfen im Netz flott und problemlos, und das vorinstallierte Google Maps zeigt aufgrund des integrierten GPS-Empfängers akkurat die Position an. Eine echte Navigationslösung ist nicht vorhanden, es gibt aber diverse Navi-Programme für Windows Mobile zu kaufen.

Die Akkulaufzeit ist ganz gut. Bei durchschnittlicher Nutzung geht dem Gerät nach zwei Tagen der Saft aus. Wer allerdings häufig surft oder navigiert, muss damit rechnen, das B7300 täglich ans Ladegerät zu stecken.

Fazit

Der Mix aus dem Windows-Mobile-Interface und der TouchWiz-Oberfläche ist nicht besonders geschickt. Die Bedienung wird dadurch unlogischer als nötig, und noch dazu reagiert das Omnia Lite einfach langsam. Demnach fällt es uns schwer, das Samsung B7300 zu empfehlen – obwohl Preis, Ausstattung und Design eigentlich stimmen. Interessenten sollten es am Besten selbst ausprobieren und als Alternative gleich ein günstiges Android-Smartphone ins Auge fassen.

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