Angetestet: erster Blick auf die Microsoft-Handys Kin One und Kin Two

Stärken und Schwächen

Um es auf den Punkt zu bringen: Es gibt noch so viel auszuprobieren bei Kin One und Kin Two. Microsoft will das Gerät offensichtlich sehr bald auf den Markt bringen. Wir sind also guter Dinge, dass wir bald ausführliche Einzeltests zu den beiden Social Phones präsentieren können. Bereits jetzt wagen wir aber eine erste Bewertung nach Plus- und Minuspunkten.

Auf der Positiv-Seite steht die Zune-Integration ganz oben. Zune ist der iPod-Konkurrent, den Microsoft bislang nur in den USA vertreibt. Über die gleichnamige Oberfläche finden sich auf den Geräten Mediaplayer, Shop für Musik und Videos sowie eine Streaming-Audio-Integration. Außerdem freuen wir uns, dass Microsoft über seinen eigenen Schatten springt und angekündigt hat, eine Synchronisierungssoftware für den Mac auf den Markt zu bringen. Ebenfalls überzeugt der My-Phone-Service, der Kontakte, Nachrichten, Fotos und so weiter über das Handynetz synchronisiert. Apropos: Alle Inhalte werden auf Wunsch auch in einem Zeitstrahl angezeigt. Partygänger können also auch nach einem Vollrausch den letzten Abend rekonstruieren – vorausgesetzt, das Handy ist noch da.

Microsoft Kin Two
Auf der Rückseite des Kin Two sitzt eine 8-Megapixel-Kamera samt Foto-LED. Sie löst 8 Megapixel auf, die Kamera des Kin One nimmt „nur“ 5 Millionen Bildpunkte auf.

Negativ finden wir, dass es keine Unterstützung für Spiele gibt. Auch nicht im Browser, der weder Flash- noch Silverlight-Applets anzeigt. Darüber hinaus fehlt ein Instant Messenger. Den hatte sogar schon der erste Sidekick im Jahr 2003. Außerdem mangelt es an einem Kalender. An einem Kalender! Auch, wenn das Gerät nicht auf den Business-Bereich ausgerichtet ist, sollte soetwas Grundvoraussetzung für jedes Handy sein – und bei der Consumer-Ausrichtung fällt der fehlende Messenger besonders ins Gewicht. Natürlich haben wir Microsoft damit konfrontiert. Die offizielle Aussage der Windows-Company: Man will sich zunächst auf die Social-Network-Fähigkeiten konzentrieren. Software-Updates seien über das Handy-Netz möglich, und wenn der Bedarf bei den Käufern vorhanden ist, kann Microsoft schnell reagieren.

Fazit

Unterm Strich gibt es sicherlich eine Marktlücke für die Kins – nämlich die, die die zuletzt nicht mehr zeitgemäßen und verschwundenen Sidekicks gerissen haben: als Smarpthone für die Jüngeren. Dementsprechend hängt der Erfolg der Geräte stark von der Preisstruktur der Hardware und der zugehörigen Tarife ab. Wenn Microsoft einige der offensichtlichen Schwächen ausmerzt, könnten sie durchaus interessant sein. Und was denkt Ihr?

Technische Daten Microsoft Kin One & Kin Two

Hersteller Microsoft Microsoft
Modell KIN One KIN Two
Displaygröße 2,6 Zoll 3,4 Zoll
Auflösung 320 x 240 Pixel 480 x 320 Pixel
Touchscreen ja, kapazitiv ja, kapazitiv
Tastatur QWERTZ QWERTZ
Lagesensor ja ja
UMTS ja ja
GPS ja ja
WLAN 802.11 b/g 802.11 b/g
Bluetooth 2.1, A2DP 2.1, A2DP
UKW-Radio ja ja
Integrierter Speicher 4 GByte 8 GByte
Kamera (Foto) 5 Megapixel 8 Megapixel
Kamera (Video) SD 720p-HD
Blitz LED LED
Kopfhörerbuchse ja, 3,5 mm ja, 3,5 mm
Akkukapazität 1240 mAh 1390 mAh

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