CNET-Fotokurs: So klappt’s mit Automatiken und Belichtungszeit

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit ist einer der wichtigsten Begriffe in der Fotografie. Sie legt fest, über welchen Zeitraum hinweg die Kamera Licht einfängt. Kurze Belichtungszeiten sorgen dafür, dass auch schnelle Bewegungen scharf abgebildet sind. Allerdings müssen die Lichtbedingungen dafür stimmen, denn ansonsten gelangen bei derart kurzen Belichtungszeiten nicht ausreichend Photonen, also Lichtteilchen, auf den Bildsensor: Das resultierende Foto ist zu dunkel.

Die Verschlusszeit bei diesem Foto beträgt 1/640 Sekunde.
Die Verschlusszeit bei diesem Foto beträgt 1/640 Sekunde (Foto: jade/morgueFile).

Um Personen scharf abzubilden, die nicht für ein Foto posieren, sondern sich normal bewegen, sind Verschlusszeiten von 1/100 Sekunde oder schneller erforderlich. Für Sportfotografie sind Werte oberhalb von 1/300 Sekunde erforderlich. Um etwa einen geschossenen Fußball gestochen scharf aufs Bild zu bekommen, darf es ruhig auch 1/1000 oder noch kürzer sein.

1/25 Sekunde reicht nicht aus, um das vorbeiflitzende Eichhörnchen scharf abzubilden.
1/25 Sekunde reicht nicht aus, um das vorbeiflitzende Eichhörnchen scharf abzubilden (Foto: ardelfin/morgueFile).

Lange Belichtungszeiten hingegen geben dem Bildsensor mehr Zeit, um Licht zu sammeln und sorgen auch im Dunkeln für ordentlich ausgeleuchtete Fotos. Ab einer gewissen Grenze ist es allerdings nicht mehr möglich, die Kamera lange genug ruhig zu halten, um ein verwackelfreies Foto aufzunehmen. Als Faustregel für die Verwackel-Grenze gilt der Kehrwert der Brennweite, also dem Maß für die „Zoomstärke“. Bei einem recht großen Bildausschnitt, was beispielsweise 30 Millimetern Brennweite entspricht, beträgt die maximal mögliche Belichtungszeit 1/30 Sekunde. Bei 150 Millimetern Brennweite, eine recht starken Vergrößerung, darf es nach der Formel höchstens 1/150 Sekunde sein. Je stärker die Vergrößerung, desto stärker wirkt sich jedes Händezittern aus.

Links mit, rechts ohne Bildstabilisator: Ein moderner optischer oder mechanischer Verwacklungsschutz leistet bessere Dienste als das elektronische Pendant.
Bei zu langen Belichtungszeiten gerät das Bild unscharf (rechts). Hohe Zoomstufen erfordern kürzere Blichtungszeiten.

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