Leistung

Wie die anderen Micro-Four-Thirds-Kameras von Panasonic ist auch die G2 ziemlich schnell. Vom Betätigen des Einschalters bis zur ersten Aufnahme vergehen knapp 0,9 Sekunden. Die Auslöseverzögerung der G2 bei guten Lichtverhältnissen ist mit 0,45 Sekunden einen Tick länger als die der G1 (0,40 Sekunden). Bei Motiven mit niedrigen Kontrasten ist das neue Modell mit 0,7 Sekunden allerdings etwas schneller. Die Verschnaufpause zwischen zwei Aufnahmen beträgt 0,7 und 0,8 Sekunden für JPEG- beziehungsweise RAW-Bilder. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf lediglich eine Sekunde.

Der Serienbildmodus bewegt sich mit drei Fotos pro Sekunden auf dem Niveau der meisten direkten Konkurrenten. Das größte Problem beim Fotografieren von Action stellen allerdings meistens nicht die Leistungsdaten der Kameras selbst, sondern die elektronischen Sucher dar. Bei der G2 sind sowohl das rückseitige Display als auch der Sucher hell und scharf. Die Auflösung ist ausreichend, um die Bildschärfe gut beurteilen zu können.

Mit der Ankündigung der G2 und der G10 hat Panasonic auch ein neues Kitobjektiv vorgestellt. Mit 14 bis 42 Millimetern ist der Brennweitenbereich ein wenig kürzer als beim älteren 14-bis-45-Millimeter-Modell, doch die optischen Charakteristiken bleiben erhalten. In dem Gehäuse finden sich zwölf Linsen in neun Gruppen mit einem einzelnen asphärischen Element. Der maximale Blendenbereich liegt nach wie vor zwischen F3,5 und F5,6. Der Filterdurchmesser beträgt 52 Millimeter und die Naheinstellgrenze rund 30 Zentimeter. Im direkten Vergleich zum älteren Objektiv ist die neue Optik zwar einen Hauch länger, dafür aber knapp 30 Gramm leichter.

Erwähnenswerter als die technischen Details ist, dass die 14-bis-42-Millimeter-Optik einen internen Fokus nutzt. Der Vorteil liegt im Wesentlichen in der Geräuschentwicklung, was für den Videomodus von Vorteil ist. Mehr Lärm als das speziell für den Videobetrieb optimierte 14-bis-140-Millimeter-Objektiv macht die neue Kitoptik dennoch.

Der Autofokusmechanismus der Kitoptik ist vollständig im Objektiv integriert.
Der Autofokusmechanismus der Kitoptik ist vollständig im Objektiv integriert.

Wir testen die Panasonic Lumix DMC-G2 mit dem 14-bis-42-Millimeter- und dem 40-bis-200-Millimeter-Objektiv. Beide Optiken liefern gute Ergebnisse. Die Kitlinse bringt im Weitwinkel eine leichte Tonnenverzerrung aufs Bild. Violette Farbsäume sind nur bei sehr extremen Kontrasten sichtbar. Das Teleobjektiv bringt im Weitwinkel praktisch keine Deformation aufs Bild. Sollte Panasonic eventuelle Verzerrungen per Software in der Kamera korrigieren, leistet der Hersteller ausgezeichnete Arbeit.

Die Bewertung der Bildqualität ist bei der DMC-G2 nicht ganz einfach. Die Kamera liefert sehr präzise Farben und eine ausgezeichnete Ausleuchtung. Manche der Einstellungen sorgen zwar für etwas falsche Farbwerte, doch hier schneiden etliche Einsteiger-DSLRs deutlich schlechter ab. Die Fotos sehen allgemein sehr ansprechend und lebendig aus.

Auf der anderen Seite bringt die G2 verhältnismäßig viel Rauschen aufs Bild. Sogar bei ISO 200 sind erste Artefakte zu sehen. Die in der Kamera integrierten Algorithmen zur Rauschreduktion und Nachschärfung verschlimmern die Bildstörungen – in Adobe Camera Raw erzielen wir bessere, aber immer noch nicht ideale Ergebnisse.

Bei verkleinerter Betrachtung sehen die Fotos ausgezeichnet aus. Manche Bilder wirken bei 100-prozentiger Vergrößerung allerdings fast, als kämen sie aus einer Kompaktkamera. Nur bei ISO 100 sind die Bilder wirklich komplett rausch- und artefaktfrei. Die Ecken von Objekten sind sauber abgebildet und die Fotos wirken sehr natürlich.

Die Lumix DMC-G1 hatte mit sehr ähnlichen Problemen zu kämpfen. Angesichts der eineinhalb Jahre, die zwischen den beiden Kameras liegen, hätten wir mit einer deutlichen Verbesserung gerechnet.

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